SV Warngau gewinnt zum zehnten Mal in Folge

Spannung in der A-Klasse: Wer wird Herbstmeister?

Durchgesetzt hat sich einmal mehr der SV Warngau (in Grün). Auch gegen den SV Waakirchen-Marienstein gab es einen Sieg – den zehnten in Folge. 
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Durchgesetzt hat sich einmal mehr der SV Warngau (in Grün). Auch gegen den SV Waakirchen-Marienstein gab es einen Sieg – den zehnten in Folge. 

Der SV Bayrischzell ist in dieser Saison noch ungeschlagen, der SV Warngau hat zum zehnten Mal in Folge gewonnen. Wer von beiden wird Herbstmeister?

Landkreis – Der Kampf um die Herbstmeisterschaft bleibt spannend. Erst legte der SV Warngau mit einem Sieg gegen den SV Waakirchen vor, und tags darauf zog der SV Bayrischzell mit einem Dreier beim SV Arget nach. „Die sitzen uns schwer im Nacken“, sagt SVB-Trainer Sebastian Schmid respektvoll zum punktgleichen SV Warngau. „Aber es hat doch was für sich, wenn es so eng an der Spitze zugeht.“

SV Arget – SV Bayrischzell 1:5 (1:3)

Tore: 0:1 (9.) Wiedmann, 0:2 (29.) Fess, 0:3 (38.) Müller, 1:3 (44.) Blaschko, 1:4 (77.) Fess, 1:5 (85.) Wiedmann.

Mit dem Selbstbewusstsein von elf ungeschlagenen Begegnungen in Serie traten die Bayrischzeller beim SV Arget an. Und die Truppe hielt Wort. „Wir haben das Spiel über 90 Minuten kontrolliert“, analysierte SVB-Trainer Sebastian „Wacco“ Schmid. „Eigentlich ging es nur um die Höhe des Sieges.“ Er ärgerte sich sogar über den Ehrentreffer der Platzherren. „Das Tor war unnötig.“ Zu diesem Zeitpunkt aber stand es bereits 3:0. Einen Spieltag vor der Vergabe der Herbstmeisterschaft kann der SV Bayrischzell zwei Spitzenwerte vermelden. Heuer noch nie verloren und mit Benedikt Fess den Liga-Torjäger in den Reihen.

SV Warngau – SV Waakirchen-M. 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 (20.) Novkovski, 2:0 (47.) Novkovski.

Der SV Warngau hat seine Serie fortgesetzt und auch gegen den SV Waakirchen-Marienstein gewonnen. Mit einem 2:0 holte die Elf von Trainer Daniel Mayer aus den letzten zehn Spielen alle 30 Zähler. „Das war ein hart umkämpftes Spiel“, meint Warngaus Torhüter Michael Sonnleitner. Die Warngauer waren gleich zweimal nach Standards erfolgreich. Filip Novkovski veredelte jeweils auf Vorlage von Benjamin Stadler. Kurz vor Schluss hatte Waakirchen die Chance zum Anschluss, doch Sebastian Giglberger vergab einen Handelfmeter und verletzte sich beim Nachschussversuch schwer an der Schulter. „Wenn wir bei den Standards effektiver gewesen wären, wäre was drin gewesen“, sagt Waakirchens Coach Vincent Lechner. „Das war eine bittere Niederlage.“

SV Miesbach II – TSV Schliersee 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 (33.) Csordas, 0:2 (60.) Simsch, 0:3 (65.) Dabic (FE).

Die Reserve des SV Miesbach findet in dieser Saison nicht in die Spur. Auch gegen den TSV Schliersee mussten die Kreisstädter eine deutliche Niederlage hinnehmen. „Uns fehlt einfach die Cleverness“, sagt Miesbachs Trainer Stefan Feicht. „Darum war die Niederlage gerechtfertigt.“ 0:3 hieß es am Ende gegen die Schlierseer, die mit dem Sieg Anschluss an die Tabellenspitze halten. „Wir haben lange gebraucht, um ins Spiel zu finden“, sagt Schliersees Sportlicher Leiter Patrick Quinz. Nach einer guten halben Stunde nutzte Daniel Csordas einen Fehler und brachte Schliersee in Front. „Eigentlich wären wir mit einem 0:0 in die Halbzeit gegangen“, gibt Quinz zu. Nach dem Seitenwechsel traf Martin Simsch zum 2:0 – wieder nach einem Fehler in der Hintermannschaft. Feicht: „Wer die Defensive so vernachlässigt, braucht sich nicht wundern.“

TSV Bad Wiessee – SG Baiernrain/Dietramszell 2:2 (1:0)

Tore: 1:0 (5.) Bogovic, 2:0 (83.) De Souza Vaz, 2:1 (89.) Müller (FE), 2:2 (90.+3) Portenlänger.

