Trotz guter Tabellenposition

Bei der SpVgg Unterhaching denkt niemand an Aufstieg

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F: Leifer

Die SpVgg Unterhaching sorgt als bester Aufsteiger in der Dritten Liga weiter für Furore. Auf Platz fünf stehen die Hachinger nach rund einem Drittel der Saison glänzend da. 22 Punkte bedeuten zwölf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, der Abstand nach oben ist mit fünf Punkten auf Relegationsplatz drei wesentlich kleiner.

Obwohl das Ziel mittelfristig Zweite Liga heißt, träumt man derzeit keineswegs vom Aufstieg. „Ich mach mir da nach oben keine Sorgen“, scherzte Präsident Manfred Schwabl. „Wir verschwenden daran keinen Gedanken“, stellte Torschütze Sascha Bigalke klar, „zumal die drei Mannschaften auf den Aufstiegsplätzen ja auch ohne Ende punkten.“

Die Entwicklung aber zeigt eindeutig nach oben. Mit dem 1:0 gegen Preußen Münster stellte die SpVgg nebenbei eine neue Bestmarke auf. Es war der vierte Sieg in Folge ohne Gegentor. „Anscheinend ein Vereinsrekord“, freute sich Trainer Claus Schromm, „das ist natürlich beachtlich.“

Ebenso beachtlich und dabei noch bemerkenswerter ist aber die Tatsache, dass die Mannschaft das in ihrer ersten Saison nach der Rückkehr in die Dritte Liga schaffte – und angesichts einer derzeit recht langen Ausfallliste. Sieben Spieler stehen aktuell auf der Verletztenliste. Auch das fand Schromm am Samstag erwähnenswert: „Wir haben das nicht mit der immer gleichen Startelf geschafft, sondern durften und mussten rotieren.“

Zum Vergleich: In der überragenden vergangenen Aufstiegssaison war das Personal auf dem Platz mit wenigen Wechseln noch meist das gleiche. In der Liga ist Unterhaching längst angekommen, auf das neue Niveau ist man bestens eingestellt. „Wir haben zwar auch wieder Chancen zugelassen, aber vor einigen Wochen hätten wir auch ein Gegentor bekommen“, sagt Schromm. „Wir sind jetzt früher bereit, Lücken zu schließen. Das war ein Lernprozess.“

Auch Hachings Außenverteidiger Max Dombrowka unterstrich eine Entwicklung im Defensivspiel: „Die Viererkette ist inzwischen stabil, wir haben uns der Liga angepasst. Wir Außenverteidiger gehen nicht mehr bei jedem Angriff mit nach vorne, damit wir hinten sicherer stehen.“ Das neue Selbstbewusstsein belegt auch diese Aussage: „Wir mussten uns den Gegner erst zurechtlegen.“ Gegen das drittliga-erfahrene Münster eine durchaus freche Herangehensweise, die das Team aber mutig und erfolgreich umsetzte.

Alles in allem sieht der Unterhachinger Chefcoach eine „gute Entwicklung. Das stimmt mich optimistisch für die Zukunft.“ 22 Punkte hat die SpVgg mittlerweile für den Klassenerhalt gesammelt. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren reichten zwischen 40 und 44 Punkten, um in der Liga zu bleiben. Die Hälfte davon ist bereits eingefahren, wohlgemerkt schon im ersten Drittel der Saison.

Quelle: fussball-vorort.de

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