Haching schlittert in handfeste Krise

+
Machtlos: Auch Torwart Lukas Königshofer konnte die höchste Hachinger Saisonniederlage nicht verhindern.

Nächster Rückschlag für die SpVgg Unterhaching. Das 1:4  beim Tabellen-Letzten VfR Aalen war schon die vierte Niederlage in Serie. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Gastgeber, die zuvor 14 Spiele in Folge ohne Dreier geblieben waren, den Hachingern klar überlegen.

Unterhaching – Es ist 2019 einfach der Wurm drin. Aalen führte bereits nach 45 Minuten mit 2:0 – nur. Bei drei weiteren Großchancen hatten die Hachinger richtig Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Stefan Schimmer rettete schon nach sieben Minuten artistisch auf der Linie, nachdem ein Freistoß von Sessa gefährlich Richtung Tor gesegelt war. Nur zwei Minuten später die kalte Dusche: Nach einem kapitalen Schnitzer von Marc Endres im Aufbauspiel schickte Sessa VfR-Stürmer Morys steil, der ließ Torhüter Lukas Königshofer keine Chance, das 1:0.

Die SpVgg bekam die Partie auch im Anschluss an den frühen Schock nicht in den Griff. Nach einer Hereingabe von Sliskovic kam Sessa an den Ball, der Pfosten rettete für die Gäste (20.). Drei Minuten danach gewann Morys im Strafraum einen Zweikampf gegen Endres, seinen Schuss klärte Königshofer gerade noch mit dem Fuß. Nach einer halben Stunde das 2:0, als Sliskovic nach einer Flanke von Traut im Strafraum völlig frei zum Kopfball kam und ohne Probleme einnicken konnte. Die Hachinger zeigten nur wenig Gegenwehr, hatten durch einen Freistoß von Alexander Winkler in die Mauer (25.) und einen Fallrückzieher von Stephan Hain (26.) nur zwei halbe Tormöglichkeiten. Erst kurz vor der Pause herrschte richtig Gefahr vor dem Aalener Kasten. Hain nutzte einen Fehler von VfR-Schlussmann Bernhardt, traf aber nur den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Unterhaching aufs Tempo zu drücken und hatte endlich auch mehr Spielanteile. Möglichkeiten gab es kaum noch, Aalen zog sich zunächst zurück. Ein Vorstoß reichte aber in der 67. Minute zur Vorentscheidung. Sessa eroberte an der Mittellinie den Ball und schickte erneut Morys auf die Reise, der ließ Königshofer mit einem feinen Lupfer keine Chance. Pech hatten die Hachinger zuvor gehabt, als Winkler mit einem 18-Meter-Schuss die Querlatte traf.

Nach dem 3:0 folgte zwar prompt die Unterhachinger Antwort, als der eingewechselte Orestis Kiomourtzoglou einen Freistoß von Sascha Bigalke per Kopf ins Tor verlängerte (70.), mehr gab es für die Gäste aber nicht mehr zu bejubeln. Auch nicht, als Trainer Claus Schromm auf Risiko setzte und mit Dominik Widemann für Abwehrchef Endres in der 77. Minute die Offensive verstärkte. Stattdessen legte der überragende Sessa mit einem Sonntagsschuss aus über 20 Metern sogar noch das 4:1 nach – die höchste Saisonpleite für die SpVgg war besiegelt.

Die SpVgg verpasste es durch die Niederlage im Nachholspiel, in der Tabelle an den Würzburger Kickers wieder vorbei auf den sechsten Platz zu ziehen.

Bei den in der Rückrunde so starken Würzburgern steht für die Hachinger am Montag das nächste Auswärtsspiel an. Gegen die Kickers hatte Haching in der Vorrunde die einzige Niederlage kassiert.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

„Das absolute Highlight“ - Haching-Talente messen sich mit Barcelona
„Das absolute Highlight“ - Haching-Talente messen sich mit Barcelona
Kern des FC Ismaning bleibt beisammen
Kern des FC Ismaning bleibt beisammen
Emmerings Gegner stehen fest -Neuanfang beim TSV Aßling
Emmerings Gegner stehen fest -Neuanfang beim TSV Aßling
FC Schwaig geht mit einem 2:1 ins Rückspiel
FC Schwaig geht mit einem 2:1 ins Rückspiel

Kommentare