Bilanz zur Winterpause

Starke Hinrunde als Abschiedsgeschenk für Pentenried-Coach Rachella - Nachfolger bald fix

Junge Hoffnungsträger: Vincent Wukonigg (l.) und Paul Neumann spielten eine starke erste Halbserie.
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Junge Hoffnungsträger: Vincent Wukonigg (l.) und Paul Neumann spielten eine starke erste Halbserie.

Der TSV Pentenried überwintert auf Platz sechs in der A-Klasse 2 - ein tolles Abschiedsgeschenk für Coach Daniele Rachella. Dessen Nachfolger soll bald feststehen.

Pentenried – Schweren Herzens hat Daniele Rachella den TSV Pentenried verlassen. Berufsbedingt verzog der Übungsleiter nach Memmingen und beendete zur Winterpause sein Engagement am Römerfeld (wir berichteten), wo er etliche Jahre als Fußballer und Trainer tätig gewesen war. Zum Abschied lieferte der Coach mit seiner Mannschaft eine starke Hinrunde in der A-Klasse 2 ab: Pentenried überwintert nach 13 von 24 Spielen auf Rang sechs.

Entsprechend zufrieden zeigt sich der scheidende Trainer. „Wir sind mehr als im Soll. Die Jungs haben Toparbeit geleistet und einige sehr starke Partien abgeliefert“, sagt Rachella. Exemplarisch nennt er den 2:1-Heimsieg über Tabellenführer FC Puchheim, der dessen einzige Niederlage in der laufenden Saison darstellt. Auch bei mancher seiner sechs Pleiten zeigte der TSV eine ansprechende Leistung – als ärgerlich bezeichnet Rachella etwa die 1:2-Niederlage beim SC Wörthsee. „Sonst würden wir noch besser dastehen.“

Alles wie immer in Pentenried: Daheim und gegen gute Teams stark

Die beiden erwähnten Partien stehen bezeichnend für die Pentenrieder Hinrunde – und tendenziell für die vergangenen Jahre. Die Römerfelder sind traditionell heimstark, so auch heuer: 15 Punkte holte der TSV zu Hause, nur vier auf fremden Plätzen. „Und wir tun uns gegen die guten Teams meistens leichter“, ergänzt Rachella. In dieser Saison ärgerte seine Mannschaft neben Spitzenreiter Puchheim auch den TSV Gernlinden (4:2), der als aktueller Tabellenfünfter noch in den Aufstiegskampf eingreifen kann.

Rachella ist nicht überrascht von diesen Ergebnissen. Bereits vor der Saison verortete er sein Team spielerisch in die Top Drei der Liga. Nachdem er jedem Gegner mindestens einmal im direkten Duell gegenüberstand, bekräftigt der Ex-Coach diese Einschätzung. „Die Jungs können jeden schlagen“, sagt Rachella. „Entscheidend ist, dass sie mit dem Kopf bei der Sache sind.“ In der ersten Halbserie seien immer wieder einzelne Spieler abgefallen.

Rachella: Dieser Spieler „ist eine Macht“

Der 35-Jährige will den Fußballern daraus aber keinen Strick drehen. „Das ist immer noch ein Hobby“, erklärt Rachella. Auf der anderen Seite hätten seine Kicker Topleistungen gebracht. Stellvertretend lobt er die Nachwuchsspieler Vincent Wukonigg und Paul Neumann, die zu den besten Torjägern des TSV gehören. „Unserer Jugend muss man danken, auch weil wir immer genügend Spieler für die Zweite hatten“, sagt Rachella, der zudem die Leistungen des routinierten Innenverteidigers Andreas Langer hervorhebt: „Er ist eine Macht.“

Abteilungsleiter Hofmann warnt: Hatten immer eine schlechte Halbserie

Abteilungsleiter Christian Hofmann, der zum 1. Januar seinen Posten an Michael Möwald abtritt, findet besonders für den jungen Ersatzkeeper Tommy Behringer lobende Worte: „Wir haben zwei richtig gute Torhüter, und er wird seinen Weg machen.“ 

Generell ist Hofmann stolz auf seine Truppe, die auch mit Widrigkeiten wie den fünf Niederlagen aus den ersten sieben Partien umzugehen gewusst habe. „Und jetzt stehen wir deutlich besser da als im letzten Jahr.“ Mit 19 Punkten sammelte Pentenried bislang nur vier weniger als in der kompletten Vorsaison. Doch auch 2018/19 hatte der TSV vor der Winterpause sehr ordentlich gespielt und immerhin 15 Zähler geholt. Daher mahnt Hofmann: „Wir haben meistens eine schwache Halbserie dabei. Hoffentlich ist es diesmal nicht so.“

Neuer Trainer des TSV Pentenried: Entscheidung soll noch im Dezember fallen

Dafür wollen die Römerfelder in der Vorbereitung den Grundstein legen, die mutmaßlich Ende Januar mit neuem Trainer beginnt. „Das ist vor allem auch abhängig vom Wetter“, sagt Hofmann. Wer die Übungseinheiten dann leitet, steht noch nicht fest. „Wir sind dran und haben ein paar Kandidaten“, teilt Hofmann mit. Bis der Wechsel an der Spitze der Fußballabteilung vonstattengeht, soll eine Entscheidung fallen.

Auch wenn Rachella im neuen Jahr nicht mehr an der Seitenlinie steht, wird dieser den Werdegang seines TSV genau verfolgen. „Der Kontakt wird nie ganz abbrechen“, sagt der 35-Jährige, der hofft, dass sein Ex-Team die erfolgreiche erste Saisonhälfte nach dem Winter genau so weiterführt. „Wichtig ist, dass die Mannschaft nicht auseinanderbricht“, meint er. „Das würde mir das Herz brechen.“ Rachella ist und bleibt eben ein Pentenrieder.

mg

Bilanz zur Winterpause

Saisonziel: Sicherer Mittelfeldplatz (im Soll)

Ziel für die Rückrunde: Platz in den Top Acht halten

Beste Torschützen: Paul Neumann, Lukas Schmidt, Vincent Wukonigg (jeweils 4 Tore)

Quelle: Merkur.de

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