Spielt der SV Pullach bald im Grünwalder Stadion?

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Orhan Akkurt im Grünwalder - Spinnerei oder bald Realität? Der SV Pullach ist auf der Suche einer neuen Spielstätte für die Regionalliga.

SV Pullach - Der SV Pullach steht besser da, als es sich der Verein je erträumt hätte. Das Team von Frank Schmöller liebäugelt mit der Regionalliga und zieht zur nächsten Saison vielleicht ins Grünwalder Stadion.

In diesem Jahr wollen sie es also wissen beim SV Pullach. Im Winter 2013/14 war die Situation ähnlich: Auch damals waren die „Raben“, seinerzeit als Aufsteiger, in der Bayernliga-Winterpause exzellent platziert. Es stellte sich die Frage, ob denn ein Aufstieg in die Regionalliga überhaupt angestrebt und die dafür nötige Lizenz beantragt werden solle. Vor Jahresfrist beantworteten die SVP-Verantwortlichen dies noch mit einem klaren Nein. Strukturell sei der 1946 gegründete Verein nicht in der Lage, die Viertklassigkeit zu stemmen. Jetzt aber, ein Jahr später, wurde die selbe Frage mit Ja beantwortet. Der SV Pullach möchte aufsteigen – sofern denn die sportlichen Voraussetzungen dafür geschaffen würden. Die Ausgangsposition jedenfalls ist glänzend: Mit einem Spiel weniger überwintert Frank Schmöllers Mannschaft nur vier Punkte hinter Tabellenführer FC Pipinsried auf Rang zwei.

Regionalliga-Fußball in Pullach? Daran ist im Stadion an der Gistlstraße nicht zu denken

Der Meister steigt direkt auf, der Zweite darf Aufstiegsspiele bestreiten. Am Mittwoch hatte die Schmöller-Elf bei der 2:4-Niederlage in einem Testspiel gegen die U21 des TSV 1860 immerhin schon mal Regionalliga- Reife angedeutet. Mit dem Beschluss, einen Antrag zu stellen, müssen nun zunächst all jene Hürden aus dem Weg geräumt werden, die im Vorjahr noch als unüberwindlich eingestuft wurden. Allen voran das „Platzproblem“, wie es der Technische Leiter Theo Liedl bezeichnet. Die Anlage des SV Pullach liegt mitten in einem Wohngebiet der gutsituierten Gemeinde im Süden Münchens. Dem Hauptplatz fehlt Flutlicht und der Kunstrasenplatz hat nicht die erforderlichen Maße. Dazu kommen die Punkte „Sicherheit, ein Busparkplatz, ein zweiter Eingang für einen gesonderten Bereich für Gästefans“, spricht Liedl nur einige der sich stellenden Schwierigkeiten an. Zudem wird vom Verband eine Spielstätte mit einem Fassungsvermögen von mindestens 2 500 Plätzen gefordert.

Das „Stadion an der Gistlstraße“ ist gesäumt von ein paar maroden Holzbänken, im Herbst wurde immerhin eine kleine Sprecherkabine installiert. An Regionalliga-Fußball aber ist hier nicht zu denken. So werden derzeit „Gespräche mit der Gemeinde geführt“, erzählt Liedl, parallel dazu jedoch auch andere Möglichkeiten erörtert.

Mögliche Spielstätten? „Das Grünwalder Stadion, Unterhaching oder das Dantestadion“

„Das Grünwalder Stadion, Unterhaching oder das Dantestadion“, wären mögliche Ausweich- Spielstätten, so Liedl. Auf etwa 25 bis 30 Prozent schätzt er die Mehrkosten, die ein Aufstieg mit sich brächte. Diese immerhin könnten zum Teil durch erhöhte Einnahmen etwa in den Bereichen Zuschauer und Sponsoren kompensiert werden. Langfristig gesehen könnte jedenfalls der ganze Verein von den derzeitigen Ambitionen profitieren, da die ohnehin vorhandenen Probleme nun konsequent angegangen werden.

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Quelle: fussball-vorort.de

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