Mittenwald will Krün Schützenhilfe leisten

FCM peilt Coup gegen Spitzenreiter Bichl an – Andreas Zinn fordert ersten Grainauer Heimsieg

+
Nette Kollegen: Die Krüner Fußballer haben Thomas Sperer im Klinikum besucht. 

Chance verpasst, heißt es aus Oberauer Sicht nach den beiden Donnerstagsspielen in der A-Klasse 6 Die SG Oberau/Farchant kam über ein 2:2 gegen Söchering nicht hinaus.

Chance verpasst, heißt es aus Oberauer Sicht nach den beiden Donnerstagsspielen in der A-Klasse 6. Die SG Oberau/Farchant kam über ein 2:2 gegen Söchering nicht hinaus. An diesem Wochenende hat Krün von den Topmannschaften auf dem Papier die einfachste Aufgabe, gastiert beim immer noch sieglosen SV Eschenlohe.

SG Oberau/Farchant –
SV Söchering 2:2 (0:0)

Schiedsrichter: Lukas Seider (Oberammergau). – Zuschauer: 100. – Tore: 0:1 (47.) Guggemoos, 1:1 (76.) Wagner, 1:2 (81.) Guggemoos, 2:2 (86.) Bäuerle.

Unbefriedigend – dieses Attribut fand Sebastian Schmölzl am treffendsten für das Ergebnis vom Donnerstagabend. Das galt gar nicht so sehr der Leistung seiner Elf. Die betrieb zwar wieder einen Chancenwucher, spielte sonst aber sehr ordentlich. Dieses 2:2 passte dem Coach nicht. „Zwei Tore, dazu sieben saugute Chancen – wir belohnen uns nicht für den Aufwand, den wir betreiben“, murrt er. Im ersten Abschnitt sah er seine Mannen „total überlegen“. Nur ins Tor haben sie nicht getroffen. Mit einer Ausnahme, aber da wollte Referee Lukas Seider eine Abseitsposition ausgemacht haben. „Niemals“, sagt der Trainer und beruft sich auf günstig postierte Zuschauer. Die Oberauer ihrerseits mussten beim Gegentor zum 1:1 den hohen Abseitsverdacht mit Grollen runterschlucken. Doch das Team schüttelte die „vielen Nackenschläge“ ab, kam durch Marcus Wagners Lupfer und später über eine gelungene Freistoßfinte durch Korbinian Bäuerle jeweils zum Ausgleich. Sebastian Korthals verpasste in der Nachspielzeit das Siegtor, aber auch Söchering hatte zuvor die Chance vergeben, den Spielverlauf komplett ad absurdum zu führen.

SV Eberfing –
SV Eschenlohe 3:1 (1:1)

Schiedsrichter: Walter Hendlmaier (Starnberg). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 (11.) Spensberger (Handeflmeter), 1:1 (38.) Schorer, 2:1 (51.) Zahler, 3:1 (58.) Ammer

Es ist schon ein wenig überraschend, dass der weiterhin sieglose SV Eschenlohe das Ende der Tabelle ziert. Coach Thomas Hesse sucht selbst nach Ursachen: „Uns ist nicht klar, warum wir Trainingsleistungen und individuelle Qualität nicht auf den Platz bringen.“ Ein möglicher Ansatz ist die durch die Langzeitausfälle entstandene Kluft in puncto Verantwortung. „Die einen trauen sich nicht, andere wollen es erzwingen.“ Zumindest die Gegentore wären „alle vermeidbar“ gewesen. Der anfängliche Handelfmeter, weil Stephan Hopfensberger den Ball bestenfalls gestreift habe. Die neuerliche Führung für Eberfing resultierte aus einem Befreiungsschlag der Gastgeber, der durch die Eschenloher Abwehrkette flutschte. Und beim 3:1 verwandelte Sebastian Ammer einen Eckball direkt ins kurze Toreck. So kam der SVE nicht über den Treffer durch Florian Schorer hinaus, der nach Doppelpass durchs Mittelfeld und anschließender Hereingabe zwischenzeitlich ausgeglichen hatte. In einer Phase, in der die Gäste das Spiel im Griff hatten: „Aber danach haben wir wieder aufgehört“ – Hesse versteht momentan die Welt nicht mehr.

