Hachings Torwart Stefan Riederer im Interview

Riederer: "Manche Spieler nennen mich Papa"

+
Sicherer Rückhalt der SpVgg Unterhaching: Torwart und Kapitän Stefan Riederer. Foto: Robert Brouczek

SpVgg Unterhaching – Geht es um potenzielle Abgänge der SpVgg Unterhaching in der Winterpause fällt immer wieder auch sein Name: Torhüter Stefan Riederer (26), einer der Leistungsträger des jungen Teams.

Die Datenbank des Fachmagazins kicker führt ihn bei den Top-Spielern auf Platz vier aller Drittliga-Profis. Seit seinem Gala-Auftritt in Rostock bangt man umso mehr um den Verbleib des Kapitäns.

- Herr Riederer, was ist dran an den Gerüchten um die Angebote für einen vorzeitigen Wechsel?

Es gab mal Gerüchte, aber bei mir hat niemand angerufen. Also nichts Konkretes, ich persönlich stelle mich darauf ein, die Saison hier zu Ende zu spielen. Es ist ja auch eine Frage der Perspektive, welcher Verein anfragt.

- Ist die Perspektive in Haching eine Möglichkeit, im Sommer sogar den Vertrag zu verlängern?

Das hängt von vielen Faktoren ab. Es wäre gut, die Mannschaft zusammenzuhalten. Dass nicht wieder 15 Leute gehen und 20 neue kommen und wir wieder einen kompletten Neuanfang starten müssen. Dann wäre auch nach oben was drin.

- Aber Ihr Blick geht schon auch dahin, noch mal höherklassig zu spielen, oder?

Das sollte immer der Anspruch eines Fußballers sein, es ist auch meiner. Auch wenn ich bisher in meiner Karriere nicht so viele Spiele gemacht habe. Aber ich denke oft an Oliver Fink (Ex-Hachinger, die Red.), der jetzt mit 30 Jahren in Düsseldorf seine ersten Bundesliga-Spiele gemacht hat. Er hat immer dran geglaubt, das noch zu packen.

- Würden Sie sagen, Sie spielen die beste Saison Ihrer Karriere?

Die zwei Jahre mit Kötzting in der Bayernliga waren auch sehr erfolgreich, aber im Profibereich sicher ja.

- Und Rostock war Ihr bestes Spiel der Saison?

Von den Paraden her schon. Aber ich glaube, es waren auch viele gute Spiele dabei, in denen ich mich halt nicht so auszeichnen konnte. Auch das ist wichtig, dass ich für die junge Truppe da hinten die Knochen hinhalte.

- Wie lautet Ihre Bilanz der bisherigen Saison?

Die 39 Punkte, die wir geholt haben, sind sensationell. Vor allem, weil uns niemand etwas zugetraut hat. Persönlich ist auch alles gut gelaufen, außer, dass wir vor allem zu Hause zu viele Gegentore bekommen haben.

- Sie werden in ein paar Tagen 27, sind aber mit Abstand der Älteste in der Mannschaft. Wären Sie in der jungen Truppe gerne auch noch mal jünger?

Das ist manchmal schon lustig, weil mich einige Spieler tatsächlich „Papa“ rufen. Aber nein, jünger sein will ich eigentlich nicht mehr. Ich habe zwar nicht so viele Spiele in meiner Karriere gemacht, aber doch schon einiges erlebt. Und das ist ja auch eine Qualität, die ich auf den Platz bringen kann.

- Sollte das Spiel gegen Wehen stattfinden: Wie groß ist die Motivation noch nach einer langen Saison?

Die ist sehr groß. Wir wollen zum Abschluss unbedingt gewinnen, weil wir in den letzten Heimspielen nicht so überzeugend aufgetreten sind. Und zum Abschluss will man seinen Fans ja auch noch mal was bieten.

Das Gespräch führte Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

TSV Jahn Freising: Regensburg-Spiel als Sinnbild einer völlig verkorksten Saison
TSV Jahn Freising: Regensburg-Spiel als Sinnbild einer völlig verkorksten Saison
Haching mit gnadenloser Effektivität
Haching mit gnadenloser Effektivität
Futsal: TSV Neuried schlägt SV Pars Neu-Isenburg und kann nun in aller Ruhe Weihnachten feiern
Futsal: TSV Neuried schlägt SV Pars Neu-Isenburg und kann nun in aller Ruhe Weihnachten feiern
Futsal: TSV Neuried II holt gegen SC Arcadia Messestadt seinen ersten Punkt seit knapp zwei Jahren
Futsal: TSV Neuried II holt gegen SC Arcadia Messestadt seinen ersten Punkt seit knapp zwei Jahren

Kommentare