Zweite Garde hofft auf Kadernominierung

SVO bei Deutschen Meisterschaften erfolgreich

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Vizemeister: Toni Tremmel (M.) war im Slalom Zweiter. Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier (l.) und DV-Cheftrainer Wolfi Maier übernahmen die Siegerehrung.
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Gute Ergebnisse fuhr Lukas Wasmeier in Garmisch-Patenkirchen ein.
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Auch am Start war Marinus Sennhofer vom SC Kreuth. Er schied im Slalom im ersten Durchgang aus. Der 17-Jährige gehört dem Nationalkader II an.
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Grund zum Strahlen hat Leni Schmotz nach dieser erfolgreichen Saison.
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Auf Wiedersehen: Die Kader- Trainer Michaela Schmotz (hinten r.) und Klaus Ertl (vorne M.) entließen die Talente des Jahrganges 2003 ins Erwachsenen-Lager. 

Für die Athleten des Skiverbands Oberland verliefen die Deutschen Meisterschaften in Garmisch-Partenkirchen erfolgreich. Nun warten die Nachwuchsfahrer auf die Veröffentlichung der Nationalkader.

Garmisch-Partenkirchen – Auch wenn am Oberjoch im Oberallgäu am kommenden Wochenende noch zwei FIS-Rennen anstehen, sind die Wettkämpfe der alpinen Skirennfahrer mit den Deutschen Meisterschaften in Garmisch-Partenkirchen für diesen Winter nun zu Ende gegangen. Für die Weltcup- und Europacup-Starter Victoria Rebensburg (SC Kreuth), Marlene Schmotz (SC Leitzachtal) und Toni Tremmel (SC Rottach-Egern) eine zweifelsfrei erfolgreiche Saison. Wohin aber geht die Reise für die zweite Garde aus dem Skiverband Oberland (SVO)?

Dass Schmotz, Tremmel, Martina Willibald (SSC Jachenau) und Klaus Pföderl (SC Lenggries) in Garmisch-Partenkirchen noch zum Ausklang den Mannschaftstitel im Parallel-Slalom für den SVO erkämpften, ging beinahe etwas unter. Es war schon genug gefeiert worden. Wie berichtet, wurden Schmotz und Tremmel Deutsche Meister in der Super-Kombination. Im Riesenslalom wurde die Fischbachauerin Vizemeisterin, der Rottacher war zweitbester Deutscher im Slalom.

Auch Lukas Wasmeier vom SC Schliersee stand im Werdenfelser Land auf dem Podest. Er wurde Dritter in der Kombination und war dem Zweiten Tremmel hier dicht auf den Fersen. Zudem war Rang acht im Super-G für den Riesenslalom-Spezialisten ein starkes Resultat. In der Summe aber wird der 24-Jährige, der keinem Kader angehört, auch im kommenden Winter wohl hauptsächlich bei FIS-Rennen starten und ab und an im Europacup.

Den Europacup hat Paula Flamm von der SG Hausham nicht im Blick. Auch wenn die 18-Jährige auf dem Garmisch-Partenkirchner Gudiberg einen hervorragenden zehnten Rang im Slalom eroberte. Mit der Bundeswehr als Arbeitgeber wird Flamm versuchen, in der U20-Wertung nach vorne zu rücken.

Das ist auch das Ziel von Philipp Schmid. Der 19-jährige Holzkirchner vom TSV Hartpenning war bei den Deutschen Meisterschaften sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom mit guten Zwischenzeiten unterwegs, schied aber in beiden Rennen aus. Und die seit Februar verletzte 17-jährige Franziska Schelle (SC Kreuth) will zum Saisonauftakt vor allem eines: wieder fit sein.

Auch Marinus Sennhofer vom SC Kreuth hat mit der Bundespolizei in Bad Endorf, wo er frisch angeheuert hat, einen Geldgeber, der den Wintersport fördert. Gerade 17 Jahre alt geworden, blickt der Kreuther auf einen intensiven Winter zurück. Trainiert doch der Nationalkader II, dem Sennhofer und Schelle angehören, im Stützpunkt Garmisch-Partenkirchen.

Den steinigsten Weg geht Simon Nantschev vom SC Rottach-Egern. Und ohne den Förderverein Schneesport Tegernseer Tal, der mit Jakub Malczewski einen Trainer für eine achtköpfige Truppe aus dem SVO und dem Inngau mitfinanziert, für die der Nachwuchs-Bonus der U20 weggefallen ist und die keinem Kader angehören, wäre Nantschev wohl nur noch Hobbyfahrer. Mit fünf Platzierungen im Mittelfeld zwischen den Rängen 15 und 24 hat der Rottacher am Gudiberg nun aber gezeigt, was in ihm steckt.

Nun warten die Nachwuchsfahrer des Jahrgangs 2003 auf die Veröffentlichung der Nationalkader II und III. Die besten Chancen im SVO haben Deutschlands Nummer Eins Sophia Zitzmann (SC Gaißach), Lara Klein (SC Lenggries/3.), Marlies Oberlechner (SC Kreuth/5.), Helene Auracher (SZ Neuhaus/13.), David Erlacher (SC Rottach-Egern/15.), Florian Schelle (SC Kreuth/17.) und Felix Juse (SC Kreuth/20.). Wenn sich ein Teil von ihnen auch bei den FIS-Rennen der Erwachsenen durchsetzt, kann der Skiverband Oberland bei der Stützpunktvergabe wieder den Finger heben und mit Berchtesgaden, Garmisch-Partenkirchen und dem Ostallgäu konkurrieren.

ko

Quelle: Merkur.de

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