Angreifer Held verstärkt Bezirkligisten

SV Sulzemoos holt Martin Held vom SC Olching

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Trainerbruder Martin Held (r.) wechselt zum SVS.

Der SV Sulzemoos hatte nicht geplant, sich in der Winterpause zu verstärken. „Klar war aber auch: Wenn sich etwas ergibt, schnappen wir zu“, sagt Markus Wagenpfeil und ergänzt: „Dann haben wir erfahren, dass Olchings Martin Held Wechselabsichten hat.“

Der Bruder von SVS-Trainer Peter Held wird zukünftig die gut besetzte Offensive weiter verstärken. „Ich bin mit sicher, dass Martin uns hilft“, sagt SVS-Teammanager Markus Wagenpfeil, der den Transfer des 24-Jährigen eingefädelt hatte und klarstellt: „Das ist unabhängig von Peter passiert. Ich kenne Martin, unser Abwehrspieler Tobias Schöler auch.“ Martin Held gehörte seit 2012 zum Stammpersonal des SC Olching – zunächst in der Bezirks- und in den vergangenen zweieinhalb Spielzeiten in der Landesliga. In der laufenden Saison traf er in 15 Einsätzen sechsmal und lag damit auf dem geteilten ersten Platz der teaminternen Torschützenliste. „Einer, der in der Landesliga ständig gespielt hat, hilft uns natürlich weiter“, sagt Peter Held, der Martin Held während seiner Zeit als Olching-Coach bereits fünf Spielzeiten trainiert hatte. Peter Held kann im vorderen Mannschaftsteil nun variabler aufstellen, er hat neben Liga-Toptorjäger Bilal Solanke (16 Treffer) einen weiteren torgefährlichen Spieler. Das heißt aber auch, dass der ohnehin schon große Konkurrenzkampf weiter angekurbelt wird. „Wir haben das offen kommuniziert. Alle Spieler haben die gleichen Möglichkeiten“, sagt Markus Wagenpfeil. Für Peter Held ist es daher wichtig, dass die Spieler mehrere Positionen beherrschen. „Wenn der Kader groß ist, hat man natürlich Vorteile, wenn man flexibel einsetzbar ist. Martin kann beispielsweise als Mittelstürmer oder auf der rechten Außenbahn spielen“, so der SVS-Trainer.

Mit der dazugewonnenen Qualität geht Peter Held positiv gestimmtin die Frühjahrsrunde, unter Druck setzt er seine Spieler aber nicht. „Wir starten mit dem Spiel beim Tabellenführer Kirchheimer SC aus der Pause. Gestalten wir es positiv, haben wir noch Möglichkeiten.“ Der Rückstand der drittplatzierten Sulzemooser auf den Spitzenreiter beträgt sieben Punkte, auf den Tabellenzweiten Jetzendorf sind es zwei Zähler. „Wir wollen Jetzendorf unter Druck setzen. Sollte sich die Chance ergeben, noch ganz vorne ranzukommen, wollen wir sie nutzen“, so Peter Held. „Es geht in den letzten Spielen auch darum, die Entwicklung der Mannschaft für die kommende Saison voranzutreiben.“ Mit den Spielern laufen bereits Gespräche. „80 Prozent der Mannschaft haben bereits zugesagt“, berichtet Markus Wagenpfeil, der sich neben Martin Held über eineinhalb weitere Neuzugänge freut. Vom Kreisligisten FC Stern München hat sich mit Aykut Sahin ein weiterer Offensivspieler dem SVS angeschlossen. „Aykut ist nach Sulzemoos gezogen und will kicken. Er ist gut ausgebildet und hat wie alle anderen seine Chance“, sagt der Teammanager. Ein gefühlter Neuzugang ist Matthias Kovacs, der in der Vorrunde verletzungsbedingt nur zu einem Kurzeinsatz im letzten Spiel vor der Winterpause (1:0 gegen Moosburg) kam. „Er war während seiner Verletzungspause immer nah dran an der Mannschaft und wird uns mit seiner Qualität und Erfahrung natürlich weiter helfen“, sagt Peter Held. Es gibt aber nicht nur positive Nachrichten, denn neben Simon Stanglmayr fällt nun ein weiterer Spieler lange aus: Talent Alexander Rupp zog sich beim Dachauer Hallenmasters einen Kreuzbandriss zu und wird in dieser Saison nicht mehr auflaufen. Der 18-jährige, noch in der A-Jugend spielberechtigte, Mittelfeldspieler war eine der positiven Überraschungen in der Hinrunde, er kam in 18 der 20 Partien zum Einsatz und erzielte ein Tor. „Das ist sehr schade. Er hat es sehr gut gemacht in der Vorrunde“, bedauert Peter Held den Ausfall Rupps. 

Quelle: Merkur.de

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