Der TSV Bad Wiessee hat beim 2:2 gegen die SG Baiernrain/Dietramszell eher zwei Zähler verloren als einen Punkt geholt. Bis zur 89. Minute führten die Wiesseer mit 2:0. Dann folgten ein Strafstoß und ein Freistoß an der Eckfahne und die Gäste kamen zum Ausgleich. „Die haben nie aufgegeben und viel reingeworfen“, sagt TSV-Coach Jürgen Welker. „Uns hat einfach die Cleverness gefehlt.“ Daher sei die Punkteteilung verdient. Mit der Leistung seiner Mannschaft aus der ersten Halbzeit ist Welker jedoch zufrieden. „Da haben wir gutes Pressing gespielt und uns viele Chancen erarbeitet.“ Allerdings hadert er mit der Chancenverwertung. „Das zieht sich schon über mehrere Wochen. Darum stehen wir zurecht, wo wir stehen.“

SV Parsberg – FC Real Kreuth II 6:1 (2:1)

Tore: 1:0 (29.) P. Harzer, 1:1 (31.) Quercher, 2:1 (38.) P. Harzer, 3:1 (62.) Zbytek, 4:1 (67.) L. Harzer, 5:1 (70.) P. Harzer, 6:1 (84.) Zbytek.

Der SV Parsberg hat mit 6:1 auch gegen den FC Real Kreuth II einen deutlichen Sieg eingefahren. Damit haben die Parsberger nach der DJK Darching II auch den zweiten direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt geschlagen. Überragender Mann aufseiten des SV war Peter Harzer, der drei Tore beisteuerte. „Wir haben und das Leben in der ersten Halbzeit selber schwergemacht“, sagt Parsbergs Trainer Robert Niggl. Nachdem sich zu Beginn Sebastian Blöchinger schwer verletzte, brauchten die Parsberger Zeit, um sich zu fangen. Die Überlegenheit des SV wuchs aber. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Fußballspielen eingestellt“, sagt Kreuths Trainer Stefan Strobl. „Jetzt geht’s darum, das Spiel abzuhaken.“ Am Donnerstag steht das Nachholspiel gegen den SV Miesbach II an.

SC Wall – TSV Irschenberg 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 (1.) Schumacher, 2:0 (84.) Schumacher.

Vier gelb-rote Karten hatte der Schiedsrichter in Wall zu vergeben. Eine echte Nagelprobe für einen 14-Jährigen. Trotzdem befand der SCW-Coach Josef „Bobby“ Bernöcker, dass die Begegnungen nie unfair abgelaufen war „Ein bisserl hitzig manchmal. Mehr aber nicht“ Die mit fünf Niederlagen in Serie krisengeschüttelten Gäste lagen bereits nach 50 Sekunden mit 0:1 zurück, fanden dann aber gut in die Partie. Nach dem Wechsel versäumten es die Waller trotz guter Chancen, das 2:0 nachzulegen. Erst nach einer schönen Diagonalvorlage besiegelte Dominik Schumacher das Schicksal der Irschenberger.

TSV Hartpenning – DJK Waldram II 5:1 (1:0)

Tore: 1:0 (7.) Noderer, 2:0 (54.) Zinsbacher, 3:0 (63.) Sanftl, 3:1 (66.) Weißhaupt, 4:1 (76.) Zellermayer, 5:1 (85.) Müller.

Der TSV Hartpenning hat gegen die Reserve der DJK Waldram von Beginn an eine konzentrierte Leistung gezeigt und mit 5:1 gewonnen. Der TSV ging nach sieben Minuten in Front. Lukas Noderer drückte einen Abpraller von der Latte über die Linie. „Dann haben wir uns bis zur Halbzeit ausgeruht“, sagt TSV-Coach Werner Klinke. Erst danach zogen die Hartpenninger das Tempo wieder an. Florian Zinsbacher und Johannes Sanftl erhöhten auf 3:0. Auch der Anschlusstreffer der Waldramer änderte nichts an der Überlegenheit des TSV.

SF Fischbachau – DJK Darching II 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 (6.) Kaffl, 2:0 (23.) Isenmann 2:1 (68./Elfmeter) Nöscher.

Dass die Partie in den abschließenden 20 Minuten noch einmal zu kippen drohte, hatten sich die Fischbachauer selbst zuzuschreiben. „Wir haben alles richtig gemacht aber versäumt, das 3:0 nachzulegen“, ärgerte sich Josef Kellerer. Der Platzherren-Trainer sprach damit die gefühlt 100 Chancen an, die nach der 2:0-Führung vergeben wurden. Alleine nach dem Seitenwechsel wurden drei 1:1-Situationen mit dem DJK-Schlussmann in das Gras gesetzt. Als nach einem langen Schlag ein Verteidiger unsanft klärte, kam Darching per Elfmeter zum 1:2. „Da hast du dann bis zum Pfiff ein ungutes Gefühl“, so Kellerer. „Aber am Ende hat es doch noch gepasst.“ 

emi/ko

Quelle: Merkur.de

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