FCU vor Gastspiel in Memmingen

Seethaler: "Die werden volle Brause kommen"

Für Thomas Seethaler und den FC Unterföhring beginnt die Woche der Wahrheit. Foto: Buchholz

Unterföhring – Die Regionalliga lässt den FC Unterföhring einfach nicht zur Ruhe kommen. Nach dem größten Spiel der Vereinsgeschichte gegen den TSV 1860 München steht nun die Woche der Wahrheit an. Beginnend mit dem Nachholspiel (19 Uhr) beim FC Memmingen trifft das Schlusslicht nun in richtungweisenden Spielen auf die Nachbarn im Tabellenkeller.

Mit dem auf dem 17. Platz geführten FC Memmingen und kommenden Dienstag dem SV Seligenporten (18.) warten nun die beiden Teams, die direkt vor dem FCU stehen. Beide Klubs liegen derzeit drei Zähler vor Unterföhring und sorgen dafür, dass der zweite Relegationsplatz noch in Reichweite ist für die noch sieglosen Unterföhringer. Auch wenn Trainer Thomas Seethaler in der Vorrunde der Saison noch nicht von Endspielen sprechen möchte, so weiß er um die immense Bedeutung dieser sechs Tage. Zwischen den Abstiegsduellen geht es noch am Samstag nach Illertissen.

Memmingen besucht der FC Unterföhring diese Saison bereits zum zweiten Mal, nachdem der erste Anlauf am 18. August zur Halbzeit abgebrochen werden musste. Es gab eine Stunde Unterbrechung wegen eines Gewitters und anschließend war der Regen ob der starken Regenfälle nicht mehr bespielbar. Unterföhring hatte sich seinerzeit mit einem etwas glücklichen 0:0 in die Pause gerettet.

„Die werden volle Brause kommen“, sagt Seethaler, „weil sie es auch nicht anders können.“ Unterföhring wird dagegen wie in den jüngsten Partien erst einmal darauf konzentriert sein, defensiv gut zu stehen und nichts zuzulassen. „Und dann wäre es schön, wenn nicht gleich der erste Schuss des Gegners drin ist“, sagt Thomas Seethaler in Anspielung auf das Traumtor des TSV 1860 nach 30 Minuten gehobener Ratlosigkeit gegen das FCU-Bollwerk.

Nach dem großen Spiel klingelt beim Kassier noch immer die Kasse und bei den Spielern brummen die Schädel. Dominik Hofmann erlitt bei einem Kopfballduell eine Platzwunde, die später genäht werden musste. Michael Kain spürte sein Zweikampf-Andenken erst nach dem Spiel. Als das Adrenalin vom Spiel zurückging, wurde bei ihm ein Schleudertrauma festgestellt. Beide treten die zweite Memmingen-Reise nicht mit an.

Und Enrico Caruso darf sich freuen, den Platz als Nummer eins im Tor immer sicherer zu haben. „Wenn Daniel Sturm nach der Wiesn wieder da ist, muss er sich hinten anstellen“, sagt Seethaler. Mit Caruso ist er sehr zufrieden. Daniel Shorunkeh-Sawyerr, der aus disziplinarischen Gründen am Samstag kurzfristig aus dem Team genommen wird, bleibt diese Woche der zweite Mann. „Es gibt immer Wege zurück“, sagt der Trainer über die Chancen des Keepers auf seinen ersten Einsatz in der Regionalliga, „aber die Frage ist derzeit hypothetisch.“ 

Voraussichtl. Aufstellung: Caruso, Hofmaier, Brandstetter, Eder, Putta, Kostorz, Büchel, Sabbagh, Arkadas (Morou), Faber, Olwa-Luta.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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