SpVgg Unterhaching zwischen Euphorie und Realismus

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Unterschiedliche Mimik bei der SpVgg Unterhaching: Manager Erich Meidert (r.) bemüht sich um demonstrativen Optimismus, Trainer Klaus Augenthaler („Zu den Favoriten zähle ich uns nicht“) tritt dagegen auf die Euphoriebremse.

Unterhaching - Manager Erich Meidert verspricht „guten, schönen Fußball“, TrainerKlaus Augenthaler kündigt „Kampf und Defensive“ an: Kleine Unstimmigkeiten gibt es bei der SpVgg Unterhaching.

Es war schon klar, warum Meidert bei der Pressekonferenz zwei Tage vor dem ersten Saisonspiel so strahlend von der tollen, neuen Mannschaft sprach. Er ist schließlich zuständig, mehr Geld herbeizuschaffen. Dazu gehört es auch, Zuschauer in den Sportpark zu locken. „Freunde des guten Fußballs haben hier in Unterhaching eine Adresse“, sagte er ganz wie ein Medien-Profi, der positive Schlagzeilen in die Presse hieven möchte.

Dumm, dass Augenthaler daneben saß und an die Vorbereitungsspiele erinnert. In denen spielte die Mannschaft durchaus ab und zu schönen Fußball - um eben dann wenig erfolgreich zu sein. „Wir haben ja gesehen, dass man nichts gewinnen kann, wenn man nur schön Fußball spielt. So haben wir uns auch gegen unterklassige Gegner in der Vorbereitung schwergetan. Das geht nirgends, auch beim FC Bayern nicht“, sagte der Chefcoach und kündigte schon gegen denSV Wehen-Wiesbaden am Samstag (14 Uhr) ein „Kampfspiel“ an. „In dieser Liga wird jedes Spiel ein Kampfspiel. Ohne Zweikämpfe zu gewinnen, geht überhaupt nichts.“

Jeder macht bei der SpVgg seinen Job

Es sind keine zwei Philosophien, die da aufeinanderprallen. Eher der Beweis, dass jeder seinen Job macht bei der SpVgg. Meidert muss sich optimistisch geben, Augenthaler muss zurückhaltend sein: „Die Lorbeeren, die wir bis jetzt bekommen haben, sind zwar schön, aber noch haben keinen einzigen Punkt.“

Ebenso muss Meidert den Aufstieg als Ziel ausgeben; allein, um wirtschaftlich die Zukunft zu sichern. Der Anteil an den Fernsehgeldern sank noch einmal auf nun 750 000 Euro, weil mit Borussia Dortmund II eine Mannschaft abstieg, die kein Geld bekommen hatte. Jetzt muss der Topf durch 17 statt 16 geteilt werden. Auch hier bleibt Augenthaler zurückhaltender: „Ein paar Spieler haben ja ausgesprochen, dass sie aufsteigen wollen. Und sicher denken andere auch so. Aber das ist ein langer Weg. Zu den Favoriten zähle ich uns nicht.“

von Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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