Dem Glück die Türe öffnen

SG Hausham will mit einem Sieg beim ASV Antdorf die Grundlage für die Relegation schaffen

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Spielt es noch mal, Knappen: Im Hinspiel setzte sich die SG Hausham – hier mit Benedikt Büchl (vorne) – mit 3:1 gegen den ASV Antdorf durch. 

Darf die SG Hausham – einen Sieg beim ASV Antdorf vorausgesetzt – über einen Relegationsplatz jubeln? Oder waren die Mühen der vergangenen Wochen umsonst, weil die um zwei und drei Punkte besser platzierte Konkurrenz auch ihre Aufgaben erfüllen konnte?

„Wir brauchen jetzt Glück. Sonst geht’s nicht“, erläutert Florian Fink die Ausgangssituation. Der frisch ins Amt gewählte Vize-Spartenleiter der SG hofft sogar noch auf den Hauptpreis in der Tüte. „Wenn’s optimal läuft, brauchen wir nicht einmal in die Relegation.“

Fink legt diesem Szenario die Auswertung der saisonalen Ergebnisse zugrunde. Und es stimmt: Gegen die drei Spitzenmannschaften – also den TSV Brunnthal, den ASV Habach und den Lenggrieser SC – gelang den Knappen heuer nicht einmal ein einziger Punktgewinn. Sechs Niederlagen also. Aber die mit den Haushamern abstiegsgefährdete Konkurrenz wurde in der Summe beider Ergebnisse niedergehalten. Dies heißt im Klartext, dass der TSV Otterfing, die SF Aying und der SV Miesbach bei Punktgleichheit mit den Spielern von SG-Trainer Hans Ostner schlechter gestellt sind. „Wir haben es selbst nicht mehr in der Hand“, weiß Fink, „aber dass alle drei für uns wichtigen Spiele gegen uns laufen, kann ich mir nicht vorstellen“.

Für das Unternehmen Sieg in Antdorf kann Ostner personell aus dem Vollen schöpfen. Der komplette Kader steht zur Verfügung. Aber dem war auch in der Vorwoche so gegen einen personell gebeutelten FC Real Kreuth. Entsprechend zeigten die Enterbacher auch keines ihrer besseren Spiele. Aber dies reichte, um den Haushamern ihre Leistungsgrenze aufzuzeigen. Das einzige Tor im Derby, das die SG somit weiterhin hoffen ließ, fiel nach einem Missverständnis in der Kreuther Abwehr – um nicht zu sagen nach einem dicken Patzer. Ein Querpass im Spielaufbau über den kompletten Platz an einer Stelle, wo keiner stand. Einwurf, gute Aktion von Lukas Grill, und dann das 1:0 (45.). Da war schon auch Glück dabei.

Verteilt auch der seit Wochen feststehende Absteiger ASV Antdorf ein Geschenk? Der TSV Otterfing, der mit dem Ligen-Dino nur remisieren konnte, und der Tabellenvierte DJK Waldram, der in der Vorwoche in der 79. Minute noch mit 2:3 zurücklag, erhielten keine. „Glück hat auf Dauer nur der Tüchtige“, wird gerne der frühere Feldherr Helmuth Graf von Moltke zitiert. Bevor die Haushamer also auf das Glück hoffen können, müssen sie selbst erst mal mit einem Sieg die Grundlage schaffen.

Quelle: Merkur.de

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