SpVgg plant Aufstieg in die 2. Bundesliga

„Innovation im Haifischbecken“ - Haching geht an die Börse und will hoch 

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Grillhütte? Aktienunternehmen! Präsident Manni Schwabl bespricht mit dem BR Hachings Börsenpläne. 

Frisches Geld auftreiben, ohne neue Schulden zu machen – so stellt sich das Manfred Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching, vor.

Unterhaching – „Wir spielen nicht Harakiri, sondern prüfen seit Ende 2017 in einer Machbarkeitsstudie die Möglichkeiten zum Gang an die Börse“, sagt der Macher des Fußball-Drittligisten. „In dem Haifischbecken Profifußball braucht es besondere Innovationen.“

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, noch in diesem Jahr soll die Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA an der Börse gehandelt werden. Ein mutiger Schritt, denn bisher hat das in Deutschland nur Dortmund gewagt. Die BVB-Aktie startete mit elf Euro, fiel dann jedoch auf 80 Cent und wird aktuell immerhin wieder mit acht Euro gehandelt.

„Wir haben den Markt geprüft und sehen gute Chancen für die Hachinger Aktie“, sagt Claus Lemke vom Hachinger Emissionspartner Portfolio Control in Richtung der Zweifler. Bis zu zwölf Millionen Euro könnten durch den Börsengang in die Hachinger Kasse fließen. Rund 1,5 Millionen Aktien sollen platziert werden, der Stückpreis dürfte bei acht Euro liegen und geht auch in den freien Verkauf. „Durch Ankerinvestoren sind bereits vier Millionen geflossen, wir stehen in Verhandlungen mit zwei Großinvestoren“, sagt Lemke. „Es sieht gut aus, dass wir die Ziele erreichen.“

Für Schwabl, der 16,6 Prozent der Aktien halten wird, ist dieser Börsengang die beste Variante: „Wir brauchen eine Struktur und ein Fundament, wir sehen uns als mittelständiges Unternehmen und brauchen in Zukunft keine Angst mehr um die Lizenzierung zu haben, der Börsengang gibt uns Planungssicherheit für die nächsten Jahre“, sagt Schwabl, der auch konkrete Vorstellungen über die weitere sportliche Entwicklung nennt: „In der kommenden Saison streben wir einen einstelligen Tabellenplatz an, in der Saison 2021/2022 lautet das Ziel Aufstieg in die zweite Liga.“

In der Vorbereitung auf die neue Saison jedenfalls tut sich gerade einiges. Stürmer Dominik Wiedemann, 22, wechselt zum Ligakonkurrenten Würzburger Kickers. Der vom Hamburger SV ausgeliehene Außenangreifer Finn Porath, 22, wird sich dem Zweitligisten Holstein Kiel anschließen. Im Gegenzug verpflichteten die Hachinger den ehemaligen Junioren-Nationalspieler Felix Schröter, der zuletzt für den Regionalligisten FV Illertissen stürmte. Nur die Torhüterposition ist nach dem Weggang von Lukas Königshofer zum Drittligarivalen KFC Uerdingen noch vakant: Ein Kandidat ist der Gräfelfinger Alexander Eiban, der zuletzt beim Regionalligisten FC 05 Schweinfurt unter Vertrag war.

Trainer Claus Schromm jedenfalls warnte schon mal: „Die 3. Liga ist sicher noch stärker geworden, das wird eine interessante Saison und für uns eine große Herausforderung.“ KLAUS KIRSCHNER

Quelle: Merkur.de

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