Dombrowka: „Den Kontakt nach oben nicht abreißen lassen“

Haching ist heiß auf mehr - Rückrundenstart gegen den VfR Aalen

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„Jetzt geht es darum, den Kontakt nach oben nicht abreißen zu lassen“: Max Dombrowka formuliert ein klares Ziel für die restlichen 18 Spiele in der 3. Liga. 

Mit dem ungeliebten Montagabend-Spiel greift heute auch die SpVgg Unterhaching in der 3. Liga beim VfR Aalen wieder ins Geschehen ein.

VON CHRISTIAN AMBERG

Hoch motiviert, bestens gerüstet, von der Konkurrenz in den Favoritenstatus gehoben – aber gegen einen Gegner, der sich auf keinen Fall eine Niederlage erlauben darf.

Dem VfR steht das Wasser nämlich bis zum Hals. Nur mit einem Sieg bliebe der Vorletzte in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen, bei einer Niederlage würde der Rückstand zum rettenden 16. Platz bei ernüchternden fünf Punkte bleiben. Es ist für Aalen schon im ersten Spiel des Jahres der Kampf ums Überleben in der 3. Liga – und für die SpVgg ein unbequemes Auftaktprogramm.

„Wenn man die Tabelle anschaut, könnte man uns als Favoriten sehen“, sagt Chefcoach Claus Schromm. Allerdings gibt es durchaus einiges, das die Aufgabe diffiziler macht als es die Papierform aussagt. Zum einen „ist Aalen sicher nicht unser Lieblingsgegner“, erinnert Schromm an die vergangenen Duelle mit dem VfR. „Vergangenes Jahr haben wir gar keinen Punkt geholt und in Aalen einen ganz schwachen Auftritt hingelegt.“ Die Partie auf der Ostalb verlor die SpVgg 1:3, zu Hause in der Rückrunde 0:1. Und auch im Hinspiel dieser Saison, dem ersten Heimspiel, reichte es nur zu einem glanzlosen 0:0.

Das ist zwar Vergangenheit und die aktuellen Kräfteverhältnisse sind eindeutig anders, doch zu alledem kommt die Jahreszeit. Dem fußballerischen Ansatz der SpVgg kommen gepflegte Rasenplätze besser entgegen. Im Trainingslager in Spanien und auch seit der Rückkehr nach Unterhaching, wo die Mannschaft erstmals seit vielen Jahren im schneefreien Stadion stets trainieren und auch die Testspiele auf Rasen austragen konnte, waren die Bedingungen optimal. „Ein guter Platz ist für unser Spiel elementar“, weiß Schromm. Dumm nur, dass das Grün in Aalen nicht zu den vorzeigbarsten der Liga zählt: „Da wird der Platz sicher nicht so gut sein.“ Ganz unabhängig von diesen Einflüssen scheinen die Hachinger nach der tollen Vorrunde heiß auf mehr zu sein. Athletisch hat die Mannschaft dank der kurzen Winterpause nicht viel verloren, mit dem satten 4:0 gegen das Spitzenteam Uerdingen zum Jahresende ging die SpVgg außerdem mit einem bemerkenswerten Erfolgserlebnis in den Urlaub. Hinzu kommen zwei Siege in drei Testspielen plus ein Remis, also eine Vorbereitung ohne Niederlage. „Die Ergebnisse in den Testspielen zählen für mich nicht besonders“, sagt Schromm, fügt aber ehrlich hinzu: „Sie tun schon gut.“

Dass Haching nun auch als ernster Kandidat für den Aufstieg in die Rest-Rückrunde geht, haben Verantwortlichen aller Drittliga-Klubs in einer Umfrage bestätigt. Das könnte auch für seine Mannschaft eine Rolle spielen, glaubt Schromm: „Es ehrt uns, dass man uns zu den Mitfavoriten zählt“, sagt der Cheftrainer, „nur bringt uns das am Ende des Tages nicht viel. Wir wissen, was wir können, aber die anderen wissen das jetzt auch.“

Stürmer Stefan Schimmer glaubt dagegen fest an eine Fortsetzung der erfolgreichen Saison: „Ich mache mir wirklich keine Sorgen, dass wir nicht gut aus der Winterpause kommen.“ Und Verteidiger Max Dombrowka unterstreicht die Motivation des gesamten Teams auch für die zweite Saisonhälfte: „Wir haben Platz fünf erreicht und sind damit sehr zufrieden. Aber jetzt geht es darum, den Kontakt nach oben nicht abreißen zu lassen. Das darf nicht passieren und das ist unser klares Ziel.“

Personell ist die SpVgg vor dem Startschuss 2019 gut aufgestellt. Lediglich Luca Marseiler muss wegen eines Faserrisses im Hüftbeuger eine Pause einlegen. Sascha Bigalke, der sich im Training das Knie leicht überstreckt hat, wird wohl mitwirken können. Einzige Änderung, die nicht von der medizinischen Abteilung initiiert ist: Dombrowka wird wohl von Alexander Winkler die linke Abwehrseite übernehmen.

SpVgg: Königshofer – Schwabl, Endres, Greger, Dombrowka – Stahl, Hufnagel – Müller, Bigalke – Hain, Schimmer.

Quelle: Merkur.de

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