WÜRZBURGER KICKERS – UNTERHACHING 1:2 

Schromm: „In der Summe ein sehr, sehr glücklicher Sieg“

In der Hinrunde gewann die SpVgg Unterhaching in einer spektakulären Partie mit 5:4 gegen Kickers Würzburg. Beim Rückspiel gelang den Hachingern ebenfalls Sieg.

Würzburg/Unterhaching – Die SpVgg Unterhaching ist mit einem Auswärtssieg ins neue Jahr gestartet und bleibt in der Spitzengruppe der 3. Liga. Mit dem 2:1 bei den Würzburger Kickers konnten die Hachinger den Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz sogar auf zwei Punkte verkürzen. In einer unterhaltsamen Partie war die SpVgg am Samstag ein glücklicher Sieger, der sich die drei Punkte nach einem Rückstand noch erkämpfen konnte. „In der Summe ein sehr, sehr glücklicher Sieg“, gab Unterhaching Cheftrainer Claus Schromm zu. „Eine sehr, sehr bittere Niederlage“, fand sein Gegenüber Michael Schiele.

Die Gäste starteten zwar mit einer starken Anfangsviertelstunde in die Partie und kamen durch Standardsituationen auch zu guten Möglichkeiten, danach konnten sie allerdings nur mit Glück ein 0:0 in die Halbzeitpause retten. Stephan Hain (2.) und Christoph Greger (9.) hatten jeweils nach einem Freistoß von Sascha Bigalke das 0:1 auf dem Fuß, kurz danach traf Hain zwar ins Tor, wurde aber wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (15.). In der Folge brachten die Hachinger bis zur Pause nur einen einzigen sehenswerten Angriff zustande, bei dem Moritz Heinrich an Kickers-Torhüter Müller scheiterte. Würzburg kam nach der schwungvollen Unterhachinger Anfangsphase immer besser ins Spiel und hatte durch Sontheimer (24.) und Kaufmann (38.) zwei Top-Chancen, die SpVgg-Keeper Nico Mantl parierte.

In den zweiten Durchgang glückte den Gastgebern ein Traumstart. Gerade 19 Sekunden waren gespielt, als Pfeiffer per Kopf nach Flanke von Kaufmann das 1:0 erzielte. Zum wiederholten Male hatte die in dieser Saison meist sattelfeste Hachinger Abwehr nicht gut ausgesehen. Alexander Winkler hatte den Ball nicht wegbekommen, auf der linken Abwehrseite sich anschließend Janik Bandowski nicht konsequent in den Zweikampf mit Kaufmann eingelassen. Das Experiment von Claus Schromm, mit einer Dreierkette zu verteidigen, war da schon gescheitert und wurde auch korrigiert.

Mit der Einwechslung von Stürmer Felix Schröter für Max Dombrowka kam zwar neuer Angriffsschwung ins Spiel der Hachinger, recht viel anfangen konnten sie mit ihren Freiheiten aber nicht, obwohl sich Würzburg mehr und mehr zurückzog. Erst ein Pfiff von Schiedsrichter Braun brachte schließlich die Wende. Nach einem Handspiel von Kaufmann entschied der Referee zurecht auf Elfmeter, den Innenverteidiger Christoph Greger souverän zum 1:1 verwandelte. Die Riesenchance zur erneuten Führung der Gastgeber vereitelte kurz danach erneut Mantl nach Hansens Schuss aus spitzem Winkel. Doch die Partie war nun endgültig zugunsten der Gäste gekippt.

Erst recht, als Pfeiffer in der 72. Minute die Gelb-Rote Karte sah. Danach übernahm die SpVgg komplett die Initiative und feierte auch noch den Siegtreffer. Schröter legte sensationell mit der Hacke vor, Lucas Hufnagel spitzelte den Ball zum 1:2 in Tor (75.). Pech für die dezimierten Kickers: Eine letzte Chance von Kaufmann landete in der Schlussphase am Pfosten, Haching feierte einen glücklichen Sieg.

„Wir sind eigentlich gut ins Spiel reingekommen und hätten auch in Führung gehen können“, so das Fazit von Schromm, „aber dann sind doch einige Geschichten zusammengekommen, wo wir wirklich Glück hatten. Richtig Zugriff haben wir nicht bekommen, der Elfmeterpfiff hat das Spiel letztlich zu unseren Gunsten gedreht.“ Mittelfeldspieler Moritz Heinrich freute sich über „einen „Sieg des Willens, der es am Ende war“ und über „einen super Start in die Rückrunde“.

Der aber auch zwei negative Randnotizen mit sich brachte. Für Neuzugang Felix Müller war das Debüt im Hachinger Trikot nach nur acht Minuten beendet. Kurz nach seiner Einwechslung in der 60. Minute musste er verletzt vom Platz. Markus Schwabl sah in der 86. Minute ebenfalls Gelb-Rot und fehlt im Heimspiel am Samstag gegen Uerdingen gesperrt.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

3:0 nach 13 Minuten: Ein Blitz-Traumstart für Bernbeuren
3:0 nach 13 Minuten: Ein Blitz-Traumstart für Bernbeuren
Im Interview: Max Kothny - der neue starke Mann von Türkgücü
Im Interview: Max Kothny - der neue starke Mann von Türkgücü
Stefan Schimmer: Tor gegen 1.FC Nürnberg war grandioses Gefühl
Stefan Schimmer: Tor gegen 1.FC Nürnberg war grandioses Gefühl
Türkgücü: Vertrag aufgelöst - „Mission 3. Liga“ ohne Emre Güral
Türkgücü: Vertrag aufgelöst - „Mission 3. Liga“ ohne Emre Güral

Kommentare