Landesliga Südost

Enttäuschte Gesichter

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Statt gelb-schwarz jetzt in weiß-blau: Der SEF (am Ball Phillipp Urban) ist aus dem Tritt, der Verlust von Rang zwei rückt näher.

Beim SE Freising ist momentan einfach der Wurm drin. Gegen den TSV Kastl kamen die Lerchenfelder am Freitagabend nicht über ein 1:1-Remis hinaus und warten damit weiter auf den zweiten Sieg im Kalenderjahr 2019.

Freising  Die Frage des Abends war ja schon, wie die Domstädter auf die deutliche 0:3-Niederlage vom vergangenen Wochenende im Spitzenspiel gegen Wasserburg reagieren würden. Und die Hausherren reagierten durchaus mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, denn der erste Durchgang gehörte klar ihnen. Zwar verzeichnete der Gast die erste Chance der Partie, nach einem katastrophalen Abwehrversuch verhinderte Keeper Stefan Wachenheim gerade noch ein Eigentor, der Nachschuss klatschte dann an den Pfosten (9.). Das rüttelte den SEF wach. Von nun an stürmten die Plabst-Mannen mit Wut im Bauch auf das Gäste-Tor. Einzig: Der Ertrag stimmte nicht. Ein Fakt, der sich am Ende des Tages noch rächen sollte.

Zunächst wehrte Kastls Keeper Michael Endlmaier einen Schuss von Didier Nguelefack gerade noch ab (14.), ehe Freisings Offensiv-Neuzugang mit einem Drehschuss erneut im TSV-Schlussmann seinen Meister fand (16.). Nach 20 Minuten vergab Youngster Andi Manhart aus drei Metern die größte Chance des Tages, nur drei Minuten später konnten die Inntaler einen wuchtigen Schuss von Jonas Mayr gerade noch zu Ecke klären. Das 1:0 lag in der Luft, auch, als Andi Schredl kurz vor der Pause mit der Hacke knapp das Gehäuse verfehlte (39.). Ein SEF-Eigentor verhinderte Wachenheim noch vor dem Seitenwechsel (42.).

Nach gut einer Stunde schien sich das Blatt zu wenden. Kastl, bis dahin recht gut bedient mit dem 0:0, traute sich aus seiner Fünf-Mann-Verteidigung und ging sofort in Front. Eine Ecke wehrten die Freisinger zu zentral ab, den Abpraller wuchtete Sebastian Pietsch aus vollen Lauf in die Maschen (67.). Die Freisinger schienen zur Ritter von der traurigen Gestalt zu avancieren. In der ersten Halbzeit fehlte zur Krönung lediglich ein Treffer, nun drohten die Gastgeber erneut mit leeren Händen dazustehen. Doch zehn Minute nach dem 0:1 reichte es zumindest noch zum Ausgleich. Nach einem feinen Konter leitete Nureddin El Sayed das Leder weiter zu Andi Hohlenburger, der den Ball aus vollem Lauf in den Winkel zimmerte – 1:1 (78.).

Trainer Alex Plabst verstand die enttäuschten Gesichter seiner Truppe hinterher, relativierte das Remis aber recht schnell. Spielerisch könne er seiner Elf im Endeffekt keinen Vorwurf machen“, erklärte der Coach, der nach einer verletzungsbedingten Pause auf die Bank zurückgekehrt war. „Es ist einfach schwer gegen einen Gegner, der nur hinten drin steht“, so Plabst. „Aber so ist Fußball manchmal einfach.“ Der SEF hätte seine Chancen in der ersten Halbzeit aber auch einfach nutzen müssen.

Quelle: Merkur.de

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