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Die Stimme der Basis erhören: BLSV-Kreisjugendleiter besucht Vereine im Landkreis Starnberg

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Tim Schneider ist Starnbergs Kreisjugendleiter.
Tim Schneider ist Starnbergs Kreisjugendleiter. © Privat

BLSV-Kreisjugendleiter Tim Schneider tourt durch den Landkreis Starnberg. Er besucht den TV Planegg, TSV Gilching, SC Percha, SC Weßling, SV Wangen, TV Stockdorf, TSV Herrsching und TSV 1880 Starnberg.

Landkreis Starnberg – Insbesondere seit die Pandemie vorherrscht, werden im Sport immer wieder Stimmen aus dem Amateurbereich laut, dass auf die Basis zu wenig Rücksicht genommen wird und sich die Verbände nicht für die Probleme und Fragen der Vereine interessieren. Um sich den Belangen der Klubs anzunehmen, beschlossen der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) und seine Bayerische Sportjugend (BSJ) daher, mit der Aktion „BSJ vor Ort“ bis Weihnachten möglichst viele Vereine zu besuchen.

Am Montag war im BLSV-Kreis Starnberg großer Aktionstag: Kreisjugendleiter Tim Schneider war zehn Stunden lang im gesamten Landkreis unterwegs, um sich mit Vereinsvertretern über drängende Fragen auszutauschen. Halt machte er beim TSV Gilching-Argelsried, dem TV Planegg-Krailling, dem SC Percha, dem SC Weßling, dem SV Wangen, dem TV Stockdorf, dem TSV Herrsching sowie außerplanmäßig dem TSV 1880 Starnberg, der mit starkem Mitgliederrückgang und finanziellen Engpässen kämpft.

Dabei ging es nicht nur um Themen, die die Jugend und somit die BSJ (bis 27 Jahre) betreffen. „Das verschmilzt zunehmend“, sagte Schneider auf seiner Rundreise. Ein Verein etwa haderte mit seinen niedrigen Mitgliedsbeiträgen und suchte Rat, ob diese angepasst werden sollten, ein anderer fragte nach Möglichkeiten, Mitgliederschwund entgegenzuwirken, ein dritter wollte über Fördermöglichkeiten bezüglich eines Bauvorhabens informiert werden, und ein weiterer bedurfte Unterstützung bei der Suche nach einem FSJler. „Sportvereine sind so unterschiedlich wie das tägliche Wetter“, so Schneider. Auch am Montag sei an Themen „kreuz und quer alles dabei“ gewesen.

Ein Schwerpunkt kam logischerweise fast überall zur Sprache: Corona. Seien es Auswirkungen auf den Sportbetrieb, die finanzielle Lage, die Mitgliederzahl oder die Belastung der Ehrenamtlichen – die Pandemie betrifft jeden Verein. Schneider ließ den interessierten Klubs daher beispielsweise ein Antragsformular für Corona-Zuschüsse zukommen. „Wenn finanzielle Ausfälle plausibel dargestellt werden können, gibt es da kein Problem“, erläuterte er.

Bezüglich der aktuellen 2G-plus-Regel riet er davon ab, als Verein Selbsttests vorzuhalten und sich der Verantwortung des Testens anzunehmen. Insbesondere organisatorisch sei der Aufwand deutlich zu hoch. „Die Übungsleiter müssen sowieso schon die Impf- und Testzertifikate kontrollieren. Wenn sie dann noch zusätzlich ein paar Selbsttest-Abwicklungen beaufsichtigen müssen, ist man locker bei einer halben Stunde dabei, die der Verein dann bezahlen muss“, so Schneider. Effizienter seien Aushänge mit Informationen für die Mitglieder zu nahe gelegenen Teststationen.

Starnbergs Kreisjugendleiter wertet den Aktionstag, den es in ähnlicher Form bis dato noch nicht gegeben hatte, als Erfolg – so auch die Rückmeldung der Vereine. Es habe „wahnsinnig viel Spaß“ gemacht. „Wir werden das definitiv wiederholen“, verkündete Schneider. Der Bedarf bei den Klubs nach einem Austausch mit dem Verband sei definitiv da. Und: „Auch die kleinsten Vereine sind wichtig. Jeder verdient Beachtung und Respekt für seine Arbeit.“

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