BCF: Ab sofort mit vielen kleinen Murböcks

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Vom Mittelfeld in die Innenverteidigung zieht BCF-Coach Andi Brunner Michael Miedl (N. 17) zurück, denn für eine tragende Rolle in der Zentrale fehlt dem 30-Jährigen derzeit die Form. Für Miedl rückt Lech Kasperek (li.)

Wolfratshausen – Im Spiel eins ohne Karl Murböck erweitert BCF-Trainer Andreas Brunner den Kreis der Führungskräfte. Passend dazu kehrt gegen den FC Pipinsried (Samstag, 14.30 Uhr, Isar-Loisach-Stadion) Franz Demmel ins Farcheter Tor zurück.

Die Causa Murböck war in den ersten Tagen nach der Verletzung des Kapitäns beherrschendes Thema an der Kräuterstraße. Laut Brunner telefonierten einige Mitspieler mit dem Lenggrieser, „einige haben ihn besucht“. Die Willenserklärung des Trainers, mit Murböck „ständig Kontakt zu halten“, ändert freilich nichts an der Tatsache: Der BCF muss lange Zeit ohne seinen Leader auskommen. Erste Konsequenz: „Wir haben besprochen, die Verantwortung auf mehrere Spieler zu verteilen.“

Murböcks Vertreter im Mittelfeld steht in der Person von Lamine Guèye längst fest. Farchets Übungsleiter erhofft sich auch mental eine Fortentwicklung des 19-Jährigen, der bislang der Kickerei nicht unbedingt die höchste Priorität beigemessen hat. „Lamine sollte sich mehr am Fußball orientieren, weil er jetzt fester Bestandteil der Mannschaft ist.“ Den jüngsten Trainingseifer Guèyes wertet Brunner als positives Indiz. Jetzt hofft der 44-Jährige, der Schäftlarner möge seine geplante zweimonatige Sprachreise nach Frankreich tunlichst in die Winterpause legen, um für die Vorbereitung auf das Frühjahr verfügbar zu sein. Als positives Beispiel nennt Brunner die „erstaunliche Trainingsqualität“ von Franz Fischer und Marley Amanquah, die unter ähnlichen Umständen zu Stammspielern reiften. „Warum soll das bei anderen Spielern nicht genauso passieren?“ Guèyes Partner gegen Pipinsried ist nicht wie gewohnt Michael Miedl, sondern Lech Kasperek. Brunner reagiert damit auf die derzeitige Formschwäche Miedls. Der 30-Jährige wird zunächst in der Innenverteidigung beginnen und später im Wechselspiel mit Kasperek agieren, weil letzterer nach Jahren in der zentralen Defensive die neue Aufgabe „über 90 Minuten läuferisch nicht bewältigen“ kann.

Der FC Pipinsried kommt mit der Empfehlung eines souveränen 2:0-Erfolges gegen Pullach. Allerdings hat Brunner im Zuge seiner Spionagetour „keine optimale Umschaltbewegung in beide Richtungen ausgemacht“. Der BCF-Coach ist überzeugt, die Mannschaft von Marco Küntzel „ist in der Defensive verwundbar“. Das galt zuletzt aber auch für den BCF, der vor einem richtungsweisenden Match steht. Vier Zähler fehlen auf Platz eins, doch der Abstand zum Niemandsland ist ebenfalls überschaubar.

VON OLIVER RABUSER

BCF Wolfratshausen: Demmel – S. Kluge, J. Taffertshofer, Miedl, Rauch, Panholzer, L. Karperek, Guèye, Pratz, Amanquah, Fischer; Klinkmüller, Jell, Akgül, Greimel, Scheck, Aydin

Quelle: fussball-vorort.de

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