„Wir haben zu viele Geschenke verteilt“

SpVgg Kammerberg lässt zwei Punkte beim VfB Eichstätt II liegen

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Der Schiedsrichter war nicht Schuld an dem Unentschieden der SpVgg Kammerberg

Die Rückkehr auf den zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga war möglich, aber die SpVgg Kammerberg hat den großen Wurf verpasst. Beim VfB Eichstätt II ließ man zwei Punkte liegen.

Die Mannschaft von Trainer Matthias Koston hat sich dabei ein gutes Stück weit selbst besiegt.

Das Auswärtsspiel in Eichstätt ist in vielerlei Hinsicht nicht der schönste Ausflug des Jahres. Zum einen hat das Stadion des Regionalligisten traditionell einen grenzwertig schlechten Platz, was diesmal nicht anders war. Dazu kommt die Unberechenbarkeit des gegnerischen Kaders, in dem diesmal fünf Kicker aus dem Regionalligakader aufschlugen. Dazu kommt die Eichstätter Art, Fußball zu spielen. Gefühlt waren die Spieler des Gastgebers im Schnitt eineinhalb Köpfe größer als die Kammerberger, was die Sache nicht leichter machte.

Eichstätt erarbeitete sich reihenweise Ecken und Freistöße in Strafraumnähe, was aber von der SpVgg mit viel Leidenschaft und Einsatz verteidigt wurde. Kammerberg hatte sich auf das Spiel wirklich gut eingestellt. Ein cleverer Schachzug war es auch, mit dem Innenverteidiger Matthias Eisenkolb auf der linken Seite in der Viererkette mehr Kopfballstärke in das Team zu bringen.

Kammerberg startete gut und ging verdient in Führung, durch einen Treffer des Torjägers Robin Streit (31.). „Danach aber haben wir Geschenke verteilt“, ärgert sich Trainer Matthias Koston über die taktischen Fehler seiner Schützlinge. So führte kurz vor der Pause, es stand 1:1, ein Eigentor zur Eichstätter Führung. Matthias Koston stellte später fest, dass seiner jungen Mannschaft in solchen Situationen etwas die Routine fehlt.

Nach der Pause fanden die Kammerberger zurück ins Match, sie machten einen Treffer wie aus dem Lehrbuch. Vor dem 2:2 von Sebastian Waas lief der Ball über sieben Stationen. Die Kammerberger vergaben noch weitere Chancen, den Siegtreffer zu erzielen, allerdings hatte auch Eichstätt in der Nachspielzeit noch eine Millionenchance. Unter dem Strich konnten dann beide Seiten mit dem Remis leben.

Matthias Koston betont aber auch, dass das Ziel der Kammerberger auch bei den aktuell 16 Punkten weiterhin die 40 Zähler für den Klassenerhalt sind. Erst dann sei er bereit, über neue Saisonziele nachzudenken. NICO BAUER

Stenogramm

VfB Eichstätt II - SpVgg Kammerberg 2:2 (2:1)

VfB Eichstätt II: Daniel Baltzer, Julian Scholl, Ismailcan Usta, Patrick Roth (74. Marcel Jasmann (88. Niklas Matzel)), Philipp Federl, Sebastian Graßl, Niklas Reutelhuber, Arjon Kryeziu, Alexander Thomas, Adrian Istrefi, Bastian Bösl (83. Benedikt Vollnhals)

SpVgg Kammerberg: Stefan Fängewisch, Tim Bürchner, Matthias Eisenkolb (72. Kevin Streit), Niklas Kiermeier (84. Maximilian Held), Benjamin Hofmann, Thomas Eichenseer, Lukas Schmitt (75. Willhelm Ampenberger), Thomas Nefzger, Sebastian Waas, Patrick Sturm, Robin Streit

Schiedsrichter: Christoph Pfeiffer

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 (31.) – Robin Streit. 1:1 (35.) – Bastian Bösl. 2:1 (43.) – Eigentor. 2:2 (65.) – Sebastian Waas.

Quelle: Merkur.de

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