Er träumt von der Nationalmannschaft

Sportlerwahl in Freising: Tennisspieler Toni Stippler ist Sportler des Jahres 2019 

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Toni Stippler spielt seit vielen Jahren bei den Zollinger Herren 30.

Die FT-Leser haben entschieden: Tennisspieler Toni Stippler hat bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2019 die meisten Stimmen erhalten.

Zolling – Toni Stippler ist einer der beliebtesten Tennisspieler im Landkreis Freising. Das bestätigte nun seine Wahl zum Sportler des Jahres 2019. Stolz und bescheiden nahm der in Kirchdorf lebende Top-Mann der SpVgg Zolling den Pokal entgegen.

Herr Stippler, was ist schöner? Sportler des Jahres zu werden oder eine Medaille bei der Weltmeisterschaft zu gewinnen?

Das eine wäre ohne das andere nicht möglich. Beides ist schön, und es freut mich, dass das im Landkreis so viele Leute mitverfolgt haben.

Bestätigt die Wahl Ihren Status als Publikumsliebling?

Bescheidener Champion: Toni Stippler (r.) mit FT-Reporter Nico Bauer

Da gibt es noch ganz andere Tennisspieler wie Tobi Summerer oder Dennis Bloemke. Die hatten deutlich größere Erfolge als ich. Mich freut meine Bekanntheit und die Anerkennung meines Erfolgs.

Die Weltmeisterschaft ist wieder das Ziel

Was haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen, wenn wieder Tennis gespielt werden darf?

Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr wieder die Weltmeisterschaft zu spielen. Aber es ist gerade sehr schwierig, weil ich nicht weiß, wie ich mich vorbereiten kann. Alle Turnierpläne sind über den Haufen geworfen. Ich muss schauen, was sich ergibt – und dann mache ich einfach das Beste daraus.

Macht so eine Weltmeisterschaft süchtig? Wollen Sie nach Bronze im Doppel bei den Herren 35 jetzt ins Einzelfinale?

Da sind schon sehr gute Spieler dabei. Ich müsste noch mehr investieren, um da mithalten zu können. Letztes Jahr war ich im Achtelfinale. Das Viertel- oder Halbfinale wäre für mich schon ein Riesenerfolg. Wirklich angefixt hat mich allerdings die Atmosphäre bei der Team-WM davor. Es wäre toll, wenn ich da für die deutsche Nationalmannschaft spielen dürfte.

Was macht das so besonders?

Für Deutschland zu spielen, ist von den Emotionen und vom Level her etwas ganz anderes, als wenn du nur für dich allein ein Tennisturnier spielst. Durch mein Ranking als Nummer zehn bei den Herren 35 in Deutschland könnte die Nationalmannschaft ein Thema werden.

„Ich muss meine Leistung auf dem Platz bringen“

Wollen Sie jetzt noch ein paar Prozent drauflegen, um in der Rangliste weiter nach oben zu kommen?

Die Rangliste ist nicht ausschlaggebend. Ich muss meine Leistung auf dem Platz bringen, und wenn dann ehemalige Profis spielen wollen, wird es schwer.

Gut dabei sind Sie auch mit den Zollinger Herren 30 in der Regionalliga. Denkt man da an den Bundesliga-Aufstieg?

Mit unseren Mitteln und unserem Team, das seit acht Jahren so zusammenspielt, wäre das ein schöner Erfolg. Aber man muss realistisch sein – denn in der Liga müssen auch in diesem Jahr ganz harte Bretter gebohrt werden. Beim TC Pfarrkirchen spielt etwa Ex-Profi Marcos Baghdatis aus Zypern. Da wird es nicht zum Sieg reichen – die Partie wird eher ein super Erlebnis.

In zwei Jahren „wollen wir die Herren 40 stark machen“

Geht es dort darum, nicht 0:6, 0:6 zu verlieren und am Ende ein Autogramm vom Gegner zu holen?

So wird es laufen. Pfarrkirchen hat nur zwei schlagbare Spieler.

Wann steigen die Herren 30 zu den Herren 40 auf?

Heuer dürfen Markus Staringer und Jan Macek schon Herren 40 spielen. Nächstes Jahr kommen Philipp Knieper und Jiri Spousta dazu. Dann dauert es noch zwei Jahre, bis ich 40 werde. Und dann wollen wir die Herren 40 stark machen.

Lautet dann das nächste Ziel, als Meister der Regionalliga Herren 40 das Finalturnier um die deutsche Meisterschaft zu spielen?

Ja, das wäre ganz nett.

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Sportlerwahl 2019: Ergebnisse Sportler

1. Toni Stippler,

SpVgg Zolling, Tennis:

610

2. Andreas Hohlenburger,

SE Freising, Fußball:

505

3. Anton Kurz,

Eching, Armbrust:

431

4. Christian Waldau, TSV

Allershausen, Kegeln:

363

5. Johannes Ehrhardt, LAG Mittlere Isar, Leichtathletik:

291

6. Marcel Berger,

SpVgg Freising, Ringen:

287

7. Stefan Brummer, TSV Rudelzhausen, Taekwondo:

221

8. Ergün Aydin, SV Siegfried

Hallbergmoos, Ringen:

199

9. Christian Stengl,

SG Moosburg, Karate:

149

10. Maximilian Homberg,

Freising, Tennis:

139

Quelle: Merkur.de

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