Haching lässt zwei Punkte liegen

Siegesserie der Hachinger gerissen

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Gedenken an die Opfer des Terrors in Paris: die Hachinger Spieler während einer Trauerminute.

Die Siegesserie der SpVgg Unterhaching ist gerissen. Im ersten Heimspiel der Rückrunde mussten sich die Hachinger ausgerechnet gegen Abstiegskandidat TSV Rain/Lech mit einem 1:1 zufriedengeben. Es war ein Spiel der verpassten Möglichkeiten.

Hätte die SpVgg nur die Hälfte ihrer guten Torchancen genutzt, wäre am Samstag nach 90 unterhaltsamen Minuten ein klarer Sieg zu Buche gestanden. Doch diesmal kam es anders als so oft in den letzten Wochen. Nach mäßigem Start in die Partie gegen einen bissigen und zuweilen hart agierenden Gegner wollte der Ball einfach nicht über die Linie. Dass nach dem 0:1-Rückstand aus der 30. Minute in der zweiten Halbzeit wenigstens noch der Ausgleich fiel, mussten die Gastgeber schließlich zufrieden zur Kenntnis nehmen. „Wir haben zwei Punkte liegenlassen, ganz klar“, sagte Mittelfeldspieler Maximilian Nicu folgerichtig, „zum Glück ist noch das 1:1 gefallen, sonst wäre das Ergebnis ein Skandal gewesen.“

Auch der 32-jährige Routinier hatte seinen Anteil am Nachmittag der vergebenen Chancen, als er in der 42. Minute das Kunststück fertigbrachte, den Ball aus drei Metern am leeren Tor vorbeizuschieben. „Dafür gibt es keine Entschuldigung“, sagte er nach dem Abpfiff, „der muss natürlich drin sein.“ Nicu war aber nicht der Haching lässt zwei Punkte liegen einzige Glücklose gegen den Aufsteiger, der die Hachinger schon mit dem 2:0 im Hinspiel geärgert hatte. In der schwachen Anfangsphase hatten schon Winkler mit einem Freistoß und Steinherr mit einem Kopfball das Tor knapp verfehlt. Das 0:1 durch Müller wirkte kurz danach wie eine Ohrfeige. Der Gästestürmer tankte sich durch die Hachinger Abwehr und schob dann auch noch Torhüter Stefan Marinovic aus spitzem Winkel den Ball durch die Beine. Noch vor der Pause verfehlten Rosenzweig, Taffertshofer freistehend per Kopf aus wenigen Metern und schließlich Nicu das Rainer Gehäuse. Wenigstens über die Leistung der zweiten Halbzeit gab es keine Diskussion.

„Am Anfang haben wir dem Gegner die Räume überlassen, dann haben wir es aber besser gemacht“, analysierte auch Trainer Claus Schromm das folgende Geschehen. „Wir müssen halt die Dinger reinmachen, dann gehen wir mit Sicherheit als Sieger vom Platz.“ Allerdings setzte Steinherr, nachdem er den Gästetorhüter schon ausgespielt hatte, den Ball zunächst ans Außennetz (48.), kurz danach bei einem Schuss aus 16 Metern an den Pfosten (53.). Auch der eingewechselte Einsiedler zielte aus der Drehung knapp vorbei (64.). Die Erlösung brachte schließlich der eingewechselte Nicolas Hinterseer. Nach einem schönen Pass stocherte er den Ball im Nachsetzen endlich über die Linie.

Für den 20-jährigen Österreicher war es im sechsten Joker-Einsatz schon der vierte Saisontreffer, zuletzt hatte er sein Team vor drei Wochen beim 2:1 gegen Aschaffenburg nach 0:1-Rückstand mit einem Doppelpack bereits vor einer Heimpleite bewahrt. „Besser als gar nichts“, befand Hinterseer das Unentschieden, „immerhin haben wir den einen Punkt noch geholt. Wenn man vorne die Chancen nicht nutzt, kriegt man meistens hinten einen. Wenn wir vorher ein Tor machen, geht das Spiel wahrscheinlich ganz anders aus.“ Unterm Strich blieb diesmal aber nur ein Zähler. Trainer Claus Schromm fand das gar nicht so tragisch: „Nach so einem Spielverlauf muss man auch mal mit einem Punkt leben können.“

Quelle: fussball-vorort.de

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