SC Eibsee-Grainau –
ASV Habach II

Andreas Zinn redet nicht lange um den heißen Brei herum: „Der erste Heimsieg muss her.“ Punkt. Der allerdings wird nur mit den entsprechenden Lehren aus den bisherigen Versuchen zu realisieren sein. Auswärts habe sein Team stets gute Leistungen gezeigt, betont Zinn. „Aber daheim waren wir nie allein auf Fußball fokussiert.“ Was dem Coach ein wenig Sorgen bereitet, ist die im Vergleich zur Vorsaison deutlich längere Ausfallliste an Trainings- und Spieltagen. Diesmal fehlt Zinn mit Markus Masur, Markus Maurer, Christoph Elsner und Thomas Bilz ein Quartett an Stammkräften. Zudem hat sich Valentin Sedlak einen Kreuzbandriss zugezogen. Auch Tormann Can Thiele ist verhindert. Zinn muss also selbst in den Grainauer Kasten. Dem Aufsteiger aus Habach hätte Zinn vor der Saison noch versichert, dass es am Eibsee für ihn definitiv nichts zu holen geben wird. „Aber die Entwicklungen zuletzt stimmen nachdenklich.“

SV Eschenlohe –
SV Krün

Thomas Hesse bringt die Vorzeichen auf einen einfachen Nenner: „Die Favoritenrolle haben wir nicht.“ Prinzipiell freut sich der Eschenloher Trainer auf das Kräftemessen mit Krün, weil seine Mannschaft in der Vorsaison die Gegner aus der oberen Tabellenregion allesamt bezwingen konnte. Aktuell scheint der SVE dazu allerdings nicht in der Lage. Hesse blickt mit Argwohn auf das Klassement. „Noch ist die Tabelle eng beisammen.“ Doch weiß der 34-Jährige auch, dass sie nach einem gewissen Zeitraum immer mehr an Ausdruckskraft erlangt. „Wir versuchen, dass wir nicht zwei Spiele vom rettenden Ufer entfernt sind.“

Ganz anders sehen die Planungen in Krün aus. „Zielsetzung sind ganz klar drei Punkte“, fordert Tom Mürnseer. Man werde „schnelle Balleroberungen anstreben und den Eschenlohern „von Beginn an Druck geben“. Klar kennt Mürnseer die Gefahr des unterschätzten Underdogs. Seine Kicker dürften nicht „leichtsinnig“ mit der Aufgabe umgehen und den Fehler begehen, „nicht konsequent genug“ zu arbeiten. Mürnseer stellt nach der schwerwiegenden Verletzung von Thomas Sperer das System um, lässt fortan mit zwei Spitzen agieren. So kommt neben Thomas Albrecht der junge Moritz Frank zum Einsatz. Stefan Kautecky hat sich derweil in den Urlaub verabschiedet.

SV Uffing II –
SV Eberfing

Kaum eine andere Mannschaft kann in Sachen personeller Fluktuation mit der Uffinger Reserve mithalten. Mussten in der Vorwoche Altgediente um Ex-Trainer Markus Fastl den Spielbericht auffüllen, sinkt dieses Mal der Altersdurchschnitt vor dem Heimspiel gegen den SV Eberfing ganz erheblich. Florian Neuner kündigt eine „brutal junge Mannschaft“ an, die einem „besseren Gegner“ dieser Spielklasse Paroli bieten werde. Auf dessen Stärken um den angeschlagenen Martin Plonner oder Neu-Torjäger Sebastian Ammer schert sich Neuner wenig. „Wir sind daheim und machen unser eigenes Spiel“. Daran ändert auch das Fehlen von Routinier Wolfgang Gutsmiedl nichts.

