So sieht Hachings Rettungsplan aus

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Claus Schromms Mannschaft muss gewinnen.

SpVgg Unterhaching - Bleiben Hachings Fußballer drittklassig? Am Samstag um 13.30 Uhr (in der Konferenz im BR) tritt die Mannschaft um Trainer Claus Schromm zum letzten Saisonspiel be...

SpVgg Unterhaching - Bleiben Hachings Fußballer drittklassig? Am Samstag um 13.30 Uhr (in der Konferenz im BR) tritt die Mannschaft um Trainer Claus Schromm zum letzten Saisonspiel bei RW Erfurt an.

Für die Thüringer ist die Partie bedeutungslos, für die Oberbayern geht es um die Existenz. Doch was muss passieren, damit der Coup gelingt? Die tz erklärt den Hachinger Rettungsplan.

Welches Ergebnis brauchen die Bayern?

Haching (39 Punkte) ist Drittletzter, steht auf dem ersten Abstiegsplatz. Mit einem Remis in Erfurt wäre das Aus besiegelt. Sportlich benötigt die SpVgg also einen Sieg – und Schützenhilfe. Gewinnt Dresden gegen Rostock (41) und/oder Chemnitz bei Mainz II (41), würde Haching die Saison mit 42 Zählern auf Platz 16 oder 17 beenden. Spielen Mainz II und/oder Rostock Unentschieden, wäre das Torverhältnis ausschlaggebend. Gäbe es selbst hier einen Patt, würde der direkte Vergleich der Teams über den Ligaverbleib bestimmen. Hier wäre in beiden Fällen Haching der Sieger. „Es wird ein schwieriges Spiel“, so Hachings Lucas Hufnagel zur tz. „Aber wir werden alles in die Waagschale werfen.“ Sicher abgestiegen sind Regensburg (28) und Dortmund II (36). Aber: Sollte Haching verlieren und der BVB II siegen, würden die Bayern noch auf den vorletzten Platz rutschen.

Wer ist fit?

Elf Hachinger Akteure stehen in Erfurt nicht zur Verfügung. Vor allem in der Abwehr muss Trainer Schromm improvisieren. Neben Jonas Hummels, Sascha Herröder, Fabian Götze und Markus Schwabl fehlen Kapitän Mario Erb (Muskelfaserriss), U20-Nationalspieler Thomas Hagn (Grippe) und Andreas Volk (Schlag aufs Sprunggelenk). Hinzu kommen die Ausfälle von Sascha Bigalke, Stefan Haas, Stefan Marinovic und Simon Ollert. „Wir werden wohl sieben A-Junioren-Spieler im Kader haben und hoffen, dass uns das Benzin nicht ausgeht“, sagt Schromm.

Wieso reicht Haching eventuell sogar der drittletzte Platz?

Sportlich wären die Bayern im Fall eines Nicht-Sieges oder bei ausbleibender Schützenhilfe abgestiegen. Wenn allerdings ein anderer Drittligist aus wirtschaftlichen Gründen abmelden müsste, würde der Drittletzte der Dritten Liga den Zuschlag erhalten. Deshalb erwartet der SpVgg-Trainer eine Topleistung. Aktuell deutet zum Beispiel vieles darauf hin, dass Zweitliga-Absteiger Aalen die Dritte Liga nicht finanzieren kann und in die Vierte Liga runtergehen würde. Davon könnte Haching profitieren. Präsident Manni Schwabl glaubt auch, dass andere Drittligisten Schwierigkeiten haben könnten: „Da schwelt, glaube ich, mehr als wir denken.“

Wann entscheidet sich die Zukunft der SpVgg?

Am Donnerstag um 15.30 Uhr. Dann ist nicht nur in Aalen Tag der Abrechnung, sondern auch in Haching. Kann die SpVgg keine angemessenen Sicherheiten vorweisen, erhält sie keine Zulassung für die Dritte Liga. Aktuell fänden diesbezüglich noch Gespräche statt, sagt Schwabl. Zu viel Optimismus will er nicht verbreiten. Derzeit wisse er selbst nicht, ob man die Auflagen des DFB erfüllen könne. Zwar helfe der Betrag von 145.000 Euro (Toto-Pokal-Sieg + DFB-Pokalteilnahme), doch Schwabl sagt auch: „Das ist nur ein kleiner Teil dessen, was wir für die Auflagen brauchen.“ Mental sei der Erfolg im Verbandspokal jedoch wichtig gewesen, so Trainer Schromm. „Außerdem ist das vielleicht für den einen oder anderen Spieler ein Anreiz zu bleiben.“

Wie geht es personell weiter?

Schromm wird auch nächste Saison Trainer der ersten Haching-Mannschaft sein, und zwar ligaunabhängig. Bayerns U17-Trainer Heiko Herrlich, den die SpVgg bereits vor Wochen als Sommerzugang vermeldet hatte, wird nicht kommen. Bei den Spielern hängt viel vom Samstag ab. Denn: Kein Hachinger hat einen Vertrag für die Regionalliga. Und: In Liga drei haben nur Kenny Redondo, Alon Abelski, Danilo Dittrich, Pascal Köpke (alle Juni 2016), Hagn, Eric Lickert, Dominik Widemann und Ollert (alle Juni 2017) längerlaufende Verträge. Doch das blendet Schromm noch aus. Für Samstag wünscht sich der Trainer erstmal, „dass der Herrgott wieder ein bisschen auf uns runterschaut.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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