FUSSBALL-LANDESLIGA

Senkrechtstarter und Sorgenkinder: Der SE Freising in der FT-Analyse

Spielszene mit Felix Fischer links.
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Auf ihn hält der Coach große Stücke: Der 19-jährige Felix Fischer (l.) ist ein Gewinner des ersten Saisondrittels.

Wo läuft’s? Und wo hakt’s noch? Das FT hat vor der Partie gegen den SSV Eggenfelden die einzelnen Mannschaftsteile des SE Freising unter die Lupe genommen.

Freising – Es ist bisher keine schlechte Saison für die Landesliga-Fußballer des SE Freising, aber auch keine wirklich brillante. Den Verantwortlichen war auch klar, dass die neue Runde kein Spaziergang werden würde. Vor der Heimpartie gegen den SSV Eggenfelden (Freitag, 20 Uhr), die Trainer Alex Plabst als eine von vielen „kleinen Endspielen“ bezeichnet, wirft das FT einen Blick auf die einzelnen Mannschaftsteile. Wo läuft’s? Und wo hakt’s noch?

Tor

Wenn es eine Konstante gibt bei den Kickern des SE Freising, dann ist es Torwart Patrick Negele. Musste er aber auch sein, denn eine andere Alternative stand Coach Alex Plabst lange nicht zur Verfügung. Zugang Maximilian Oswald hatte sich in der Vorbereitung verletzt, saß zuletzt jedoch wieder auf der Bank. Schullehrer Negele musste es also richten – und Freisings Torsteher ist einer der Garanten dafür, dass die Eintracht momentan auf dem sechsten Platz steht. Seine Paraden ließen heuer schon so manchen Gegner verzweifeln. Kuriosität am Rande: Als Ersatzkeeper stellte sich noch bis Ende August Mittelfeldspieler Sebastian Thalhammer zur Verfügung, hockte einige Spiele auf der Bank und stand in der Vorbereitung sogar mal zwischen den Pfosten.

Abwehr

Die große Baustelle vor der Saison schien die Defensivabteilung der Lerchenfelder zu sein. Zu Beginn der Runde war jedoch das Gegenteil der Fall. Denn Osaro Aiteniora, Michael Schmid, Jonas Mayr und Daniel Zanker harmonierten wunderbar und verteidigten – bis auf wenige Ausnahmen – wirklich klasse. Dann schlug aber das Verletzungspech zu. Plabst musste durchtauschen, Schmid spielte teilweise angeschlagen. Wichtig wäre es für die Freisinger, dass sie kontinuierlich auf die sichere Kette zurückgreifen können.

Mittelfeld

Die große Rochade gab es bisher im Mittelfeld, sich wirklich einspielen lassen konnte Trainer Plabst seine Elf nicht. Lange profitierten die Gelb-Schwarzen von der Unbekümmertheit von Neuzugang Sebastian Niedermayer, nun riss er sich gegen Landshut ein Außenband und wird länger fehlen. Auch der zweite Youngster, Selim Magat, konnte, sofern er denn spielte, tolle Akzente setzen. Doch auch er wurde immer wieder von Verletzungen aus der Bahn geworfen. Noch Anlaufschwierigkeiten hat außerdem Andi Manhart. Zu Beginn der Saison traf der Rückkehrer redlich, die lange Urlaubspause tat ihm dann aber nicht gut. Ebenfalls zu oft angeschlagen ist Domagoj Tiric: Mit seiner Physis und Technik kann er dem Freisinger Spiel guttun.

Fast blind verlassen kann sich Coach Plabst indes auf seinen Co-Spielertrainer Florian Bittner: Der hilft aus, wo er gebraucht wird, also auch mal in der Abwehrkette. Außerdem ist Bittner mit sechs Treffern Freisings fleißigster Torjäger.

Was von Rückkehrer Nikolai Davydov zu erwarten sein wird? Das werden die nächsten Wochen zeigen. Auf ihn hält Plabst jedenfalls große Stücke. Genauso wie auf Felix Fischer: Denn der U19-Aufsteiger war von Anbeginn gesetzt und enttäuschte nicht. Vielmehr trat Fischer auf, als würde er schon Jahre in der Landesliga spielen. Hart getroffen hat den SEF dagegen der Ausfall von Kapitän Florian Schmuckermeier: Nach einer Knorpel-OP ist unklar, wann der Edeltechniker wieder zurückkehren wird.

Angriff

Andreas Hohlenburger – und sonst nichts? So ähnlich kann man Freisings aktuelle Situation im Angriff beschreiben. Zu Beginn der Saison suchte Alex Plabst nach einem Stellvertreter für den nach wie vor angeschlagenen Offensivroutinier. Doch so wirklich fruchtete keine personelle Maßnahme – Luka Brudtloff etwa ist anzumerken, dass er sich an das Niveau in der Herren-Landesliga erst gewöhnen muss. Dann kam Hohlenburger zurück – und es schien, als wäre der Topstürmer niemals weg gewesen. Der „Hohli“ ist und bleibt im Angriff ein stetiger Unruheherd. Und auch wenn er mal nicht trifft, sorgt er doch immer für Gefahr und reißt Lücken für andere.

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