Heimstetten schlägt Vilzing mit 3:2

Sebastiano Mappo: Siegtreffer und Beispiel für Siegeswillen

Der Auftakt zum 3:2-Heimsieg des SV Heimstetten: Lukas Riglewski freut sich über das von ihm erzielte Führungstor im Heimspiel gegen DJK Vilzing. FOTO: GERALD FÖRTSCH

Rückpass weckt in Sebastiano Nappo den Jagdinstinkt – SV Heimstetten zeigt bedingungslosen Siegeswillen

Heimstetten – Wer sich dem jüngsten Erfolg des dauersiegenden SV Heimstetten nähern will, der kann dies natürlich über die drei Treffer tun – der Marke Führungstor, Traumtor und Siegtor zum 3:2-Endstand. Doch bezeichnender für dieses Bayernliga-Spitzenspiel gegen die DJK Vilzing ist einer andere, weit unscheinbarere Szene.

In der 78. Minute führt ein Abwehrspieler der Gäste die Kugel am Fuß und wird bedrängt von Sebastiano Nappo. Der Heimstettner spitzelt den Ball weg, der Verteidiger eilt hinterher, erreicht das Spielgerät und passt es sicherheitshalber zurück zum Torwart – doch so schnell gibt Nappo nicht auf. Als wäre der Ball ein Hase und er ein Windhund, jagt der 22-Jährige nun auf den Keeper zu – er, der sonst von Zweikämpfen eher wenig hält und eher zur Kategorie Filigranfußballer zählt.

Nappos Spurt bleibt in dieser Szene unbelohnt; kurz bevor er den Keeper erreicht, drischt dieser die Kugel weg. Und doch steht sein Einsatz symptomatisch für die Einstellung aller Heimstettner an diesem Tag, denen man den unbedingten Siegeswillen. „Kämpferisch war das sehr gut“, lobt Trainer Christoph Schmitt nach dem 3:2-Erfolg. „Ich denke, wir waren auch spielerisch den Tick besser.“

Wobei sein SVH zu Beginn eine Viertelstunde braucht, in der Vilzing das stärkere Team ist und Maximilian Riedmüller im Heimstetten-Tor zu zwei Paraden zwingt. Erst danach wachen die Platzherren auf, haben eine Riesen- und eine Halbchance durch Orhan Akkurt und Manuel Duhnke und gehen schließlich in Führung – durch eine prächtigen Freistoß, den Lukas Riglewski an den Pfosten setzt. Von dort prallt der Ball an den Torwart und weiter ins Netz zum 1:0 in einer hochklassigen Partie.

Der zweite Durchgang beginnt dann mit dem 65. Saisontor des SVH – dem bislang schönsten. Aus 50 Metern setzt Daniel Wellmann die Kugel ins Netz. „Eigentlich hätte uns dieses 2:0 Sicherheit geben müssen“, sagt Schmitt – mit Betonung auf dem ersten Wort. Denn nur drei Minuten später leistet sich Christoph Mömkes ein dummes Foul im Strafraum – „so darf er da nie hingehen“, ärgert sich der Coach. Der fällige Elfmeter landet im Tor, genauso wie kurz darauf ein von Peter Beierkuhnlein abgefälschter Schuss, sodass es plötzlich 2:2 heißt. Doch „das entscheidende Ding heute“, so Schmitt, fällt keine 60 Sekunden nach dem Ausgleich: Nach klugem Pass von Paul Thomik schiebt Nappo aus acht Metern überlegt ein – zum 3:2-Endstand.

Durch den Erfolg bleibt der SVH auch im 15. Spiel in Serie unbesiegt, verteidigt seine Tabellenführung und hat nun schon acht Punkte Vorsprung auf den nächsten aufstiegswilligen Verfolger, eben jene DJK Vilzing. Von daher können sie sich im Winter in Heimstetten langsam mal umhören, welche Preise ihr Buspartner für Auswärtsfahrten nach Illertissen, Burghausen oder Schweinfurt verlangt. Denn Stand jetzt ist es kaum vorstellbar, dass der SVH nächste Saison nicht in der Regionalliga spielt.

SV Heimstetten – DJK Vilzing 3:2 (1:0)

SVH: Riedmüller, Wellmann, Beierkuhnlein, Hintermaier, Mömkes, Thomik (77. Date), Duhnke, Regal, Riglewski (90. Krause), Nappo (90. Schäffer), Akkurt

Tore: 1:0 Riglewski (33.), 2:0 Wellmann (48.), 2:1 Trettenbach (51.; Foulelfmeter), 2:2 Dietl (65.), 3:2 Nappo (66.)

Schiedsrichter: Andreas Hummel (Betzigau) – Zuschauer: 175

Quelle: fussball-vorort.de

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