Sieg übertüncht eine schwache zweite Halbzeit

- Ohlstadt - Gleich zum Rückrundenauftakt traf der SV Ohlstadt auf den SV Wackersberg- Arzbach und somit auf die Mannschaft, die vom ehemaligen Trainer Peter Kramer betreut wird. Kein Spiel wie jedes andere also für beide Teams, auch unter dem Aspekt, dass der SVO zum Saisonauftakt in Wackersberg beim 6:1 ein wahres Feuerwerk abgebrannt und die Gäste gleich ans Tabellenende schickt hatte, von dem sie sich bis dato nicht so richtig lösen konnten. Mit dem 3:2 (3:0) entschieden die Platzherren auch den zweiten Vergleich für sich, doch diesmal war es erheblich knapper.

<P> "Die drei Punkte sind das Entscheidende", waren sich die beiden Trainer nach dem Spiel einig. Sie sagten zwar beide das Gleiche und meinten doch jeweils etwas vollkommen anderes. Denn während SVO-Übungsleiter Stefan Schwinghammer zumindest mit dem Ergebnis zufrieden sein konnte, herrschte Niedergeschlagenheit bei Peter Kramer. "Wir haben die Anfangsphase verpennt", so der Ex-Ohlstädter, "und das mussten wir büßen. Die zweite Halbzeit gehörte ganz klar uns, doch entscheidend ist, dass wir wieder mit leeren Händen nach Hause fahren müssen."<BR><BR>Die Phase, die Kramer meinte, fand bis zur achten Spielminute statt. Bis zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:0 für die Gastgeber. Michael Reißl (3.) und Pierre Schröfele (8.) brachten Ohlstadt durch erfolgreich abgeschlossene Konter in Führung. "Das war genau das, was wir angesprochen hatten und worauf wir aufpassen wollten", war Kramer stocksauer, "und auf dem Platz ist dann alles wie weggeblasen." Als Markus Reißl in der 24. Spielminute durch einen abgefälschten Schuss auch noch auf 3:0 erhöhte, schien die Partie gelaufen - mancher träumte wohl schon von einem ähnlichen Schützenfest wie beim Hinspiel.<BR><BR>Doch die zweite Hälfte stand ganz im Zeichen der Gäste. Klaus Heller verkürzte nach einer Unachtsamkeit in der Ohlstädter Hintermannschaft auf 1:3 (51.). Anschließend war es fast ein Spiel auf ein Tor - auf das des SVO, der sich nur schwer aus der Wackersberger Umklammerung befreien konnte. Eine der wenigen Möglichkeit besaß Michael Reißl, dessen schöner Distanzschuss jedoch haarscharf am linken Pfosten vorbeistrich. Die Wackersberger marschierten weiterhin in Richtung Ohlstädter Gehäuse und stemmten sich mit Vehemenz gegen die drohende Niederlage.<BR><BR>Wäre der Anschlusstreffer zum 2:3 (90.) durch den eingewechselten Hans Wiedemann nicht erst in der Schlussminute gefallen, für die Platzherren wäre es noch einmal eng geworden. Kurz zuvor hatte Albrecht wegen Reklamierens die Rote Karte gesehen. "Mit der zweiten Halbzeit bin ich absolut unzufrieden, da haben wir zu wenig getan", schimpfte Schwinghammer, "am besten haken wir das Spiel schnell ab."<BR> </P>

Quelle: Merkur.de

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