Weltcup-Start in Sölden kommt für Marlene Schmotz zu früh

Schmotz: „Nicht auf Biegen und Brechen“

Auf den Weltcup-Auftakt in Sölden verzichtet Marlene Schmotz nach ihrem Kreuzbandriss vorerst noch. Foto: Peter Kornatz
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Auf den Weltcup-Auftakt in Sölden verzichtet Marlene Schmotz nach ihrem Kreuzbandriss vorerst noch.

An diesem Wochenende starten die Alpinen in Sölden in die neue Weltcup-Saison. Marlene Schmotz aus Fischbachau verzichtet nach ihrem Kreuzbandriss noch auf eine Teilnahme.

Sölden/Fischbachau – An diesem Wochenende beginnt in Sölden der Weltcup-Winter der Alpinen, aber es ist anders als in den vergangenen Jahren. Keine Skirennläuferin aus dem Landkreis wird am Start sein. Ungewöhnlich, schließlich war das erste Rennen der Saison aus Landkreis-Sicht immer ein Highlight.

Viktoria Rebensburg (SC Kreuth) gehörte im Riesenslalom immer zu den Sieganwärterinnen. 2019 startete auch Marlene Schmotz (SC Leitzachtal) zum ersten Mal in Sölden. Doch Rebensburg hat ihre Karriere beendet, und Schmotz wird am Wochenende nicht um Weltcup-Punkte kämpfen.

„Es war schon länger klar, dass Sölden einen Tick zu früh kommt“, sagt die 26-Jährige aus Fischbachau. „Das ist ein schwieriges Rennen, und ich muss mich nicht auf Biegen und Brechen runterstürzen.“ Neuneinhalb Monate ist es her, dass sich Marlene Schmotz beim Slalom in Zagreb einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hat. Für die Fischbachauerin war es die dritte schwere Verletzung nach einem gebrochenen Sprunggelenk und einem Kreuzbandriss im anderen, dem linken Knie.

Auf die Verletzung in Zagreb folgten Reha und Aufbautraining. 201 Tage dauerte es, bis Schmotz wieder auf Skiern stand.

Ende November will Schmotz in Levi starten

Eine lange Zeit, aber die Fischbachauerin geht die Dinge weiter positiv an. „Ich sage mir immer: Step by step“, meint sie. „Jetzt geht es mir gut, ich kann mich nicht beschweren.“

Schmotz war glücklich, dass sie im September im Trainingslager im schweizerischen Saas Fee dabei sein konnte. „Momentan bin ich im Slalom-Aufbau. Ich muss mich einfach peu à peu wieder hinarbeiten, dann wird das schon wieder.“ Ihr Ziel ist es, Ende November beim Slalom in Levi zu starten. „Das müsste ich auch hinkriegen.“

Natürlich waren die Umstände ihrer Reha und der Saisonvorbereitung besonders. Aber Marlene Schmotz spürt durch Corona keine großen Einschränkungen. „Klar, wir müssen uns an die Hygienevorschriften halten. Ich denke, die Tests werden uns noch eine Zeit lang verfolgen. Aber bis auf das ist alles recht normal.“

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