Wagenpfeil sieht sein Team in Außenseiterrolle

Kammerberg Favorit - Sulzemoos will Lauf starten

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Nicht immer einer Meinung waren zuletzt die Kammerberger (li. Jascha Beck) und die Sulzemooser (Daniel Wildgruber).

Die SpVgg Kammerberg geht als Favorit in ihr Heimspiel gegen den SV Sulzemoos. Das ist neu, denn in vier der fünf gemeinsamen Bezirksliga-Saisons stand der SVS am Saisonende vor der Spielvereinigung.

„Kammerberg hat mehr Punkte geholt und häufiger getroffen als wir. Dieses Mal sind wir der Außenseiter“, sagt Markus Wagenpfeil, der Teammanager des Tabellenelften. Die SpVgg Kammerberg geht als von Platz drei in das Derby – bei einem Sieg winkt sogar die Tabellenspitze. Das ist das Ziel der Spielvereinigung, nachdem sie sich am vergangenen Wochenenden beim 2:2-Remis in Pfaffenhofen die Punkte mit dem Gegner geteilt hatte.

„Es ist ein Heimspiel und unsere Heimspiele wollen wir gewinnen“, sagt SpVgg-Trainer Matthias Koston. In Pfaffenhofen hatte seine Mannschaft die besseren Möglichkeiten, traf dreimal die Latte und den Pfosten. Kostons Analyse ergab aber, dass nicht die Chancenverwertung, sondern das Defensivverhalten die SpVgg ein besseres Ergebnis gekostet haben. „Wir haben die Fehler analysiert und in einer intensiven Trainingswoche an der Cleverness im Zweikampfverhalten gearbeitet“, so der SpVgg-Trainer.

Im SV Sulzemoos sieht er einen unangenehmen Gegner. „Ich kann mich sehr gut an frühere Duelle erinnern. Es waren immer enge, kampfbetonte Spiele“, sagte Koston. Und weiter: „Das wird am Wochenende ähnlich sein. Mit Marcel Berger haben die Gäste einen Stürmer, der einen guten Lauf hat. Auf ihn müssen wir aufpassen.“ Er kennt den SVS-Stürmer aus der gemeinsamen Zeit beim ASV Dachau. Lukas Schmitt kennt Berger ebenfalls bestens – und auch den Gegner. Der Kammerberger Zugang lief in der vergangenen Saison für den SVS auf. Am vergangenen Wochenende in Pfaffenhofen stand Schmitt erstmals in dieser Saison in der Kammerberger Startelf. Auch gegen seinen Ex-Klub könnte er von Beginn an auflaufen. „Die Personalsituation ist unverändert gut“, so Koston.

Prunitsch ohne Training in der Startelf

Das ist ein deutlicher Vorteil gegenüber dem SV Sulzemoos. „Personell ist es weiterhin schwierig. Stefan Frimmer wird lange ausfallen. Er hat eine weiche Leiste und einen Knorpelschaden im Oberschenkelknochen. Er muss operiert werden und wird länger fehlen, so Sulzemoos-Teammanager Wagenpfeil. Johannes Oberacher und Simon Zech sind im Urlaub. Das heißt, dass Stefan Prunitsch ohne Trainingseinheiten in die Elf rotiert. „Er muss sofort spielen“, bestätigt Wagenpfeil. Auch Simon Zacherl könnte nach seiner Rückkehr direkt auflaufen.

Am vergangenen Wochenende hat der SVS mit dem 2:1-Sieg gegen das Spitzenteam TSV Eching gezeigt, dass er auch ohne wichtige Spieler gewinnen kann. „Der Sieg war moralisch super wichtig“, so Wagenpfeil.

In der vergangenen Trainingswoche versuchte Trainer Peter Held, das Passspiel in die Tiefe zu verbessern. In diesem Bereich hat der SVS im bisherigen Saisonverlauf Luft nach oben und Nachholbedarf gegenüber dem Gegner aus Kammerberg. „Sie sind der Favorit, aber wir freuen uns auf das Spiel. Es ist ja mittlerweile unser einziges Derby“, so Wagenpfeil.

Nachdem Karlsfeld und im vergangenen Sommer Jetzendorf in die Landesliga aufgestiegen sind, hoffen die Sulzemooser und Wagenpfeil im Prestigeduell auf den „Start eines kleinen Laufs.“  stm

Quelle: Merkur.de

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