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Schwabl: „Talentförderung würde ich immer eintauschen gegen einen guten Tabellenplatz“

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Manfred Schwabl spricht über die Talentförderung in Deutschland.
Manfred Schwabl spricht über die Talentförderung in Deutschland. © Brouczek

Manfred Schwabl hält mit seiner Meinung zum Thema Nachwuchsarbeit beim DFB im großen Merkur-Interview nicht hinter dem Berg. „Wenn ich schau, wie viel Einsatzzeiten deutsche Talente in den ersten drei Profiligen haben, muss man sich als deutscher Fußballfunktionär schon fast schämen.“

Unterhaching – Der Präsident der SpVgg Unterhaching gibt auch Einblicke in die Nachwuchsarbeit seines Clubs, spricht über den Glücksfall Karim Adeyemi, der den Hachingern bei seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg 3,35 Millionen Euro einbrachte und ihnen womöglich einen üppigen Nachschlag von rund neun Millionen einbringen könnte, wenn er zu stark interessierten Clubs (Borussia Dortmund oder FC Barcelona) wechselt.

Schwabl, der auch Schirmherr des weltgrößten E-Jugendturniers Merkur CUP ist, erzählt wie groß der Aufwand ist, um ein leistungsfähiges Nachwuchsleistungszentrum aufzubauen, warum der Verein ganz genau auf die Schulzeugnisse seiner Zöglinge schaut („Besonders die soziale Bewertung und die Lernfähigkeit sind aufschlussreich“) und warum es immer besser sei, „mit eigenen Talenten beispielsweise in der Landesliga zu spielen, als mit fremden in der Bayernliga“.

Dabei sei für ihn bei den Jugendteams der sportliche Erfolg nicht immer höchstes Gebot. „Vorrang sollte immer die Talentförderung hin zur ersten Mannschaft haben. Das würde ich immer eintauschen gegen einen guten Tabellenplatz.“  (mm)

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