Schwabl: "Sind auf dem richtigen Weg"

Sponsor spendiert Trainingslager

Zieht ein positives Zwischenfazit und blickt zuversichtlich ins neue Jahr: SpVgg-Präsident Manni Schwabl. Foto: Klaus Haag

Unterhaching - Schon am Donnerstag ist der Urlaub für die Profis der SpVgg Unterhaching beendet. Mit dem mittlerweile üblichen Laktattest startet die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte in der Dritten Liga.

von Christian Amberg

Die Fans werden die Spieler allerdings so schnell nicht zu sehen bekommen. Denn - einem Sponsor sei Dank - fliegen die Hachinger nun doch ins Trainingslager.

Bereits am Freitag hebt die SpVgg Richtung Türkei ab, bezieht wie schon öfter in Belek Quartier. Aktuell ist zwar die Wetterlage auch in der Heimat keineswegs winterlich. Im türkischen Urlaubsort stehen allerdings bessere Plätze zur Verfügung. Zudem tummeln sich dort eine Menge Erst- und Zweitligisten sowie Klubs aus anderen europäischen Ländern, die sich als Testspiel-Gegner anbieten. Zwei Freundschaftsspiele sind im Trainingslager geplant, gegen wen gespielt wird, steht allerdings noch nicht fest. Bis zum Freitag, 11. Januar, bleibt die SpVgg im Süden.

Nach der Rückkehr steht dann gleich das Highlight der Vorbereitung auf dem Programm: Am Sonntag, 13. Januar, kommt Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern München zum Testspiel in den Sportpark (Anstoß 18.15 Uhr). Von 7. bis 11. Januar ist für den Karten-Vorverkauf jeweils von 11 bis 19 Uhr die Kasse 1 im Sportpark vor dem Stadion (Osttribünen-Seite) geöffnet.

Manfred Schwabl hat unterdessen nach seinem ersten halben Jahr als neuer Vereins-Präsident ein überwiegend positives Fazit gezogen. „Was die Mannschaft in den vergangenen Monaten auf dem Platz gezeigt hat, ist einfach unglaublich und erfüllt mich mit großem Stolz. Vor dieser Leistung muss man schlicht den Hut ziehen.“ Der fünfte Tabellen-Platz zur Winterpause sei „eine Bestätigung, dass das Jugendkonzept der richtige Weg für uns ist“, so Schwabl weiter.

Abseits des Platzes sieht der Präsident dagegen auch noch immer unerledigte Aufgaben, so etwa die Suche nach einem neuen Hauptsponsor. „Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir die Suche nach einem geeigneten strategischen Partner vor dem Amtsantritt als Präsident leichter vorgestellt hatte“, erklärte der Klub-Chef. Er bleibe aber „sehr optimistisch, dass wir den Richtigen finden werden, der sich mit unserem langfristigen Jugendkonzept identifiziert.“

Zu den weniger erfreulichen Dingen gehören auch die niedrigen Zuschauerzahlen und sogar in Unterhaching dumme Aktionen der eigenen Fans. „Das Team hätte sich mehr Unterstützung verdient“, bekräftigt Schwabl, „zumal wir vor der Saison die Eintrittspreise gesenkt haben.“ Das Abbrennen von Pyrotechnik und das Werfen von Gegenständen kostete die SpVgg daneben Geld, das der Verein dringend anderswo benötigt. „Mit den 3000 Euro vom letzten Verfahren ließe sich beispielsweise der lang ersehnte Online-Fanshop realisieren.“

In die Zukunft sieht Schwabl positiv - trotz der finanziellen Probleme. Dabei unterscheiden sich einige Ansichten völlig von denen seines Vorgängers Engelbert Kupka, der jahrelang bei jeder Gelegenheit auf den DFB geschimpft und die Dritte Liga als unterfinanziert bezeichnet hatte. „Wenn man schon länger in der Dritten Liga unterwegs ist, muss man irgendwann den Kopf einschalten und sagen: Man kann nur noch das ausgeben, was man auch einnimmt. Und die Einnahmen sind halt weniger als in der 2. Bundesliga“, so Schwabl.

„So muss man eben die gesamten Kosten und den Spieleretat dementsprechend gestalten. Da sollte man nicht immer jammern, dass es vom DFB möglicherweise zu wenig Geld gibt. Das sehe ich gar nicht so. Wir sollten froh sein, dass wir die gut 700 000 Euro erhalten. Darauf muss man eben alles ausrichten. Es ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.“

Quelle: fussball-vorort.de

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