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Zwei Gegentore in der Nachspielzeit: FC Deisenhofen verschenkt Sieg gegen den Meister

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Von: Umberto Savignano

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Hannes Sigurdsson wurde schon in der Vorwoche verabschiedet.
Hannes Sigurdsson wurde schon in der Vorwoche verabschiedet. © Brouczek

Beim 3:3 (1:2) zwischen dem längst feststehenden Bayernliga-Meister SpVgg Hankofen-Hailing und dem FC Deisenhofen wurde den 500 Heim-Fans in Feierlaune ein unterhaltsamer Saisonabschluss geboten.

Deisenhofen – Die Blauhemden, die die Saison auf Platz zehn beendeten, ärgerten sich allerdings ein bisschen: Sie lagen bis zur 90. Minute mit 3:1 vorn.

„Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und wir müssen gewinnen, da gibt es keine Diskussion“, so Co-Trainer Thomas Werth. „Wir hatten Chancen für fünf Tore.“

Doch trotz ihrer Dominanz vom Anpfiff weg gerieten die Deisenhofner in Rückstand: Daniel Hofers eigentlich nicht optimale Flanke aufs von Michael Loroff als Vertreter von Stammkeeper Enrico Caruso (Fortbildung) gehütete FCD-Gehäuse beförderte Tobias Lermer über die Linie (33.). „Das war das erste Ding, das sie nach vorne hatten“, so Werth. Allerdings drehte Tobias Rembeck den Stand noch vor der Pause mit einem Doppelschlag: Erst traf er aus 16 Metern (42.), dann spielte er den Torwart aus und schob ein (45.).

Wie zuvor Rembeck ließen im zweiten Durchgang auch Martin Mayer und Michael Bachhuber zwei Hochkaräter liegen. Letztere zwei zeichneten dann aber für das 1:3 verantwortlich: Mayer trieb den Ball über die rechte Seite an zwei, drei Gegenspielern vorbei und spielte auf Bachhuber, der die Kugel schön annahm, sie sich noch einmal vorlegte und dann einnetzte (79.). „Das 1:3 wäre voll in Ordnung gegangen“, fand Werth.

Doch die Hausherren kamen nochmal, glichen durch Hofer (90.) und Tobias Richter (90.+1) aus. „Als der Stadionsprecher in der 86. Minute durchgesagt hat: ,Dann ist es halt so, dann kassieren wir die erste Heimniederlage’, haben sie nochmal den Schalter umgelegt. Und so bekommen wir, als das Spiel gefühlt schon vorbei war, zwei Tore aus zwei Standards, die wir schon zweimal geklärt hatten“, so Werth, der zugab: „Das ärgert dich schon.“

Andererseits hatte auch der FC Deisenhofen etwas von dieser späten Wendung: „Hankofen hatte dann natürlich eine Super-Meisterfeier und wir haben auch mitfeiern können.“ Irgendwie habe das Spiel zur Frühjahrsrunde gepasst, fand der Co-Trainer, der den scheidenden Franz Perneker in der neuen Saison als Manager beerbt: „Es war am Schluss ein bisschen durcheinander.“ (Umberto Savignano)

FC Deisenhofen: Loroff - Schneiker (67. Muggesser), Nickl (61. Köber), Poschenrieder, Vodermeier (67. Sagner), Rembeck, Müller-Wiesen (75. Yimez), Finster, Martin Mayer, Gkasimpagiazov (80. Kuroki), Bachhuber

Tore: 0:1 Lermer (33.), 1:1 Rembeck (42.), 1:2 Rembeck (45.), 1:3 Bachhuber (79.), 2:3 Hofer (90.), 3:3 Richter (90.+1)

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