SpVgg besteht „Charaktertest“ nicht

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„Wir hatten den Glauben an den Sieg nicht“: Robert Zillner vermisste all die Tugenden, die Haching in den vergangenen Wochen stark gemacht hatten.

Unterhaching - Nach sechs Spielen ohne Niederlage ist die SpVgg Unterhaching hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Das Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig ging mit 0:3 verloren. Eine verdiente Pleite, auch wenn zwei Tore Glückstreffer waren.

„Die Chancen waren da, aber am Ende mussten wir froh sein, dass es nur 0:3 ausgegangen ist“, gab Trainer Klaus Augenthaler offen zu. Nur in der ersten Halbzeit konnten die Hachinger die Partie ausgeglichen gestalten, ohne aber zu vielen Chancen zu kommen. Im zweiten Durchgang waren die Gastgeber klar überlegen und fuhren einen ungefährdeten Sieg ein. „Kein Spieler von uns konnte an seine Normalform anknüpfen“, bewertete Torhüter Darius Kampa das Geschehen. Und er befand auch, die „Tore waren ein Spiegelbild der ganzen Partie: nämlich unglücklich.“

Zudem fielen sie für den Spielverlauf zu absolut ungünstigen Zeitpunkten. Schon in der 9. Minute gelang Braunschweig die Führung. Als die Hachinger Abwehr nach einem Eckball die Kugel nicht aus der Gefahrenzone brachte, zog Bellarabi im zweiten Versuch einfach mal ab. Der Ball wurde abgefälscht und trudelte ins Tor. Ein unglücklicher Auftakt, mit einem ebensolchen ging es dummerweise in die zweite Halbzeit.

Die SpVgg kam neu motiviert und mit Abdenour Amachaibou für den enttäuschenden Ricardo Villar aus der Kabine – und wurde abermals eiskalt erwischt. Boland zog aus rund 20 Metern ab und traf mit seinem Sonntagsschuss genau in die linke Torecke. Das 2:0 und schon eine Vorentscheidung. Danach hatte Haching dem Tabellen-Vierten der Dritten Liga nur noch wenig entgegenzusetzen. In der 57. Minute fiel mit einem weiteren Glückstreffer die endgültige Entscheidung. Fuchs wollte von der rechten Seite flanken, der missglückte Versuch wurde zum 3:0. Der Ball senkte sich über Kampa hinweg ins Hachinger Tor.

Eigene Torchancen waren dagegen Mangelware. Vor der Pause hatte Leandro Grech mit einem Freistoß die beste Möglichkeit zum Ausgleich (31.), allerdings hatten die Braunschweiger kurz davor durch Boland (27.) und kurz danach durch Kruppke per Freistoß (33.) ebenfalls gute Chancen. Nach Wiederanpfiff versuchte es Marc Nygaard mit einem 20-Meter-Schuss, den Eintracht-Keeper Petkovic aber parieren konnte (53.). Als nach dem dritten Treffer die Partie längst entschieden war, waren die Braunschweiger einem vierten Treffer sogar näher als Unterhaching dem Ehrentor. Die gefährlichste Aktion war ein Schuss von Fetsch, der Zentimeter am Tor vorbeisegelte (79.).

„Wir hatten kein Selbstvertrauen“, bemängelte Augenthaler hinterher, „uns hat die Entschlossenheit gefehlt, hier zu gewinnen. Und unsere Fehler wiederholen sich.“ Zudem sprach er von einem „Charaktertest für eine Mannschaft, die sechs Mal in Folge nicht verloren hat“. Den hat die SpVgg am Samstag nicht bestanden. Auch Mittelfeldspieler Robert Zillner fand: „Wir hatten den Glauben an den Sieg nicht. Alles, was uns in den letzten Wochen stark gemacht hat, haben wir in Braunschweig nicht umgesetzt. Wir waren nicht aggressiv genug und nicht ballsicher. So gibt es halt nichts zu gewinnen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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