Haching steht im Finale des Toto-Pokals

Die SpVgg drängt auf die große Bühne

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Hat gut lachen: Die Unterhachinger Mannschaft von Trainer Claus Schromm zeigte beim 5:1 in Regensburg eine bärenstarke Leistung.

SpVgg Unterhaching - Der Traum von der erneuten Teilnahme am DFB-Pokal lebt bei der SpVgg Unterhaching weiter – und wie. Das eindrucksvolle 5:1 bei Jahn Regensburg im bayerischen Halbfinale war der beste Beleg, dass sich die Spieler diese Chance nicht nehmen lassen wollen.

Die Stimmung auf dem Platz war noch hochkonzentriert, anschließend in der Kabine kippte sie in den Party-Modus, auf der Heimfahrt im Bus wurde schließlich ausgelassen gefeiert und gesungen. Es war ein denkwürdiges Ereignis in der Continental-Arena in Regensburg: Den Regionalliga-Tabellenführer deklassiert, das bayerische Finale erreicht, nur noch einen Schritt davon entfernt, wieder auf die große Fußball-Bühne zu dürfen, die in dieser Saison schon drei tolle Pokal-Abende beschert hatte.

Einen „wichtigen und großen Schritt“ nannte es Cheftrainer Claus Schromm am Tag danach, „das hat man den Jungs auch angemerkt. Auch schon vor dem Spiel in der Kabine. Solche Pokalspiele wie gegen Ingolstadt, Leipzig oder Leverkusen wollen alle wieder erleben.“ Im Finale, das am 28. Mai eine Woche nach dem Saisonende in der Regionalliga gespielt wird, wartet nun Liga-Konkurrent FC Memmingen oder Drittligist Würzburger Kickers, die gestern Abend aufeinandertrafen (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Es wäre der letzte Schritt zum großen Saisonziel. Und es ist nicht davon auszugehen, dass die Hachinger dafür auch nur einen Millimeter zu wenig laufen und ein Prozent zu wenig kämpfen werden. „Für diese Chance wollen und werden die Jungs wirklich alles reinschmeißen“, ist Schromm überzeugt.

Dass das Ergebnis am Dienstag zu einem Debakel für Regensburg geriet und durchaus einer kleinen Sensation gleichkam, war aber nur die eine Wahrheit. Die andere: Es war einer der Tage, an denen alles für einen läuft und nur deswegen nicht anders ausgeht. „So eine Leistung zum genau richtigen Zeitpunkt braucht man“, sagte Schromm und sprach von einem „beeindruckenden Spiel“ seiner Elf. „Vor allem von der Effektivität und der Kaltschnäuzigkeit. Wie wir Chancen rausgespielt und eiskalt und brutal genutzt und unser Spiel durchgezogen haben, das war sehr gut.“

Allerdings fügte der Chefcoach durchaus auch Kritik an: „Defensiv war’s nicht so gut, weil wir viel zu viel zugelassen haben. Vor jedem Tor hatte auch Regensburg eine dicke Chance, statt 3:0 für uns kann es nach 16 Minuten auch 2:2 stehen, und das verdient, das 3:0 war eigentlich ein kompletter Witz. Wenn die das 4:2 machen, kann vielleicht sogar noch was passieren. Wenn wir ein paar unserer Chancen vergeben, wird’s eine richtig enge Kiste.“ Aber es war eben ein Abend der anderen Art. Haching legte nach und entschied mit dem fünften Treffer die Partie endgültig.

Kritische Töne, die ein Trainer treffen muss, die aber nach dem Abpfiff erst einmal untergingen. Die Hachinger kosteten ihren verdienten Erfolg zurecht aus. Insofern steht schon jetzt fest: Das Finale am 28. Mai wird ein neues „Spiel des Jahres“. Nach der Vorstellung vom Dienstag kann man sich gar nicht vorstellen, dass da noch etwas schiefgehen kann.

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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