Mit Kalbsbraten ins erste Rennen

Konsti Schad startet in WM

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Wieder angreifen will Konstantin Schad (l. bei seiner sechsten Weltmeisterschaft.

Konstantin Schad startet am Donnerstag in seine sechste WM. Die kulinarische Vorbereitung für das erste Rennen war perfekt: Mama Nicole kocht für die deutsche Nationalmannschaft.

Park City – Viele Rennen hat Konstantin Schad heuer noch nicht bestritten. Genauer gesagt zwei Europacups und zwei Weltcups. Doch gleich im ersten Wettkampf der Saison Ende November hatte sich der Snowboardcrosser aus Fischbachau mit dem Sieg sein Ticket für die Weltmeisterschaft in Park City (USA) gesichert. Es ist bereits seine sechste WM-Teilnahme. Gut zwei Monate später ist es nun soweit: Am Donnerstagnachmittag (17.40 Uhr MEZ) bestreitet der 31-Jährige die Qualifikation.

„Der Kurs ist nicht optimal“, sagt Schad nach dem ersten Training. „Die Linkskurven liegen mir nicht so ganz mit meiner Fersenkante.“ Er ist als Goofy-Fahrer im Nachteil, da bei ihm der rechte Fuß in Fahrtrichtung vorne steht. Beim Großteil der Fahrer (Regular) ist es anders rum. So lagen auch in Park City bislang andere vorne. „Da kommt die Italiener-Bande mit der Zehenkante und geht an mir vorbei.“ Schon den letzten Weltcup vor der WM in Cervinia gewann der Italiener Emanuel Perathoner. Aber auch Schad schaffte es ins Finale und wurde Sechster. „Da muss ich mir noch überlegen, was ich mache.“

Das müssen allerdings auch die WM-Veranstalter im Solitude Mountain Resort. „Hier gibt es ein paar Kuriositäten“, sagt Schad. „Die Pistenraupe ist kaputt und ein paar Sprünge müssen sie noch abtragen. Aber das werden sie schon hinkriegen.“ Kurios ist auch, dass die erste Medaille bereits am Freitag bei den Snowboardcrossern vergeben wird, während die WM offiziell erst am Samstag beginnt. „Es ist ein bissl schade, dass wir die Eröffnungsfeier verpassen, weil’s bei Olympia auch schon so war“, sagt der Fischbachauer. Snowboardcross ist eben eine Randsportart, damit hat sich Schad abgefunden.

Und der Verband Snowboard Germany zählt nicht zu den wohlhabendsten. Das zeigt sich in Park City wieder einmal an der Unterbringung. „Wir wohnen unten im Tal, nicht oben bei den geldigen Teams“, erzählt Schad. Der Verband mietete ein Haus für 13 Personen, doch dann stellte sich die Verpflegungsfrage. „Die Skicrosser haben Simon Stickl, da mussten wir uns auch was überlegen.“ Skicrosser Stickl beendete 2015 mit 27 Jahren seine Karriere und begann eine Koch-Lehre im Freihaus Brenner. Nun hat der DSV den Wiesseer für das Skicross-Team verpflichtet.

Aber auch die Snowboarder müssen nicht hungern. „Wir konnten meine Mama motivieren“, verrät Schad. „Und die hat schon richtig gut performt.“ Nicole Schad zauberte unter anderem Hühnersuppe und Kalbsbraten für die deutsche Nationalmannschaft. „Ich werde sie hoffentlich zu guten Leistungen dopen“, sagt Nicole Schad und lacht.

Wie gut, wird sich am Donnerstag in der Quali zeigen. Am morgigen Freitag steht das Rennen und am Sonntag das Team-Event an. Ob Konstantin Schad hier dabei ist, entscheidet sich am Freitag. „Wir haben beschlossen, dass die Besten fahren.“ Da diesmal Mixed-Teams an den Start gehen und die Deutschen nur zwei Fahrerinnen haben, können nur zwei der vier Männer teilnehmen. „Wenn die Besten fahren, ist das gut so.“ Und vielleicht ist Schad ja darunter. Schließlich hat er sich als erster Deutscher für die WM qualifiziert.   

jpa

Quelle: Merkur.de

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