Handball-Landesliga

Altenerdings böser Ausrutscher gegen das Schlusslicht

+
Das tat richtig weh: Das Altenerdinger Team um Lukas Donaubauer (2. v. l.) verlor gegen Gundelfingen. 

Böses Erwachen für die Handballer der SpVgg Altenerding.

Altenerding – „Maximal frustriert“ zeigte sich Trainer Nico Jovanovic nach der desolaten Leistung seiner Altenerdinger Handballer im Landesliga-Heimspiel gegen das Schlusslicht TV Gundelfingen. Dieses verloren die SpVgg-Männer mit 30:33 (16:14) Toren und hätten laut dem Coach dabei vor allem im zweiten Abschnitt jegliche Einstellung vermissen lassen.

„Vielleicht habe ich zuvor kein richtiges Training absolviert. Ich muss überlegen, wie ich weitermache,“ meinte Jovanovic im Anschluss nachdenklich. In der ersten Hälfte war noch Vieles in Ordnung. Torhüter Marc Sennefelder hielt prima, die Altenerdinger lagen stets in Front. Schon in den ersten 30 Minuten kassierte die SpVgg aber viel zu viele unnötige Gegentreffer – vorne herrschte einfach zu viel Hektik, der Abschluss kam immer wieder zu schnell und man überließ Gundelfingen durch Gegenstöße leichte Tore. Über ein 7:4 und 9:8 lagen die Gastgeber trotzdem fast die komplette Zeit in Front, und zur Halbzeit stand es 16:14 für Altenerding.

Jovanovic forderte von seinen Spielern, dass sie in der zweiten Hälfte lange Angriffe spielen, Geduld beweisen: „Es sollte kein schnelles Hin und Her geben, denn das ist das Spiel von Gundelfingen.“ Aber er drang offenbar nicht zur Truppe durch. Weiterhin gab es nämlich immer wieder zu schnelle Abschlüsse. Der Coach kritisierte dabei Christopher Schmalz trotz dessen acht Tore: „Teils hat er einfach nur unlogisch geworfen.“ Der Einzige in Normalform sei Kilian Schweinsteiger gewesen, obwohl er angeschlagen mit Ellbogenproblemen agierte. Daher wurde er auch aus der Abwehrarbeit herausgenommen, Jovanovic probierte es mit einigen Wechseln zwischen Angriff und Defensive. Das nutzte Gundelfingen allerdings auch immer wieder aus und kam weiterhin zu viel zu leichten Treffern.

Beim 18:19 lag Altenerding erstmals in der Partie hinten. Zwar gelangen der SpVgg postwendend zwei Tore durch Kilian Schweinsteiger und Christopher Schmalz, im Anschluss erhöhte sich der Rückstand aber bis auf 25:30.

Noch war nicht alles verloren, schließlich gab es noch sechs Minuten zu spielen. Tatsächlich verkürzte Altenerding noch einmal auf 27:30. Dann aber vermasselten die Gastgeber weiter hundertprozentige Chancen und mussten sich daher am Ende geschlagen geben.

„Manches an der Leistung heute ist einfach nicht zu erklären, da bin ich ratlos“, lautete das bittere Fazit von Jovanovic. Die Spieler seien offenbar mit der Einstellung aufs Feld gegangen, dass sie die Partie schon vorher gewonnen hätten. „Wir waren zu selbstsicher, und es herrschte eine komische Stimmung“, erzählte der frustrierte Trainer. Das nächste Spiel ist erst in zwei Wochen, und diese Zeit will der Trainer für viele Gespräche mit seinen Männern nutzen.

SpVgg-Tore:

Christopher Schmalz 8, Kilian Schweinsteiger 7, Lukas Donaubauer 6/4, Thomas Peteranderl 3, Maximilian Arnold 3, Severin Henrich, Severin Lößl, Franco Callovini.

Bernd Heinzinger

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

FC Bayern wirbt Talente von Lahms Jugendklub ab - Wechsel-Stress bei Achtjährigen stört Vorsitzenden
FC Bayern wirbt Talente von Lahms Jugendklub ab - Wechsel-Stress bei Achtjährigen stört Vorsitzenden
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
Duell gegen Türkgücü: Buchbach will ungeschlagen bleiben
Duell gegen Türkgücü: Buchbach will ungeschlagen bleiben

Kommentare