FC Mittenwald –
SF Bichl

Immer wieder die Mittenwalder Personalien – diesmal allerdings in positiver Hinsicht. Helmut Schug konnte es selbst kaum fassen. „Nur zwei Ausfälle, das hat es die gesamte Saison noch nicht gegeben.“ Logisch, dass sich der Trainer über das üppige Angebot aus seinem Kader freut. Lediglich die Offensivkräfte Jan Kunze und Christian Hornsteiner müssen passen, darüber hinaus ist Tim Hocker leicht angeschlagen. Aber Vorsicht: Zuletzt waren die Resultate der Mittenwalder seltsamerweise antizyklisch zur Ausfallliste. Mit wenig Personal gab’s viele Punkte. Und: Vor eigenem Publikum haben weitreichende Erfolge auf sich warten lassen. „Wir sind die drittschlechteste Heimmannschaft“ – diese Statistik nimmt Schug ein wenig ungläubig zur Kenntnis. Primäres Ziel der Isartaler an diesem Sonntag: die Fußballer aus der Nachbargemeinde Krün in deren Bestrebungen in Richtung Wiederaufstieg unterstützen. „Wir werden versuchen, den SV Krün an die Spitze zu bringen.“ Dass dieses Vorhaben gegen den aktuellen Spitzenreiter über die Bühne geht, stört Schug nicht. „Wenn wir hinten gut stehen, können wir Bichl Schwierigkeiten bereiten.“ Zumal deren Torjäger Sigi Zauner seit der Partie in Grainau ausfällt. „Mit ihm hat Bichl eine sehr gute Mannschaft, ohne ihn nur eine gute“ – das ist eine Analyse der Marke Schug.

SG Oberau/Farchant –
SV Ohlstadt/Grafenaschau

Sebastian Schmölzl kennt die Parole für die nächsten Wochen. „Nach zwei Unentschieden müssen wir jetzt daheim nachlegen, wenn wir bei der Musik bleiben möchten.“ Ein Sieg würde freilich für Stimmung am Gießenbach sorgen. Schmölzl warnt vor dem Gegner. Ohlstadt habe eine „kampfstarke Truppe“ und durch den Sieg über Antdorf „neue Energie“ erhalten. Zudem ist fraglich, ob die Stamm-Stürmer Sebastian Korthals und Michael Burger mitwirken können. Hingegen stehen die Talente Tim Maihofer und Michael Scharpf wieder im Kader.

Am Boschet hat man den Kunstrasen als mögliches Übel ausgemacht. „Das ist ein anderes Pflaster, sind wir nicht gewohnt“, räumt Tobias Fischbach ein. Seine Elf sei auf ihrem Weg, eine Einheit zu werden, noch im Anfangsstadium. Die nötige Passgenauigkeit und mangelnde Tiefe im Spiel auf Kunstrasen erschwere den Prozess. Dennoch könnte nach dem Sieg über Antdorf eine „gewisse Lockerheit“ greifen. „Die Jungs sollte gemerkt haben, dass sie von uns ziemlich wenig Druck bekommen“, sagt Fischbach.  or

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Meistgelesen

Goldbrunners Tore krönen den Auftritt
Goldbrunners Tore krönen den Auftritt
Eigentor des Geburtstagskindes kostet SV Lohhof den Sieg
Eigentor des Geburtstagskindes kostet SV Lohhof den Sieg
Denklingen im Glück: Gegner verwandelt Elfmeter und bleibt trotzdem torlos
Denklingen im Glück: Gegner verwandelt Elfmeter und bleibt trotzdem torlos
Altenstadt gewinnt in Weil: „Hatten 90 Minuten die Kontrolle“
Altenstadt gewinnt in Weil: „Hatten 90 Minuten die Kontrolle“

Kommentare