Stabile Wunschelf

Bis zum Saisonende ist der vormalige Unterhachinger Michael Marinkovic (re.) für den BCF Wolfratshausen am Ball. Im Test gegen Ingolstadt II traf er zum Einstand. foto: or

Wolfratshausen - Gute Leistung des BCF beim 1:3 gegen Ingolstadt II - Neuzugang Marinkovic

Wolfratshausen - Typisches Testspiel ohne Aussagekraft? Von wegen. Der BCF Wolfratshausen schlug sich im ersten Vorbereitungsspiel gegen den Regionalligisten FC Ingolstadt II mehr als ordentlich. Von nachrangiger Bedeutung war allein das Ergebnis, denn die Farcheter unterlagen mit 1:3.

Ungleich mehr Bedeutung maß Trainer Reiner Leitl vielmehr zwei anderen Faktoren bei: der stabilen Vorstellung seiner Startelf - und einem gelungenen Debüt der Neuzugänge. Dazu gehört seit dieser Woche auch Michael Marinkovic, der gleich sein erstes Tor für den BCF erzielte. Wolfratshausen hatte der Murnauer eigentlich nicht als Karrierestation vorgesehen. Denn der 23-Jährige wollte Profi werden, genauer: Er möchte es immer noch. Doch in den vergangenen Monaten lief es nicht gut für Marinkovic. Bei der SpVgg Unterhaching wurde der flinke Allrounder überraschend aussortiert. Dazu mussten die von einem Verkehrsunfall stammenden Schrauben im Fuß irgendwann raus. Vereinzelt trafen lose Anfragen ein, doch letztlich klappte es nicht mit höherklassigen Klubs. Beim BCF möchte sich Marinkovic durch gute Leistungen wieder ins Gespräch bringen, respektive auf die Notizzettel der Scouts spielen. Die Zusammenarbeit läuft zunächst bis Saisonende. „Ich bin froh, dass er da ist“, räumte Coach Leitl sein Faible für Marinkovic ein. Der nämlich sei ein „guter Kicker“.

Davon hat der BCF grundsätzlich einige. Nur war ein Großteil dieses Zirkels über weite Strecken der Vorrunde nicht einsatzfähig. Das scheint sich jetzt zu ändern. Leitl sprach gar von einer „Art Wunschelf“, die er für 45 Minuten ins Rennen schickte. Eine Dreierkette mit Thomas Edlböck, das linke Mittelfeld mit Almir Zaferovic und eben im Angriff neben Lamine Guéye der ehrgeizige Marinkovic. 0:0 stand es zur Pause. Ingolstadt hatte seine Szenen insbesondere nach Standards; unter anderem gab es einen Lattentreffer. Beim Ballclub verpassten Guéye, Duswald und Zaferovic mögliche Torerfolge. Leitls Blockwechsel - er tauschte sieben Akteure aus - sorgte für einen „kleinen Bruch“ im Spiel der Gäste. Ehe sich das neue Personal einsortiert hatte, trafen die jungen Schanzer auf dem beheizten Kunstrasen binnen einer Viertelstunde dreimal. Leitl war das prinzipiell egal. Auf der Leistung seiner Elf könne man nämlich „richtig gut aufbauen“. Die Testspielreihe wird kommende Woche mit dem Doppel gegen Miesbach und Lenggries fortgesetzt.(or)

Quelle: fussball-vorort.de

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