Fragen und Antworten zum Start

Haching sichert sich mit Börsengang Etat für kommenden drei Spielzeiten

+
Die SpVgg Unterhaching plant in den nächsten Jahren den Aufstieg in die 3. Liga.

„A2TR91“ lautet die Wertpapiernummer, unter der ab diesem Montag Aktien der SpVgg Unterhaching gezeichnet werden können. Nach Borussia Dortmund ist die SpVgg erst der zweite deutsche Profifußballverein, der diesen Schritt wagt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Börsengang.

Warum geht die Spielvereinigung Unterhaching überhaupt an die Börse?

Mit dem Gang an den Kapitalmarkt und den laufenden Einnahmen sichert sich die SpVgg Unterhaching den Etat für die kommenden drei Spielzeiten. Ohne Mäzen, sondern mit zahlreichen Aktionären. Der Verein wäre schuldenfrei, könnte weiter in das Nachwuchsleistungszentrum und das Stadion „Sportpark Unterhaching“ investieren sowie den Profi-Kader gezielt weiterentwickeln. So kann die SpVgg nach dem Aufstieg in die 3. Liga im Jahr 2017 und Platz 10 in der Saison 2018/19 ihr mittelfristiges Ziel konsequent verfolgen: den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Behält der Verein auch nach dem Börsengang die Kontrolle?

Ja. Der Verein wird auch künftig die Kontrolle über die Geschäftsführung der börsennotierten Gesellschaft verfügen. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien ist die bewährte Gesellschaftsform, um sich dem Kapitalmarkt zu öffnen und gleichzeitig die Vorgaben des DFB bzw. der DFL zu erfüllen. Der Verein wird nach dem Börsengang mindestens 50 Prozent der Aktien halten. Außerdem ist er 100-prozentiger Gesellschafter der Haching Verwaltungs GmbH. Diese ist alleinige, persönlich haftende Gesellschafterin („Komplementärin“) der Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA und übt damit die Geschäftsführung aus.

Kann grundsätzlich jede(r) Anhänger(in) der SpVgg Unterhaching Anteile an der Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA erwerben?

Grundsätzlich kann jeder Interessent die Aktien erwerben. Sie benötigen für die Zeichnung ein Wertpapierdepot bei einer Hausbank oder Online-Bank. Es gibt kein Mindestzeichnungsvolumen oder Ähnliches.

Wie kann man Anteile an der Fußball KGaA erwerben?

Der Erwerb ist ab Beginn der Zeichnungsfrist am 15. Juli 2019 (8 Uhr) über die Depotbank per „Kauf-Order“ (Wertpapierkennnummer A2TR91) am Börsenplatz München möglich. Dabei ist auf die Gültigkeit der Order bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 26. Juli 2019 zu achten.

Zu welchem Ausgabepreis werden die Aktien erhältlich sein?

Die Ausgabe erfolgt zum Festpreis von 8,10 Euro je Aktie.

Gibt es eine Mindest-/Höchstzahl an Aktien bzw. einen Minimal-/Maximalbetrag, zu dem man Anteile zeichnen kann?

Nein, weder noch. Bei Überzeichnung entscheidet die SpVgg über die Zuteilung innerhalb rechtlicher Grundsätze.

Kann man auch zu einem späteren Zeitpunkt noch Aktien (nach)kaufen?

Nach Ende der Zeichnungsfrist (voraussichtlich am 31. Juli 2019) wird der freie Handel der Aktien an der Börse München beginnen. Ab diesem Zeitpunkt kann die Aktie zum tagesaktuellen Kurs frei gekauft und verkauft werden.

Was sind die wesentlichen Chancen und Risiken für die Entwicklung des Aktienkurses?

Die wesentliche Chance für die Aktie wäre der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Allein die TV-Einnahmen würden sich im Fall des Aufstiegs von aktuell einer Million Euro auf rund zehn Millionen Euro vervielfachen. Auch die Einnahmen durch Ticket-Verkäufe und Sponsoring würden sich voraussichtlich mehr als verdoppeln. Insgesamt erwartet die SpVgg, in der 2. Bundesliga einen erheblichen Jahresüberschuss erzielen zu können. Das wesentliche Risiko ist der Abstieg. In diesem Fall würden aus der TV-Vermarktung keine Einnahmen erzielt und es wären nur geringe Transfererlöse aus der Veräußerung von Lizenzspielern möglich. Ferner könnten die Ausgaben, insbesondere für die Stadionnutzung und sonstige laufende Verträge, nur bedingt den reduzierten Einnahmen angepasst werden.

Um wie viel wurde das Grundkapital der Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA erhöht?

Insgesamt soll das Grundkapital um die genehmigten bis zu 1,5 Millionen Euro erhöht werden. Davon wurden 545 635 Euro im Rahmen der ersten Finanzierungsrunde im Juni 2019 platziert. Die übrigen bis zu 954 365 Euro werden jetzt beim Börsengang angeboten.

Wie wird die Aktionärsstruktur nach den Börsengang aussehen?

Sofern alle Aktien platziert werden, wird die Aktionärsstruktur voraussichtlich folgendermaßen aussehen:
Spielvereinigung Unterhaching e.V.: 2,25 Millionen Aktien (50 Prozent)
Manfred Schwabl (Präsident der SpVgg): 750 000 Aktien (16,66 Prozent)
Andreas Kögl (Anker-Investor): 405 000 Aktien (9 Prozent)
Streubesitz: 1,095 Millionen Aktien (24,33 Prozent)
Gesamtaktienanzahl: 4,5 Millionen (100 Prozent)

Ist eine (weitere) Erhöhung des Grundkapitals in näherer Zukunft geplant? Falls ja: In welcher Höhe und muss die Mitgliederversammlung dieser Erhöhung zustimmen?

Eine weitere Erhöhung ist nicht geplant und auch nur mit Zustimmung der Mitgliederversammlung möglich.

In welcher Höhe wurden Anteile an der Fußball KGaA übertragen?

Eine Übertragung von Anteilen fand nicht statt. Die ausgegeben Aktien stammen zu 100 Prozent aus der Kapitalerhöhung. Der Verein hält weiterhin 2,25 Millionen Aktien an der KGaA.  mm

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Volk und Münch erlösen Ebersberg
Volk und Münch erlösen Ebersberg
Erst gegen neun Gäste klappt es
Erst gegen neun Gäste klappt es
FC Pipinsried: Die Ausrufezeichen werden immer fetter
FC Pipinsried: Die Ausrufezeichen werden immer fetter
Hattrick und Doppelpack:Lebek und Mayer schießen Gautinger SC auf Rang drei
Hattrick und Doppelpack:Lebek und Mayer schießen Gautinger SC auf Rang drei

Kommentare