SpVgg erwacht zu spät aus Winterschlaf

Falscher Florian: Nein, nicht Niederlechner steckt in diesem Trikot, sondern Hachings Markus Schwabl. FOTO: EIBNER

Unterhaching - Der Drittliga-Auftakt im neuen Jahr ist misslungen. Erst nach einer sehr schwachen ersten Halbzeit erwacht die SpVgg Unterhaching aus dem Winterschlaf.

von Robert M. Frank

Heidenheim/Unterhaching – Eigentlich war die SpVgg Unterhaching bestens vorbereitet auf den Jahresauftakt: ein Trainingslager in der Türkei sowie zahlreiche Tests, darunter jener ordentliche Auftritt gegen den FC Bayern. Doch die Partie beim 1. FC Heidenheim ging dann doch in die Hose. Mit 1:2 (0:2) verloren die Hachinger vor 7500 Zuschauern in der Voith-Arena. Eine schwache erste Hälfte sorgte für die Auftakt-Niederlage. „Unsere Tugenden, die uns sonst so stark machen, haben uns gefehlt“, urteilte Cheftrainer Claus Schromm über den ersten Durchgang.

Janik Haberer schießt Anschlusstor mit der ersten Ballberührung

In den Anfangsminuten merkte man den Heidenheimern an, dass sie unter Druck standen. Nur mit einem Sieg konnten die Baden-Württemberger zu den oberen Tabellenplätzen aufschließen. Doch sowohl den Gastgebern als auch den Hachingern gelangen in der ersten Viertelstunde keine gefährlichen Abschlüsse. Erst ein Schuss von Heidenheims Mathias Wittek (15.) machte Hoffnung auf mehr. Die Spielanteile waren gleich verteilt, doch die Hausherren blieben vor dem Tor entschlossener.

„Völlig verpennt“, fand Baum

Nach einer Chance von Kevin Kraus (17.) trafen die Heidenheimer durch Tim Göhlert zum 1:0 (18.). Nach wiederum drei guten Möglichkeiten von Dennis Malura (21.), Marc Schnatterer (24.) und Ex-Bundesliga-Spieler Michael Thurk (26.) klingelte es abermals im Hachinger Kasten – Schnatterer traf per Kopf zum 2:0 (31.). „Wir haben wenig Leidenschaft gezeigt“, ärgerte sich Teamchef Manuel Baum .

Die Analysen der ersten 45 Minuten ähnelten sich. „Völlig verpennt“, fand Baum. „Komplett verschlafen“, hörte man nach dem Spiel aus dem Mund von Innenverteidiger Daniel Hofstetter, der sich um seinen ehemaligen Mitspieler Florian Niederlechner kümmerte.

Auf Seiten der Rot-Blauen trauten sich die Hachinger vor dem Tor zu wenig zu. Lediglich zwei Schüsse von Andreas Voglsammer (25./30.) sowie seinem Sturmpartner Dominik Rohracker (32.) brachten die Hachinger in der ersten Hälfte zustande.

Pflichtspieldebüt von Schweinsteiger: Eher unauffällig

Erst im zweiten Durchgang, in dem Tobias Schweinsteiger ein eher unauffälliges Pflichtspieldebüt bei seiner Rückkehr ins Hachinger Trikot erlebte, zeigte die SpVgg ein anderes Gesicht. Nachdem Maximilian Welzmüller an Heidenheims 38-jährigem Torwart-Routinier Erol Sabanov gescheitert war (68.), hatte Stephan Thee wenig später Pech. Der Mittelfeldspieler schoss den Ball aus kurzer Distanz an die Unterkante der Latte, das Leder prallte zurück ins Spielfeld. Die Gäste traten wesentlich entschlossener vor dem Tor auf als die Heidenheimer, die im zweiten Durchgang nur zwei Schussmöglichkeiten verbuchten (74./88.). Logische Konsequenz war der Anschlusstreffer zum 1:2 durch den erst kurz zuvor eingewechselten Janik Haberer. Der Nachwuchsstürmer versenkte eine Flanke des gut aufgelegten Markus Schwabl mit seinem ersten Ballkontakt zum 1:2 (76.). Der Anschluss fiel jedoch zu spät, ein vorbeigetretener Freistoß von Yasin Yilmaz in der Nachspielzeit (90+2.) sorgte nicht mehr für den erhofften Ausgleich.

Auf Seiten der Heimelf ackerte Niederlechner vor den eigens mitgereisten Fans aus Hohenlinden (vgl. Fan-Umfrage). In seinem ersten Spiel für die Heidenheimer kam der in der 79. Minute ausgewechselte Niederlechner zur Erleichterung von Gegenspieler Hofstetter allerdings nur wenig zum Zuge. Ein schwacher Trost für Hofstetter: „Wenigstens hat er kein Tor gemacht.“

Quelle: fussball-vorort.de

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