Dank jahrelanger Routine von Organisator Weber

Spaß mit Bande und Futsalball beim ATSV Kirchseeon

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Zweikampf an der Eglhartinger Bande zwischen B-Junior Sebastian Walter (ASV Glonn, r.) und seinem Gegenspieler von der JFG Salzburg, Aaron Jung.

Für ihn ist es während der Hallensaison zur Normalität geworden: Werner Weber kürte am vergangenen Wochenende wieder vier Sieger der Hallenserie des ATSV Kirchseeon. An diesem Wochenende steht er wieder in der Turnhalle – und kann es seit Kurzem noch mehr genießen.

Kirchseeon – Den Posten des Jugendleiters beim ATSV Kirchseeon hat Weber schon vor 28 Jahren übernommen. Trotz seines Vollzeitjobs investierte er hunderte, wahrscheinlich sogar tausende Stunden für den Fußballnachwuchs. Seit diesem Jahr ist Weber in Rente. Ausweiten wird er sein Engagement deswegen aber nicht. „Mehr zu investieren geht ja fast nicht mehr. Aber ich muss die Arbeit nun nicht mehr am Abend, in der Nacht und sonntags machen.“

Jetzt ist Weber fast 64 Jahre alt und fragt sich, „wie ich das früher immer alles hingekriegt habe.“ Über fast drei Jahrzehnte entwickelte Weber Strukturen, die sich heute auszahlen: „Eigentlich muss ich nur noch die Jahreszahl auf Spielplänen, Spielberichtsbögen und den Aushängen austauschen.“

Und auch während des Turniers läuft dank Weber und seinem Team alles ganz entspannt. So blieb ihm Zeit, die Tore von Emil Manetinsky zu genießen. Der Kirchseeoner F-Junior erzielte sieben Treffer und wurde Torschützenkönig. Am Ende landete sein Team auf Rang drei – hinter dem SV Hohenlinden und Turniersieger TSV Grafing.

Bei der Frage, nach welchem Hallenreglement gespielt wurde, kann Weber nur müde lächeln: „Ich muss in die Einladung schreiben, dass wir kein Futsal spielen. Sonst würde keiner kommen.“ Einen Kompromiss fand Weber für alle Turniere über der Altersklasse U14. „Da spielen wir mit dem Futsalball, um Gebolze zu verhindern.“ Bei den B-Junioren konnte am vergangenen Wochenende die SG Forsting/Pfaffing/Albaching am besten mit dem harten Spielgerät umgehen. In der U15 siegte die JFG Ebrachtal.

Auf eins ist Weber besonders stolz: „Seit zehn Jahren ist es nicht passiert, dass eine Mannschaft unentschuldigt nicht angetreten ist.“ Das liege am System, das der ATSV-Jugendleiter seinen Trainern vorgibt: „Sie rufen am Tag vor dem Turnier bei jeder Mannschaft an und lassen sich bestätigen, dass alle Turnierunterlagen angekommen sind. Kein Whatsapp, keine E-Mail. Ein richtiger Anruf muss es sein.“

So ist sich Weber sicher, dass auch an diesem Samstag wieder alle geladenen Gäste pünktlich erscheinen und die Kirchseeoner Halle zufrieden verlassen werden.

Quelle: Merkur.de

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