Das starke Stück vom Wochenende

Sommer-Zeit auf Schwaiger Art

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Umjubelter Torschütze: Sechsmal ließ es Vincent Sommer (2. v. r.) krachen. Es gratulieren (v. l.) Mikey Straßer, Maxi Hellinger, Raffi Ascher und Mario Simak. 

Der Schwaiger Youngster Vincent Sommer blüht gegen Scheyern richtig auf und trifft sechsmal. Sechs Tore in einem Spiel - für ihn keine Neuheit.

Schwaig– So funktioniert die Umstellung aufSommer-Zeit auf Schwaiger Art: Die Kreisliga Fußballer des FC schenkten der Konkurrenz aus Scheyern neun Treffer ein, sechs davon erzielte ein 19-Jähriger namens Vincent Sommer.

Ein Unbekannter ist er schon lange nicht mehr. Bereits gegen den BC Uttenhofen hatte der Youngster, der in der Jugend bei der SpVgg Altenerding und der JFG Sempt Erding gespielt hat, in dieser Saison sechsmal getroffen. Und sein Torhunger ist noch lange nicht gestillt. Wir sprachen mit dem vermutlich größten Fußballtalent im Landkreis.

Herr Sommer, sechs Tore, das hatten wir heuer doch schon mal gegen Uttenhofen. Was war diesmal anders?

Das Spiel gegen Scheyern war dem in Uttenhofen sehr ähnlich. Wir hatten bis auf die ersten zehn Minuten das Spiel immer im Griff, und vieles lief nach den ersten beiden Toren einfach von selbst.

Was war am Sonntag Ihr schönstes Tor?

Das letzte Tor. Da kam ein hoher Ball in die Mitte. Den habe ich mit Rechts mitgenommen, bin an zwei Verteidigern noch vorbei und habe ins lange Eck getroffen. Am Sonntag ist mir halt auch alles gelungen.

Wenn Sie treffen, dann selten nur einmal. Wie kommt’s?

Der erste Treffer gegen Scheyern ist ziemlich früh gefallen. Das war gut fürs Selbstvertrauen. Das pusht immens.

Sind Sie bei engen Spielständen zu nervös.

Nein, wirklich nicht. Ich bin nie aufgeregt, wenn ich vor dem Tor stehe. Ich hatte heuer auch schon Spiele, in denen ich nur einmal getroffen habe, zum Beispiel in der Vorrunde gegen Kirchdorf.

Apropos Kirchdorf. Sie hätten einige Ihrer Scheyern-Tore wohl lieber in Kirchdorf erzielt.

Natürlich. Die 1:2-Niederlage war schon ärgerlich. Wir haben uns dort alle schwer getan. Der KSC-Platz ist sehr klein. Und wir waren schon etwas überrascht, dass die Kirchdorfer so stark aufgetreten sind.

Beinahe hätten Sie gegen Scheyern auch noch ein siebtes erzielt. Der Torwart war schon geschlagen. Dann hätten sie Ihren alten Torrekord gebrochen. Ärgert Sie das?

Das ärgert mich nicht, ich bin mit den sechs Toren mehr als zufrieden. Und ganz nebenbei: Ich habe schon sieben Mal getroffen. Das war bei einem Vorbereitungsspiel in der Jugend der SpVgg Altenerding.

Sie sind noch A-Jugend-Spieler und werden vielleicht Torschützenkönig. Hätten Sie sich das vor der Saison träumen lassen?

Das hätte ich nie gedacht. In meinem ersten Herrenjahr war das Wichtigste für mich, Spielminuten zu sammeln und mich einfach an die körperliche Härte und das Tempo zu gewöhnen. Dass es mit dem Tore schießen so gut klappt, freut mich sehr.

Was sind die größten Unterschied zu den Verteidigern in den Jugend-Bezirksoberligen?

Eindeutig das Körperliche. Im Herrenbereich wirst du anders rangenommen. Das sind bisher aber nie böse Fouls gewesen. Die meisten Verteidiger sind halt schon sehr erfahren, handeln klüger und begehen halt notfalls ein taktisches Foul. Aber wie gesagt: Die hauen dich nicht von hinten um, sondern zupfen kurz am Trikot.

Und trotzdem schießen Sie Ihre Tore. Wo sind Ihre Stärken, wo können Sie sich noch verbessern?

Ich denke, meine größte Stärke ist der Abschluss – mit Links und mit Rechts. Was ich noch verbessern muss, ist das Spiel gegen den Ball. Und mein Kopfballspiel ist eher ausbaufähig.

Sie sind 19. Die Fußballkenner im Kreis trauen Ihnen viel zu. Wo möchten Sie mal spielen?

Das Maximalziel ist die Regionalliga. Das peile ich an.

Die Angebote höherklassiger Vereine dürfte es ja jetzt schon geben. Bleiben Sie beim FC Schwaig über die Saison hinaus?

Ja, es gab Angebote von höherklassigen Vereinen. Namen werde ich hier aber nicht nennen. Ist eh egal, denn ich werde nächste Saison definitiv weiter in Schwaig spielen

In der Kreisliga oder Bezirksliga? Der SVA Palzing ist neun Punkte weg. Holt Ihr das noch auf?

Das kommt ganz auf Palzing an. Wichtig ist erst mal, dass wir unsere Hausaufgaben machen und die Punkte holen. Das Highlight wäre natürlich ein Entscheidungsspiel am letzten Spieltag um Platz eins gegen Palzing.

Letzte Frage für alle, die auch irgendwann mal sechs Tore schießen: Wie feiert man das? Muss man den Vorlagengebern was ausgeben, oder ist es anders rum?

Da müsste ich der ganzen Mannschaft was spendieren. Zwar haben mich Maxi Hellinger und Raffi Ascher ganz besonders eingesetzt, aber es waren alle beteiligt. Die Frage hat sich aber am Sonntag nicht gestellt. Der Wirt hat einen Kasten Bier spendiert.

Quelle: Merkur.de

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