„Damit ein Strategiewechsel stattfinden kann“

Schromm fordert vom DFB mehr Geld für Einsatz von Talenten

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Claus Schromm hat eine klare Idee zur Förderung von Talenten in Deutschland. 

Die SpVgg Unterhaching setzt seit Jahren auf die Durchlässigkeit vom Jugend- in den Herrenbereich. Trainer Schromm fordert den DFB auf, mehr Geld auszuschütten.

  • Claus Schromm will in Unterhaching weiterhin junge Talente an den Profi-Fußball heranführen
  • Junge Talente entscheiden sich wegen der guten Durchlässigkeit junger Spieler inzwischen oft für einen Wechsel zur Spielvereinigung
  • Der Haching-Trainer fordert höhere Prämien für den Einsatz von Talenten

Für Manfred Schwabl und Claus Schromm gibt es keine Alternative. Die SpVgg Unterhaching muss auch in Zukunft versuchen, junge Spieler erfolgreich auszubilden, ins Drittliga-Team zu integrieren und bestenfalls noch mit einer hohen Ablösesumme zu verkaufen.

„Wir haben in den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen“, sagte Schromm am Sonntag bei Blickpunkt Sport im BR. „Vor zehn Jahren kamen zur SpVgg Unterhaching Spieler, die bei Sechzig oder Bayern nicht mehr drankamen. Mittlerweile haben wir bei Spielern, die auch Angebote von den Löwen oder Roten haben, die Nase vorn, weil bei uns in den letzten Jahren sehr viele Spieler aus der eigenen Jugend den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben.“

SpVgg Unterhaching: Sprungbrett für talentierte Spieler

Für viele Youngster bleibt Haching das Sprungbrett nach oben. Zuletzt wechselte im Sommer Orestis Kiomourtzoglou von der SpVgg in die holländische Eredivise zu Heracles Almelo. Der 21-Jährige etablierte sich sofort als Stammspieler und kam in 14 von 15 Partien zum Einsatz. Weitere Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind Janik Haberer (25, SC Freiburg), Florian Niederlechner (29, FC Augsburg) oder Andreas Voglsammer (27, Arminia Bielefeld). Alle machten ihre ersten Schritte im Profi-Fußball im Hachinger Sportpark.

Inzwischen honoriert auch der DFB die Einsätze von Juniorennationalspielern. Aus einem knapp drei-Millionen-schweren Fördertopf bekommen die Vereine der 3. Liga Geld für die Einsätze der Talente. „Der DFB hat schon ein richtig gutes Zeichen gesetzt“, findet Hachings Trainer zwar, dennoch ist die Gesamtsumme seiner Meinung nach noch zu gering. „Wenn man die drei Millionen durch 20 Vereine Minus Bayern München teilt, kommt man bei ungefähr 150.000 raus“, rechnet Schromm vor. „Der durschnittliche Etat der 3. Liga ist knapp über drei Millionen. Da weiß man, dass diese Summe kein Umdenken bewirkt. Der Fördertopf ist eine richtig gute Geschichte und nur vom Volumen her zu klein, damit ein Strategie-Wechsel bei den Vereinen stattfinden kann und wird.“ 

Quelle: Merkur.de

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