Serge Yohoua schießt FCP zum Derbysieg

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Mann des Tages: Serge Yohoua erzielte zwei der drei Pipinsrieder Treffer im Derby gegen den Herausforderer TSV 1865 Dachau.

FC Pipinsried - Vor dem Landkreisderby zwischen dem FC Pipinsried und dem TSV 1865 Dachau wurde die Frage nach der Nummer Eins im Landkreis gestellt. Durch einen 3:2-Heimsieg hat der FCP diese Frage beantwortet, wenn auch nicht so deutlich, wie es mancher FCP-Fan erhofft hatte.

Bereits vor dem Anpfiff gab es für die vielen Zuschauer die erste Überraschung in der FCP-Arena. Serge Yohoua stand von Beginn an auf dem Feld. Noch vor dem Spiel hatte es von Pipinsrieder Seite her geheißen, dass ein Einsatz nach der Gehirnerschütterung aus dem Rosenheimspiel nicht möglich wäre. „Wir waren am Freitag zusammen beim Arzt und der hat gesagt, es bestehe kein Risiko, wenn Serge aufläuft. Es war mir wichtig, dass diese Entscheidung nicht von mir oder Serge getroffen wurde sondern von einem Fachmann“, erklärte FCP-Spielertrainer Tobias Strobl nach dem Schlusspfiff.

Für TSV-Coach Marcel Richter war diese personelle Variante zwar eine Überraschung, jedoch kein Grund für eine personelle Veränderung: „Ich habe zwar eigentlich nicht damit gerechnet, dass er auflaufen wird, aber wir hätten auch nicht anders gespielt wenn er nicht dabei gewesen wäre.“

Das Spiel begann mit einem Aufreger – und Yohoua stand gleich im Mittelpunkt. Nach einem Ball in die Tiefe legte sich der FCP-Stürmer den Ball am herauseilenden 65-Keeper Maximilian Mayer vorbei und ging zu Boden. Schiedsrichter Wolfgang Wallesch zeigte jedoch nicht auf den Punkt, sondern gab Yohoua die gelbe Karte wegen einer Schwalbe. Auch in der Folgezeit waren die Pipinsrieder die spielbestimmende Mannschaft, sie waren durch die langen Bälle auf die beiden Außen Dominik Schön und Giovanni Goia stets gefährlich. In der 25. Minute hatten die Anhänger des Gastgebers den Jubelschrei schon auf den Lippen, doch 65-Kapitän Alexander Weiser konnte sich in letzte Sekunde noch in einen Schuss von Giovanni Goia werfen und diesen erfolgreich blocken, nachdem Goia den Dachauer Linksverteidiger Wilson Onyemaeke im Strafraum ausgetanzt hatte und völlig frei vor dem Tor stand.

Doch nur fünf Minuten später war es dann doch soweit. Serge Yohoua holte sich das Leder an der Seitenlinie von Korbinian Wildgruber im Zweikampf und gewann anschließend auch das Eins-gegen-Eins-Duell mit Fabian Lamotte. Auch Dachaus Keeper Maximilian Mayer hatte dann bei seinem Schuss ins kurze Eck keine Chance.

Die Gäste aus der Landkreisstadt reklamierten allerdings auf Foulspiel an Wildgruber. „Für mich ist das ein klares Foul, das der Schiedsrichter pfeifen muss“, haderte auch 65-Coach Marcel Richter nach dem Schlusspfiff.

Der Schock bei den Dachauern über den Rückstand war noch nicht ganz verdaut, als wieder „Tor für den FC Pipinsried“ durch das Stadion hallte. Der Torschütze war erneut Serge Yohoua, der von Sebastian Fischer mit einem perfekten Chipball in den Rücken der Dachauer Abwehr in Szene gesetzt wurde.

Davon ließen sich die Richter-Schützlinge jedoch nicht aus dem Konzept bringen, sie kamen durch die erste nennenswerte Torchance zum Anschlusstreffer. Nach einer Flanke von Michael Hutterer setzte sich Florian Wolf energisch durch und traf mit einem platzierten Schuss ins lange Eck.

Auch nach dem Seitenwechsel versuchte der TSV weiter den Ausgleich zu erzielen. Die Pipinsrieder attackierten nur noch sehr spät, sie setzten auf Konter, in denen sie allerdings die letzte Konsequenz vermissen ließen.

Die erste Torchance nach dem Seitenwechsel hatte 65-Innenverteidiger Franz Hübl mit einem Kopfball nach einer Lippert-Ecke, der allerdings knapp am langen Pfosten vorbei ging. Gefährlicher wurde es dann, als Hübl im eigenen Strafraum nach einer Flanke von Dominik Schön in den Ball grätschte und das Leder damit an den Innenpfosten beförderte; hier hätte Maximilian Mayer keine Chance gehabt. Kurz darauf zappelte der Ball dann doch im Dachauer Tor. Nach einer Flanke des eingewechselten Junis Ibrahim gelang es Yohoua nicht, das Leder zu kontrollieren, und so ließ sich der mitaufgerückte Rechtsverteidiger Philip Grahammer die Chance nicht nehmen, er traf mit einem Schuss ins rechte Eck. Nun zogen sich die Pipinsrieder noch weiter zurück und Dachau agierte noch offensiver. Richter löste durch die Auswechslung von Wilson Onyemaeke die Viererkette auf und brachte den deutlich offensiveren Nicolas Walz. Die besten Chancen für die Dachauer hatten Florian Wolf (62.), Christian Doll (68./80.) und Hakan Karabudak (85.). Doch ein Treffer wollte den Dachauern nicht gelingen. In der 88. Spielminute keimte dann noch einmal Hoffnung beim Aufsteiger auf. Christian Doll schlenzte den Ball vom Strafraumeck ins lange Eck.

Die weiten Bälle des TSV brachten in der Nachspielzeit dann keinen weiteren Treffer und so bleibt der FC Pipinsried in der laufenden Saison weiter ungeschlagen.

Quelle: fussball-vorort.de

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