De La Motte: Sprung in die Regionalliga

„Er kann ein Spiel lesen und beeinflussen“: Neurieds Innenverteidiger Valentin De La Motte (r.). a-foto: rutt

SV Heimstetten – Drei Jahre lang warb der SV Heimstetten um Valentin De La Motte. Jetzt gab der Innenverteidiger des TSV Neuried dem Drängen nach.

von Nicole Kalenda

Ab der kommenden Saison kämpft er um einen Stammplatz in der ersten Heimstettener Mannschaft, die gerade den Aufstieg in die Regionalliga gefeiert hat.

„Ich hoffe für ihn, dass er es schafft. Er hat’s verdient“, sagt Ralf Jaser, Trainer des Bezirksligisten TSV Neuried. „Es ist jetzt einfach der Zeitpunkt gekommen für ihn. Er ist ein reifer und vernünftiger Spieler.“ Jaser kennt De La Motte seit neun Jahren. Der beidfüßige und kopfballstarke Abwehrspieler kam mit ihm vor drei Jahren von Poing nach Neuried. Gemeinsam stieg man 2010/11 in die Bezirksliga auf und schrieb damit ein Stück Vereinsgeschichte.

Angebote aus Heimstetten bekam De La Motte laut Jaser in der Vergangenheit regelmäßig. „Die rufen ihn an, seitdem er aus Poing weggegangen ist“, sagt der Trainer. Man kennt sich, schließlich liegen die beiden Orte direkt nebeneinander.

Jaser hatte schon im vergangenen Jahr mit einem Wechsel De La Mottes gerechnet.

Doch der Einser-Abiturient, der im September 23 Jahre alt wird, wollte sich zunächst in seinem VWL-Studium zurechtfinden. Das hielt ihn nicht davon ab, regelmäßig fünfmal pro Woche zu trainieren. Athletisch fit, taktisch und technisch versiert, so beschreibt Jaser seinen Schützling. „Er kann ein Spiel lesen und beeinflussen“, sagt er und nennt ihn einen „sehr kompletten Spieler“.

De La Motte ist nicht das einzige Talent, das von Neuried aus die Fußballwelt erobern will. Im Sommer 2011 wechselte Lennart Hasenbeck zur Spielvereinigung Unterhaching. Er kam in der Hinrunde zu einigen Einsätzen in der 3. Liga, zog sich im Winter aber eine Sprunggelenksverletzung zu. Nach einer dreimonatigen Pause fand er sich in der Reserve in der Bayernliga wieder. Jaser hat weiter Kontakt zu dem 24-Jährigen, der neben seinem Profivertrag ein Fernstudium absolviert. Hasenbeck komme immer wieder zum Zuschauen nach Neuried. „Er wird nächste Saison noch einmal angreifen“, sagt Jaser.

Der Neurieder Trainer lässt seine Spieler ohne Groll ziehen. „Wir sind verpflichtet zu helfen“, sagt er. „Natürlich ist es als Verein, der keine Gehälter zahlen kann, eine Nische für uns, junge Spieler zu suchen und die ein, zwei Jahre weiterzubringen, bevor sie wechseln.“

Ein paar Kandidaten hat er noch, die für höhere Spielklassen infrage kommen. Benedikt Danquah zum Beispiel. Bei ihm ist allerdings nicht ganz klar, ob er für ein halbes Jahr zum Auslandsstudium nach Thailand geht. Florian Kröss und Nico Höhne hält Jaser ebenfalls für tauglich, außerdem Manuel Swidersky. Letzterer denkt gerade über einen sechsmonatigen Prag-Aufenthalt im Rahmen seines Studiums nach.

Quelle: fussball-vorort.de

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