Pipinsried mit Remis in Hankofen

Serge Yohoua trifft in Unterzahl zum Ausgleich

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Platzierter Schuss ins lange Eck: Serge Yohouas Treffer bescherte dem FC Pipinsried ein Remis in Hankofen.

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried ist mit einem Punkt im Gepäck aus Niederbayern in den Landkreis Dachau zurückgekehrt.

Das Spiel in Hankofen endete 1:1-unentschieden – und es hatte einiges zu bieten. Zwei Tore, drei Ampelkarten und drei weitere gelbe Kartonagen sorgten für einen farbigen Samstagnachmittag im Maierhofer Bau-Stadion.

Die ausgeglichene Partie lebte von den Emotionen. So peitschten die Hankofener Fans ihre Mannschaft von der ersten Minute an nach vorne. Die größte Chance in der Anfangsphase hatte der Hankofener Zehner Tobias Richter mit einem Schuss aus zehn Metern, das Spielgerät zischte am langen Pfosten vorbei ins Toraus (20.). Besser machte es Michael Gröschl in der 31. Minute, er brachte seine Farben nicht unverdient in Führung. Nach einem Freistoß hinter den zweiten Pfosten bugsierten die Hausherren den Ball wieder zurück vor das Pipinsrieder Tor. Michael Gröschl zeigte sich humorlos, er drosch die Kugel aus kurzer Distanz unter die Latte. „Da haben bei uns gleich einige Spieler geschlafen. Dieses Tor hätte so nicht fallen dürfen“, kommentierte FCP-Sprecher Roland Küspert das 1:0 für die SpVgg.

Im direkten Gegenzug hätten die Pipinsrieder allerdings schon ausgleichen können. Arthur Kubica steckte den Ball auf Serge Yohoua durch, der ungehindert auf SpVgg-Keeper Maximilian Putz zulief. Doch der Hankofener Schlussmann bewies Nervenstärke, er parierte den Schuss aus sechs Metern mit einer tollen Parade. Und auch beim Nachschuss von Philipp Grahammer, der wohl ebenfalls gepasst hätte, war Putz mit einer Glanztat zur Stelle.

Kurz nach dem Seitenwechsel leistete sich FCP-Spielmacher Arthur Kubica einen Aussetzer. Der bereits Pipinsrieder verwarnte Gästespieler drosch den Ball, der ins Aus gegangen war, wütend weg, Schiedsrichter Ben-Erik Salb zögerte keine Sekunde und hielt dem Pipinsrieder erst den gelben und dann den roten Karton unter die Nase. „Das war eine saudumme Aktion von Arthur“, schimpfte Küspert. Doch die Pipinsrieder warf auch die Unterzahl nicht um. In der 59. Minute erzielte Serge Yohoua mit einem Schuss ins lange Eck den verdienten 1:1-Ausgleichstreffer.

Die Hankofener spielten zwar weiter energisch nach vorne, doch die Pipinsrieder verteidigten clever und ließen keine großen SpVgg-Chancen mehr zu. Nach den Gelbroten Karten gegen den Hankofener Matthias Lazar (72.) und den Pipinsrieder Philip Grahammer (83.) hätte der FCP das Spiel beinahe noch gedreht. Nach einem Freistoß von Ruben Popa köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Denny Herzig in der 87. Minute auf das Hankofener Tor, doch erneut blieb Keeper Putz im Duell mit dem Schützen Sieger; er hielt damit den Punkt für Hankofen fest.

In der Tabelle bleiben die Pipinsrieder im unteren Mittelfeld, allerdings beträgt der Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz nach wie vor lediglich einen Punkt.

Der von Zahnschmerzen geplagte FCP-Boss Konrad Höß schaute sich das Spiel nicht live an, angesichts der nervenaufreibenden Partie vielleicht gar keine so schlechte Idee. Am Ende freute sich Höß in der Ferne über das 1:1: „Das Team hat in Unterzahl gut gekämpft, meine Frau hat mich auf dem laufenden gehalten. Mit dem Punkt kann ich leben.“

Auch FCP-Coach Bernd Weiss war mit dem Spiel seiner Mannschaft in Hankofen zufrieden: „Wir haben spielerisch richtig gute Aktionen gehabt. Der Platzverweis von Arthur war natürlich etwas ungünstig und unüberlegt, aber auch danach hat die Mannschaft sich nicht unterkriegen lassen. In der Schlussphase hätten beide Mannschaften den Lucky-Punch noch landen können.“

Quelle: fussball-vorort.de

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