U19-Außenseiter gewinnen Sparkassenpokal-Finale sensationell gegen Bezirksoberligisten

SG Wildenroth gewinnt Cup-Finale gegen Favorit Oberweikertshofen

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Erstmals geht der Sparkassencup nach Wildenroth, wo die SpVgg federführender Verein der Spielgemeinschaft mit dem TSV Moorenweis ist.

Im Finale des Sparkassen-Cups der U19 gab es eine echte Überraschung: Die SG Wildenroth sichert sich im Elfmeterschíeßen gegen den SC Oberweikertshofen den Pokal.

VON PETER LODER

Aich – Nach 90 schweißtreibenden Minuten, einer zehnminütigen Nachspielzeit und einem nervenzerfetzenden Elferschießens war die Sensation perfekt: Wildenroths und Moorenweis’ kombinierte U19-Talente haben die favorisierten Serienpokalsieger aus Oberweikertshofen in die Knie gezwungen. Ein Zwei-Klassen-Unterschied war beim Sparkassencup-Finale in Aich in keiner Phase erkennbar. Während der SCO als Nummer eins dieser Altersklasse im Landkreis die Punktspielsaison in der Bezirksoberliga mit dem Klassenerhalt gerade noch so im Schlussspurt geschafft hat, spielen Wildenroths Nachwuchskräfte bei der noch nicht beendeten Kreisklassen-Saison keine Rolle mehr im Meisterrennen.

Dafür setzten sie beim Pokalfinale Maßstäbe. Allen voran Zweifach-Torschütze Adrian Breiner, der einen 0:2-Rückstand wettmachte und seine Elf, die jeweils zur Hälfte aus Wildenrother und Moorenweiser Spielern besteht – mit dem Ausgleich in der Schlussphase der regulären Spielzeit ins Elferschießen brachte. Zuvor hatten Timo Ritter und Alessandro Ferrara für vermeintlich klare Verhältnisse gesorgt. Doch kaum war SCO-Manager Uli Bergmann zur Halbzeit in Aich eingetroffen, war’s mit der Herrlichkeit seiner Talente vorbei. Mit viel Herzblut hielt Wildenroth dagegen – und Luka Marcetic im Kasten alles, was zu halten war. Sehr zur Freude seinen sichtlich stolzen Vaters: Branko Marcetic hatte erst vor wenigen Wochen als Trainer der Moorenweiser Männer-Elf den Aufstieg in die Kreisliga geschafft. Der Junior hielt dann auch im Elferschießen zweimal die Bälle fest. Wobei Trainer Helmut Sauter tags zuvor beim Abschlusstraining mit weisem Weitblick noch mal ein Extra-Elfer-Einheit angesetzt hatte.

Das Finale unter der Leitung von Schiri-Talent Hirad Aurahman (Puchheim) wurde überschattet von der schweren Verletzung des Oberweikertshofeners Bastian Weikenstorfer. Das Offensiv-Talent, das schon für den Bezirksliga-Kader der Männer vorgesehen ist, musste nach einem Zweikampf mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss in die Klinik. Und das ausgerechnet auf dem Platz, wo er das Fußballspielen gelernt hat: Weikenstorfer ist wie sein besorgt auf den Rasen eilender Vater ein Urgewächs des FC Aich.

Auf dem Weg ins Finale hatte Wildenroth bereits Top-Teams die den SC Fürstenfeldbruck (2:0), Olchings JFG Amperspitz (ebenfalls im Elferschießen) und Althegnenbergs Spielgruppen-Meister ausgeschaltet.

Quelle: Merkur.de

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