Befreiungsschlag für den SCF

Mit sieben Knallern aus dem Keller

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Eine symptomatische Szene: Bruck jubelt, Dinkelsbühl schleicht davon.

SC Fürstenfeldbruck - Mit einem Paukenschlag ist dem SC Fürstenfeldbruck ein Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller der Landesliga gelungen. Nach einem 7:2 (5:1)-Kanterheimsieg über den Vorletzten aus Dinkelsbühl haben sie die Abstiegszone hinter sich gelassen.

Die Partie war nach elf Minuten bereits entschieden. Mehr Effektivität vor dem Tor hatte Trainer Tarik Sarisakal von seinen Schützlingen gefordert. Die Spieler hatten offenbar zugehört. Denn effektiver als der SCF in den ersten 20 Minuten kann kaum eine Elf agieren: Viermal tauchten die Brucker gefährlich vor dem Dinkelsbühler Kasten auf, viermal klingelte es. Die Gäste, die staubedingt verspätet in Bruck angekommen waren, wirkten völlig von der Rolle. Was Sarisakal in die Karten spielte: „Wir waren von der ersten Minute an präsent.“

Die Folge des hellwachen Auftretens: Es war noch keine Minute gespielt, da jubelten die rund 100 Zuschauer – darunter 50 Asylbewerber, die kostenlos ins Stadion an der Klosterstraße durften – das erste Mal. Nach einer Ecke von Michael Dietl lag die Kugel plötzlich hinter der Linie. Als Torschütze wurde offiziell Kapitän Fabian Meinberger benannt. Sarisakal glaubt jedoch, dass Dietl den Eckstoß direkt verwandelt hat. Wer auch immer der tatsächliche Schütze war, die Dinkelsbühler waren wie versteinert. Der SCF konnte praktisch nach Belieben schalten und walten. „Das frühe Tor war heute der Dosenöffner“, sagte Sarisakal.

Der überragende Marian Knecht, der am Ende auf vier Treffer kam, und (erneut?) Dietl sorgten nach nur elf Minuten bereits für das vorentscheidende 3:0. Die einzige Gästechance bis dahin vereitelte SCF-Keeper Maximilian Knobling mit einem Blitzreflex beim Stand von 2:0. „Das war wichtig, damit hat er uns im Spiel gehalten“, lobte Co-Trainer Michael Westermair den Schlussmann. Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Knobling beim 1:4 auf der Linie klebte und damit seinen Vordermann Julius Ostarhild in die Verlegenheit brachte, ein Eigentor zu erzielen. Noch vor der Pause stellte Mohenned Al-Dulaimi aber den alten Vier-Tore-Abstand wieder her. Und hätte der SCF im zweiten Durchgang einige Situationen etwas konsequenter zu Ende gespielt, dann wäre sogar ein zweistelliger Erfolg drin gewesen.

Aber auch so war Sarisakal am Ende hochzufrieden: „Die Stürmer haben gut rochiert, dadurch sind die Dinkelsbühler Verteidiger nicht in die Zweikämpfe gekommen.“ Die ganze Mannschaft habe sich taktisch gut verhalten. Ein Sonderlob gab es außerdem für Denis Teschke, der in seinem zweiten Spiel nach längerer Verletzungspause einen deutlichen Aufwärtstrend zeigte und zu einem Dreh- und Angelpunkt im Brucker Spiel wurde.

Quelle: fussball-vorort.de

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