Fußball

Training ohne Wettkampfcharakter

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Hachings Cheftrainer Claus Schromm beim Training an der Sternstraße.

Bei der SpVgg Unterhaching gilt weiterhin: Training ohne Wettkampfcharakter.

Unterhaching – Die Spieler schwitzen wieder auf dem Rasen, Cheftrainer Claus Schromm zeigt sich schon mit der ersten gesunden Frühlingsbräune am Rand des Platzes an der Unterhachinger Sternstraße. Die Profis der SpVgg sind in einen gewissen Trainingsalltag zurückgekehrt. Einen, der zugegeben „zwar Fußballtraining ist und schon auch viel mit dem Ball, aber mit Wettkampf nichts zu tun hat“, wie der Coach zugibt. Eine Vierergruppe mit Jim-Patrick Müller und Kapitän Josef Welzmüller ist am Mittwoch  Nachmittag die letzte, die ihr Programm absolviert. Dreimal pro Woche sind die Spieler auf dem Platz, mit jeweils 75 Minuten sind die Einheiten durchaus ausgiebig geplant. Zweimal pro Woche steht außerdem immer noch individuelles Training zu Hause auf dem Programm. Man macht sich auch bei der SpVgg irgendwie bereit für eine mögliche Fortsetzung der Saison in der Dritten Liga. Ob der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, ist nach wie vor unklar. Schromm hofft weiter, dass wieder gespielt wird und am Ende eine sportliche Entscheidung die Abschlusstabelle bestimmt – obwohl es für die Hachinger als aktuellem Dritten bei einem Saisonabbruch sogar ungeahnt gut ausgehen könnte: Mit dem Aufstieg. „Aber wir wollen, dass die Saison zu einem sportlichen Abschluss kommt, sofern das im gesellschaftlichen und gesundheitlichen Kontext möglich ist“, sagt Schromm.

Auch Präsident Manfred Schwabl plädiert schon seit einiger Zeit öffentlich darauf, die Saison nicht abzubrechen, und sofern es die Umstände zulassen in die Stadien zurückzukehren. Die zur offenen Konfrontation mutierten gegensätzlichen Meinungen innerhalb der Liga wollte man am Dienstag ausräumen. Anfang kommender Woche sollen die Klubvertreter wieder gemeinsam tagen, „um auf der dann vorliegenden Faktenlage gemeinsam zu einem fundierten Meinungsbild zu kommen“, wie der DFB mitteilte. Am Freitag wird sich das DFB-Präsidium in seiner turnusmäßigen Sitzung „mit den Rahmenbedingungen für eine gegebenenfalls mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs befassen“.

Der Kader ist derweil in den Kleingruppen fast vollzählig auf dem Platz. Lediglich Marc Endres (Bänderrisse im Sprunggelenk) fehlt, außerdem hat sich Pechvogel Alexander Kaltner erneut verletzt. Der 20-Jährige verdrehte sich das Knie und muss rund zwei Wochen pausieren. Alexander Fuchs ist ebenfalls angeschlagen und absolviert nur leichte Laufeinheiten.

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