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SE Freising: Schmuckermeier eiskalt vom Punkt - Last-Minute-Tor hält Siegesserie aufrecht

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Florian Schmuckermeier verwandelte in der Nachspielzeit einen Elfmeter. fupa
Florian Schmuckermeier verwandelte in der Nachspielzeit einen Elfmeter. © Fupa

Die Serie des SE Freising wird langsam ungeheuerlich: Gegen Karlsfeld gewann die Bittner-Elf zum fünften Mal am Stück. Diesmal war es ein Arbeitssieg.

Freising – Aus vier mach fünf Siege: Auch der TSV Eintracht Karlsfeld konnte den Lauf des SE Freising am Freitagabend nicht stoppen. Am Ende einer rassigen Partie in der Savoyer Au stand ein 1:0 (0:0) – das Tor des Tages fiel in der vierten Minute der Nachspielzeit.

SE Freising: Breiter Kader macht sich bezahlt - Keeper Oswald hält mehrmals stark

Die Sorgen bei Freisings Trainer Florian Bittner waren vor der Partie größer als zunächst angenommen: Tag für Tag meldeten sich mehr Spieler mit einer Corona-Infektion ab, unter anderem mussten der unverzichtbare Co-Trainer Michael Schmid und Felix Fischer passen. Beim SEF stand also gezwungenermaßen Rotation auf der Tagesordnung, die sich letztlich aber nicht negativ auswirkte. Denn man merkt, dass beim SEF heuer vor allem in die Breite des Kaders investiert worden ist. Selbst wenn einige Akteure (etwa Sebastian Thalhammer) zum Zug kommen, die zuletzt verletzt fehlten oder auf der Bank saßen, sieht man das dem Freisinger Spiel nicht an.

Allerdings hatten die Gäste aus Karlsfeld insbesondere im ersten Durchgang etwas mehr vom Spiel – erzielten unter anderem einen Treffer, der wegen Abseits aber aberkannt wurde (22.). Zudem mussten sich die Gelb-Schwarzen erneut bei Keeper Maximilian Oswald bedanken, der zweimal bärenstark in höchster Not parierte. Als dann auch noch Florian Bittner mit muskulären Problemen erneut frühzeitig runter musste, schien die Partie zu kippen. Doch der SEF fand im Laufe des ersten Abschnitts immer bessere Mittel gegen ein wütend aufspielendes Karlsfeld, das nach vier Niederlagen aus den fünf Spielen zuvor in Richtung Tabellenkeller abgerutscht war. (Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

TSV Eintracht Karlsfeld dezimiert sich mit zwei Roten Karten selbst

In der zweiten Halbzeit konnte sich zunächst wiederum Maximilian Oswald mit einer starken Parade auszeichnen, ehe Freising offensiv immer stärker aufspielte – und bald einen Mann mehr auf dem Feld stehen hatte. Christian Schmuckermeier war allein auf dem Weg zum Tor von Gäste-Keeper Dominik Krueger, als ihn Ivan Ivanovic klar von den Beinen holte. Die Notbremse brachte dem TSV-Verteidiger die erste Rote Karte des Spiels ein (67.), da sie dem SEF eine klare Chance auf das 1:0 nahm. Der anschließende Brudtloff-Freistoß war gefährlich, fand aber nicht den Weg über die Linie. In Überzahl kamen die Hausherren besser in die Partie rein, ohne sich jedoch hochkarätige Möglichkeiten auf den Führungstreffer zu erspielen.

Richtig Fahrt nahm das Match schließlich in der Nachspielzeit auf: Erst forderten die Karlsfelder vehement einen Handelfmeter, so nachhaltig, dass Fitim Raqi erst eine Zeitstrafe ausgesprochen bekommen hatte, dann aber weiter moserte und so die zweite Rote Karte für den TSV sah (93.).

Mit der letzten Aktion des Spiels fiel anschließend doch noch ein Tor für den SEF: Felix Günzel wurde im Strafraum deutlich das Standbein weggezogen, den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Florian Schmuckermeier sicher (90.+4). „Wir hatten heute das Glück des Tüchtigen“, resümiert Spielertrainer Florian Bittner. „Am Ende hatten wir uns den Sieg auch ein wenig erarbeitet und verdient, auch wenn es schon glücklich war, dass das Tor so spät gefallen ist.“ MATTHIAS SPANRAD

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