Nächster Rechtsstreit für den Aufsteiger

Türkgücü München: Streit mit Sararer eskaliert - es geht vor Gericht

Türkgücü München zieht vor Gericht. Sercan Sararer wird sich wahrscheinlich nicht kampflos ergeben.
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Türkgücü München zieht vor Gericht. Sercan Sararer wird sich wahrscheinlich nicht kampflos ergeben.

Das Echo auf die Ankündigung Sararers, den Verein im Sommer zu verlassen, hat nicht lange gedauert. Türkgücü München und der Topscorer treffen sich vor dem Arbeitsgericht.

München - Jetzt wird es wohl schmutzig enden. Türkgücü München und Sercan Sararer treffen sich vor dem Arbeitsgericht. Das gab der Verein am Freitagnachmittag per Pressemitteilung bekannt. Geklärt wird, ob die vom Drittligisten gezogene Option in Sercan Sararers Arbeitsvertrag gültig ist oder nicht. 

Türkgücü München gegen Sercan Sararer: Arbeitsgericht muss entscheiden

Am Dienstag gab der Klub die Vertragsverlängerung per Option mit dem türkischen Ex-Nationalspieler bekannt. Am Freitag meldete sich dann der Berater Sararers und kündigte dessen Abgang zum Saisonende an. Die Option im Vertrag sei unwirksam, dies habe auch der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bestätigt. 

Die Reaktion des Klubs ließ nicht lange auf sich warten. „Das Bestreben von Türkgücü München* ist es weiterhin, Sercan Sararer auch in der kommenden Saison zu halten“, sagt Geschäftsführer Max Kothny in einer Pressemitteilung des Vereins. „Das Arbeitspapier des Spielers, das die Option inkludiert, wurde bei Schließung des Vertrages mit Sercan und seinem damaligen Berater mehrfach ausgehandelt. Nachdem die Gegenseite bereits vor der Optionsziehung juristische Schritte eingeleitet hat, haben auch wir unsere juristischen Berater beiseite geholt und es läuft bereits ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht.“ 

Türkgücü München: Zweiter Gang vor Gericht in der ersten Saison im Profi-Fußball

Damit sind die Fronten wohl endgültig verhärtet. Selbst bei einem Erfolg vor Gericht ist schwer vorstellbar, dass der ehemalige Bundesliga*-Profi noch einmal das Trikot des Drittligisten tragen wird, aber eine Ablösesumme könnte generiert werden. Der Aufsteiger lässt in seiner ersten Saison im Profi-Bereich wenig aus und sorgt wieder einmal für Schlagzeilen.

Im vergangenen Sommer kam es zunächst zur medialen Auseinandersetzung mit dem 1. FC Schweinfurt 05 über die Rechtmäßigkeit der Türkgücü-Lizenz für die 3. Liga Hasan Kivran und sein Team sahen sich dann nicht mehr an die Abmachung gebunden, dass die „Schnüdel“ den bayerischen Startplatz im DFB-Pokal* bekommen und zog deswegen gegen den BFV vor Gericht. Nach einer einstweiliger Verfügung musste die Partie, die am Ende doch die Unterfranken gegen den FC Schalke 04 spielten, verschoben werden und es kam zum Rechtsstreit. 

Türkgücü München: Viele Schlagzeilen nach Schmidt-Entlassung und Derby gegen den TSV 1860 

Im Winter wurde dann relativ überraschend Trainer Alex Schmidt vor die Tür gesetzt. Nach einer Abrechnung von Vereinsseite konterte der neue Trainer Dynamo Dresdens und beklagte sich über die Einmischung Hasan Kivrans in die Aufstellung und dessen Launen. Rein sportlich hat der Klub und Nachfolger Serdar Dayat wenig Glanzpunkte gesetzt, spannend blieb es trotzdem. 

Nach dem Derby gegen den TSV 1860 platzte Löwen-Trainer Michael Köllner der Kragen. Er watschte die Türkgücü-Geschäftsführung als „Katastrophe“ ab, nachdem Kothny im Vorfeld den Anspruch untermauert hatte, die Blauen als zweite Kraft hinter dem FC Bayern* ablösen zu wollen. Für einen Verein, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Herzen der Münchner Fußball-Fans zu erobern, sind es in den ersten sieben Monaten im Profigeschäft vielleicht ein bisschen zu viele Nebenschauplätze. (Jörg Bullinger)

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Quelle: Merkur.de

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