SpVgg stellt Negativrekord auf

Haching kassiert fünfte Pleite am Stück

+
Ruhe bewahren trotz der fünften Niederlage in Folge: „Wir schauen weiter nicht auf die Tabelle, sondern verfolgen unseren Weg und das Ziel Klassenerhalt“, sagen die Trainer Claus Schromm (vorn) und Manuel Baum .

SpVgg Unterhaching - Statt der erhofften Wende gab es für die SpVgg Unterhaching in Bielefeld die Fortsetzung der schwarzen Serie 2013. Auch das fünfte Spiel des Jahres in der Dritten Liga ging verloren. Mit dem 0:3 bei der Arminia haben die Hachinger nun sogar einen Negativrekord aufgestellt.

 

VON CHRISTIAN AMBERG

Unterhaching – Fünf Niederlagen in Serie gab es in der Dritten Liga noch nie für die SpVgg und auch in der jüngeren Geschichte erst ein einziges Mal: in der Zweitliga-Saison 2004/05 – lange her. In Bielefeld waren die Gastgeber der verdiente Sieger. Allerdings war wieder einmal anzumerken, dass sich die junge Unterhachinger Mannschaft keineswegs chancenlos ihrem Schicksal ergeben musste, wie die nackten Zahlen der vergangenen Wochen den Eindruck erwecken könnten.

„Wir haben 39 Punkte, mit der Vier davor bei der Punktezahl tun wir uns verdammt schwer“, sagte Cheftrainer Claus Schromm nach dem Spiel. Nach wie vor bleiben die Trainer aber ruhig: „Wir schauen weiter nicht auf die Tabelle, sondern verfolgen unseren Weg und das Ziel Klassenerhalt.“ Im Drittliga-Tableau hatte die Negativserie bisher übrigens keine Auswirkungen, Haching ist nach wie vor auf dem sechsten Platz notiert.

In Bielefeld war wie zuletzt schon so oft ein zunächst vielversprechendes Spiel in eine ganz andere Richtung gekippt. Schon nach drei Minuten hätten die Gäste über den Führungstreffer jubeln können: Yasin Yilmaz zirkelte einen Freistoß an den Pfosten, den Nachschuss aus kurzer Distanz versemmelte Markus Schwabl kläglich. Ein lebhafter Beginn der Partie, die Unterhachinger machten deutlich, dass sie sich einiges vorgenommen hatten. Und wie zuletzt üblich folgte die kalte Dusche.

Nach nur zwölf Minuten waren sich Yilmaz und Maximilian Drum nicht einig, den Defensiv-Aussetzer nutzte Fabian Klos zum 1:0. Für den Top-Torjäger der Liga schon Saisontor Nummer 17. Noch gab sich die SpVgg nicht auf und kam durch Marius Willsch in der 17. Minute zur Ausgleichschance, seinen Schuss klärte Arminia-Keeper Platins mit den Fingerspitzen. Ein weiterer Patzer in der Defensive brachte dann wiederum nur kurz danach die Vorentscheidung: Nach einer Flanke landete Stephan Thees Kopfball-Abwehr direkt vor den Füßen von Hübner. Dessen Schuss blieb in der Hachinger Abwehr hängen, weil Drum und Daniel Hofstetter aber orientierungsloser waren als Gegenspieler Hille, konnte der zum 2:0 einschieben (17.).

Verzweifelte Erklärungsversuche: Chancen nicht genutzt

Mit einem kurzen Aufbäumen nach dem Seitenwechsel gaben die Hachinger dann noch ein Lebenszeichen von sich. Andreas Voglsammer zwang mit einem Schuss aus 20 Metern Keeper Platins zu einer Glanztat (51.). Der Rest der Partie war aber Sache der Hausherren, die die Partie gegen kreativ limitierte Hachinger humorlos über die Bühne brachten. Mit Glasners Kopfball (69.), der übers Tor flog, und Schönfelds 16-Meter-Schuss nach feiner Vorarbeit des Ex-Hachingers Tim Jerat (73.) war die Arminia dem 3:0 näher als die SpVgg dem Anschlusstreffer. In der Schlussminute gelang Bielefeld durch Glasner schließlich noch das dritte Tor.

Auch die verzweifelten Erklärungsversuche ähnelten anschließend denen der Vorwoche. „Wir haben drei Riesenchancen, wenn wir die reinmachen, läuft das Spiel ganz anders“, sagte Mittelfeldspieler Yilmaz. „Aber wir machen vorne einfach die Kisten nicht. Und dann kriegen wir wie letzte Woche zwei schnelle Tore und dann geht’s dahin.“

Die Arminia feierte den fünften Heimsieg in Folge und bleibt auf Aufstiegskurs, Haching steckt mit der fünften Pleite am Stück weiter in der Krise und ist das schwächste Drittliga-Team des Jahres. Bemitleidenswert ist mittlerweile Torhüter Korbinian Müller: Ohne ein schwaches Spiel gezeigt zu haben kassierte er bei vier Einsätzen mittlerweile zehn Gegentore. Immerhin: Den absoluten Negativrekord der Klubgeschichte hat die SpVgg noch nicht geknackt: Das waren sechs Pleiten in Serie zu Beginn der Zweitliga-Saison 1992/93.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“

Kommentare