SpVgg Unterhaching: Co-Trainer Steffen Galm spricht über das Scouting im Amateurbereich

Proficlub scoutet im Amateurfußball: „Wir haben einige Spieler auf dem Zettel“

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Steffen Galm und Claus Schromm: Die SpVgg Unterhaching sucht auch in den Amateurligen nach Spielern. 

Florian Niederlechner, Josef Welzmüller und Andreas Voglsammer sind die Aushängeschilder der SpVgg Unterhaching. Und der Beweis, dass ein Profiverein auf der Suche nach Talenten den Blick über den Tellerrand der Leistungszentren hinaus richten sollte.

„Wir haben in Bayern so viele Talente. Da müssen zwangsläufig vielversprechende Spieler in den Amateurligen kicken, die den Biss haben, Profi zu werden“, sagt Hachings Co-Trainer Steffen Galm. Als Trainer des BCF Wolfratshausen hat er selbst einen Spieler erlebt, bei dem er nach 15 Minuten Probetraining wusste: Den will ich haben. „Vladimir Kovac hatte zuvor schon in der Slowakei in der 1. Liga gespielt. Er hatte keinen Berater und ist durch den Rost gefallen. Er wollte in Deutschland erst in der A-Klasse spielen, bis sich einer erbarmt und ihn nach Wolfratshausen geschickt hat“, erinnert sich Galm.

Galm: „Wussten schon am dritten Regionalliga-Spieltag, dass wir Stefan Schimmer wollen“

Kovac packte über den BCF den Sprung zu den Löwen, spielte später für Wehen Wiesbaden in der 3. Liga. Doch Talent, Wille und gute Leistungen reichen nicht aus, um sich ins Blickfeld der Profivereine zu spielen. Ohne einen Fürsprecher gerät ein Talent unterhalb der Regionalliga nicht in den Fokus: „Ich hatte Vladimir versprochen, dass er von mir ein gutes Zeugnis und seine Möglichkeit bekommt. Die Chance bei 1860 hat er sich dann aber über seine Leistung erarbeitet“, sagt Galm.

Amateure bei der SpVgg Unterhaching auf der Scouting-Liste

Die SpVgg Unterhaching hat seit Jahren ein Gespür, bei welchen Amateurkickern das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. „Wir fördern unsere eigenen Talente. Aber im zweiten Schritt suchen wir immer nach Spielern aus der Region, die einschlagen können“, sagt Galm. Talente gibt es viele. Doch Spieler wie Stefan Schimmer sind die Ausnahme. „Wir wussten schon am dritten Regionalliga-Spieltag bei der Analyse vor dem Memmingen-Spiel, dass wir Stefan wollen. Am Ende hatte er 26 Tore erzielt. Das hat gezeigt, dass wir mit unserer Einschätzung recht hatten“, sagt Galm. Auch in dieser Saison hat Haching einige Amateurspieler auf dem Zettel. Ob sie das Zeug zum Profi haben, entscheidet am Ende nicht das Talent. „Sie müssen alles raushauen und sich dem Profi-Traum mit Haut und Haaren verschreiben“, sagt Galm.

Dieser Text erschie auf der Amateursportseite. Sie erscheint jeden Mittwoch im Münchner Merkur. Autor ist Christoph Seidl.

Quelle: Merkur.de

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